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Kaufberatung Hyundai Santa Fe

Vier deutsche Hyundai-Hotspots an einem Tag

Kaufberatung Hyundai Santa Fe Foto: Wolfgang Groeger-Meier 9 Bilder

25 Jahre nach dem Vertriebsstart hat sich Hyundai hierzulande gut eingerichtet. Die wichtigsten Standorte liegen in Deutschland nah beieinander. Wir besuchten sie an einem Junitag und machten eine erstaunliche Entdeckung.

25.07.2015 Michael Harnischfeger

Der Standort könnte besser nicht gewählt sein. Aus den Bürofenstern des blau verglasten Gebäudes, das der Konzern-Vorstandsvorsitzende Chung Mong-koo am 12. Oktober 2006 einweihte, sieht man die Autobahn 661 als schnelle Anbindung zum Frankfurter Flughafen. Nebenan, nur eine Ausfahrt weiter am großen Kaiserleikreisel, baut Mercedes eine neue Niederlassung – man kann schlechtere Nachbarn bekommen. Und die Innenstadt ist auch nicht weit entfernt. Wir erkennen das, nachdem wir an diesem heißen Morgen „Auto­bahnen meiden“ ins Navi unseres blauen Tucson getippt haben und als Ziel den Hyundai-Platz in Rüsselsheim. Der Verkehr fließt schon einigermaßen, wir cruisen gelassen durch die Stadt und später über Land. Die B 43 führt uns sehr nah vorbei am Frankfurter Flughafen – von wo es für Ingenieure und Manager oft nach Korea geht – nach Rüsselsheim. Und dort gibt es eben nicht nur Opel. Das unterstreicht – bitte er­in­nern Sie sich an diesen Hinweis – an einem mittelgroßen Kreisverkehr das große Schild „Hyundai Motor Europe Technical Center“.

Technik aus und für Europa

Während in den zwei Offenbacher Türmen 400 Menschen das tun, was in der Europa- und Deutschlandzentrale eines Auto­im­por­teurs so getan werden muss, ist das Wirken der etwa 280 Frauen und Männer in Rüsselsheim greifbarer. Sie entwickeln und testen die Hyundai-Modelle für den euro­päi­schen Markt. Und unter Leitung des Hyundai-Designers Peter Schreyer bringen sie sie auch innen und außen in Form. Ausdrucksstarke Scheinwerfer, markante Kühlergrills und ein klar gegliedertes Interieur mit blauer Instrumentenbeleuchtung gehören zu diesem Hyundai-Look, wie unser Tucson zeigt. Leise brummelnd trägt uns sein Zwei­liter-Diesel nach dem Kurzstopp in Rüsselsheim über die Landesgrenze nach Bayern. Denn dort, im unterfränkischen Städtchen Alzenau, liegt unser nächstes Ziel.

PS statt Solarzellen

Wir sind gut in der Zeit, da liegt ein Ausflug in die Weinberge rund um Alzenau nahe. Staubig ist der Schotterweg, der steil bergauf führt, tiefe Querfurchen durchziehen ihn in regelmäßigen Abständen. In einem Personenwagen würden wir wohl befürchten, irgendwo derbe aufzusetzen. Doch mit dem Tucson wagen wir uns bergan bis zu einem kleinen Platz, der einen schönen Ausblick über die sanften Hügel dieser Region erlaubt. Vielleicht ist diese Unbeschwertheit ein Grund für die Beliebtheit von SUV: Die Zuversicht, überall durchzukommen, fährt stets mit. Wir drehen noch eine kleine Runde über den Höhenzug, ehe es in ein Gewerbe­ge­biet geht. In dem weißen Flachbau entstanden bis 2011 Solarzellen, nun kümmern sich die 210 Mitarbeiter der Hyundai Motorsport GmbH hier um die Rallyeautos des WRC-Werksteams und um Kunden­autos. Schnell noch ein Abschiedsbild in dem – Achtung! – kleinen Kreisverkehr, der zu den eiligen Hallen von Hyundai führt, dann ab auf die Autobahn.

Spaß auf der Südschleife

Bei Tempi um die 200 km/h machen wir Zeit gut. BAB 48, Ausfahrt Ulmen, rauf auf die B 257. Grün ist die Eifel, bei Daun blitzt ein großes Maar in der Sonne. In Kelberg essen wir bei Marianne leckere Fritten, während sie sich mit Stammgästen im weichen Eifeler Singsang über dies und das unterhält. Bei Müllenbach dann finden wir ein kleines Kurven­paradies, wir lassen es etwas fliegen und rattern über die Randsteine dieses Stückchens der Nürburgring-Südschleife. Bis Mitte der 70er-Jahre wurden hier noch Rennen gefahren. Nach einem Kurzbesuch im historischen Fahrerlager biegen wir ins Gewerbegebiet Meuspath. Im Kreisverkehr scharf rechts bergauf, dann hart links zum architektonisch auffälligen Gebäude des Hyundai-Testzentrums. Von der Dachterrasse haben wir frei­en Blick auf die Döttinger Hö­he. Touri-Piloten und abgeklebte Pro­totypen bolzen hier dem Ziel ­entgegen.

Einige der getarnten Autos laufen auch bei Hyundai ein und ­verschwinden schnell hinter den hohen Werkstatttüren. Antrieb und Fahrwerk bekommen hier den letzten Schliff. Heiß brennt die Sonne auf das mit Alu eingekleidete Gebäude, hin und wieder brüllt in der Nachbarschaft ein Motor auf, denn wie Hyundai nutzen viele Hersteller und Rennställe die Nordschleife für Testfahrten. Die Vögel zwitschern durchs ge­öffnete Fenster, als wir gegen Abend die Rück­reise antreten. Vier Stand­orte, vier Kreisverkehre. Kann das Zufall sein? Wir beschließen: ja. Vielleicht einer der wenigen auf dem nun 25 Jahre langen Weg von Hyundai vom No-Name-Importeur zum Autohersteller, dessen Herz auch in Deutschland schlägt.

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