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Karmann-Insolvenz

Karmann steht noch Geld von Daimler zu

Foto: dpa 37 Bilder

Dem insolventen Cabriohersteller Karmann stehen einem Medienbericht zufolge noch rund 40 Millionen Euro vom Autobauer Daimler zu. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Nach dpa-Informationen gibt es auf beiden Seiten offene Forderungen.

23.06.2009

Wie hoch diese sind, wurde zunächst nicht bekannt. Ein Daimler-Sprecher sagte am Dienstag (23.6.), es gebe derzeit Gespräche mit dem Insolvenzverwalter "über Sachverhalte in der Vergangenheit und Gegenwart" sowie über die künftige Geschäftsbeziehung. "Diese umfassen Lieferungen und Leistungen."

Mit Daimler-Geld Transfergesellschaft finanzieren

Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann lehnte einen Kommentar ab. Er bestätigte lediglich, dass Karmann noch offene Forderungen habe, ohne konkrete Unternehmen zu nennen. Auch der Teilnehmerkreis des Gläubiger-Ausschusses, der am Dienstag in Frankfurt tagen sollte, sei vertraulich. Laut Zeitung nahm an diesem Treffen auch Daimler teil.

Der Cabriohersteller wäre dem Zeitungsbericht zufolge bereit, auf die Hälfte der Forderungen zu verzichten, wenn Daimler sofort zahlen würde. Das würde reichen, um eine Transfergesellschaft für bereits gekündigte Mitarbeiter zu finanzieren. Dabei handelt es sich um rund 1.300 Männer und Frauen, die wegen der Schließung des Fahrzeugbaus bei Karmann in Osnabrück ihren Job verlieren mussten. Die Kosten für diesen Sozialplan waren nach Angaben des Unternehmens eine der Ursachen für die drohende Zahlungsunfähigkeit kurz vor Ostern.

Magna hat Karmann mehrfach ausgestochen

Karmann hatte im vergangenen Jahr bei vier potenziellen Aufträgen der Hersteller BMW, PSA Peugeot Citroën, Porsche und Aston Martin das Nachsehen gegenüber seinem österreichischen Konkurrenten Magna, der von General Motors (GM) den Zuschlag für dessen frühere deutsche
Tochter Opel bekommen hat. Damit fehlten neue Aufträge. Am Montag lief das letzte Auto bei Karmann vom Band.

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