Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Karmann

Proteste gegen Stellenabbau

Foto: Karmann

Mehr als 8.000 Menschen haben am Samstag (3.11.) in Osnabrück gegen den geplanten Stellenabbau beim Autobauer  Karmann demonstriert. "Der heutige Tag muss dafür sorgen, dass die Vorstände der Automobilunternehmen sich ernsthaft um unsere Probleme kümmern", sagte der Betriebsratsvorsitzende Wolfram Smolinski.

05.11.2007

"Wir fordern rasche positive Entscheidungen für den Standort Osnabrück." Hartmut Riemann von der IG Metall Osnabrück lobte die "große Solidarität" in der Bevölkerung. "Gemeinsam haben wir durch die Demonstration ein wichtiges Zeichen gesetzt", sagte er.

Karmann hatte vor einem Monat angekündigt, mangels Aufträgen 1.770 seiner 5.000 Stellen an den Standorten Osnabrück und Rheine streichen zu wollen. Sollte die Auftragsflaute im kommenden Jahr anhalten, sind nach früheren Angaben der Firma weitere 800 Arbeitsplätze gefährdet. Laut IG Metall sind derzeit keine neuen Aufträge in Sicht. Unter dem Motto "Arbeit für Karmann - die Region muss leben!" zogen rund 5.000 Menschen mit Plakaten und Trillerpfeifen durch die Innenstadt. Zur abschließenden Kundgebung auf dem Marktplatz versammelten sich weitere 3.000 Menschen. "Es muss jetzt was getan werden", sagte Karmann-Mitarbeiter Andreas Steenweg. "Es geht um die Existenzen unserer Familien."

Auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) nahm am Protestmarsch teil. Das Unternehmen Karmann sei "kein Sanierungsfall", sagte er. "Der Schlüssel zur Lösung dieses gewaltigen ungelösten Problems liegt bei den deutschen Automobilherstellern." Deshalb sind laut Wulff weitere Gespräche nötig. Der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Wolfgang Jüttner hob die "hohe Qualität" der Karmann-Mitarbeiter hervor. Er und Wulff waren sich einig, dass der Autobauer für die Region eine wichtige Rolle spiele. "Wenn bei Karmann das Licht ausgeht, ist das für die Region hoch brisant", sagte Jüttner. Die nächste Demonstration gegen den Stellenabbau hat die IG Metall am 24. November in Rheine geplant.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige