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Karmann

Autozulieferer kämpft weiter um Existenz

Foto: Karmann 37 Bilder

Der insolvente Autozulieferer Karmann hat am Dienstag (3.11.) seine Gespräche mit wichtigen Kunden um die Begleichung offener Rechnungen fortgesetzt.

03.11.2009

Dieser Kampf Karmanns um die Existenz hat mittlerweile auch Auswirkungen auf die Produktion des Karmann-Kunden Mercedes. Seit Montag ruht die Produktion des SLK im Bremer Werk des Autobauers, weil wichtige Rohbauteile aus Osnabrück fehlen. Das sagte ein Mercedes-Sprecher. Seit Wochen verhandelt der Insolvenzverwalter von Karmann unter anderem mit Daimler um die Begleichung offener Forderungen.

  



Löhne für Karmann-Mitarbeiter reichen nur noch bis Mitte November

Die Produktion bei Karmann für den Mercedes SLK-Modell ruht seit Donnerstag. Sie solle erst wieder aufgenommen werden, wenn es eine zufriedenstellende Einigung zwischen Karmann und Mercedes gebe, sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Gerhard Schrader. Die Entscheidung der Belegschaft sei gefallen, nachdem Insolvenzverwalter Ottmar Hermann sie darüber informiert habe, dass nach aktuellem Stand die Liquidität zur Auszahlung der Löhne nur noch bis Mitte November reichen würde.

Karmann will 20 Millionen Euro von Mercedes

"Die Beschäftigten streiken nicht, sie bauen die Arbeitszeitkonten ab, die sie bei der Produktion für Mercedes aufgebaut haben", sagte der Osnabrücker IG-Metall-Chef Hartmut Riemann. Mercedes müsse die ausstehenden Beträge an Karmann zahlen, forderte Riemann. Es gehe nicht um eine "Bitte" Karmanns, sondern um die Begleichung von Leistungen, die Mercedes erhalten habe. Der Insolvenzverwalter sei bereits mit seinen Forderungen von ursprünglich 60 Millionen auf derzeit 20 Millionen Euro heruntergegangen.   

Mercedes will auf Karmann verzichten

Unterdessen meldete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Dienstag (3.11.), dass Mercedes für das neue SLK-Modell auf Karmann als Zulieferer verzichten wolle. Ausschlaggebend sei gewesen, dass der Insolvenzverwalter eine Lieferung ans Mercedes-Werk in Bremen für die nächsten Jahre nicht habe garantieren können, schreibt die Zeitung. Sowohl der Sprecher des Insolvenzverwalters als auch ein Sprecher Daimlers kommentierten den Bericht nicht.


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