Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Karmann

800 Mitarbeitern droht die Kündigungen

Foto: Karmann 37 Bilder

Beim insolventen Cabriospezialisten Karmann aus Osnabrück drohen neue Entlassungen. Wegen der schlechten Auftragslage werde Insolvenzverwalter Ottmar Hermann wahrscheinlich nicht um die Schließung von Unternehmenssparten herumkommen, sagte sein Sprecher am Donnerstag (15.10.) nach einer Gläubigerversammlung.

15.10.2009

Derzeit hat Karmann noch rund 1.500 Beschäftigte. Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" müssen davon 800 mit ihrer Entlassung rechnen. Die Kündigungen drohten noch im Oktober. Unterdessen werde weiter über den Verkauf von Teilbereichen verhandelt, sagte er. Für den Verdeckbau gebe es zwei Interessenten; für den Bereich technische Entwicklung habe sich ein potenzieller Investor gemeldet.

Magna-Tochter CTS verhandelt um Verdecksparte

Zumindest für den Verdeckbau gebe es "sehr intensive Gespräche", aber noch keine Verhandlungsergebnisse, sagte der Sprecher Hermanns. Unter anderem müssten kartell- und arbeitsrechtliche Fragen geklärt werden. Auch die nicht insolvente Besitzgesellschaft von Karmann müsse an den Verkaufsverhandlungen beteiligt werden. Der Besitzgesellschaft gehören die Immobilien und die Maschinen des Unternehmens. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass Magna und der spanische Autozulieferer CIE Automotive am Kauf der Verdecksparte interessiert sind. Die deutsche Magna-Tochter CTS verhandelt um den Unternehmensbereich mit rund 350 Mitarbeitern.

Finanzielle Lage von Karmann verschlimmert sich

Während der Verdeckbau ausgelastet ist und es auch den einen oder anderen Auftrag für die technische Entwicklung gibt, sieht es nach Angaben Hermanns für den Metall-Bereich eher schlecht aus. In dieser Sparte ist unter anderem der Werkzeug- und Produktionsmittelbau untergebracht. Das letzte Auto war bei Karmann Ende Juni vom Band gelaufen. Die Schließung der Fahrzeugfertigung war bereits lange vor dem Insolvenzantrag im April beschlossen worden. Die alte Geschäftsführung hatte damals auch den Verkauf beziehungsweise eine deutliche Verkleinerung des Metall-Bereichs angekündigt. Der Betriebsrat hatte in Verhandlungen mit Hermann jedoch eine Fortführung der Sparte durchsetzen können. Der Sprecher Hermanns betonte, der Insolvenzverwalter bemühe sich weiter um Aufträge und verhandele mit allen großen Automobilkonzernen. Allerdings werde die finanzielle Lage des Unternehmens zunehmend schwieriger.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige