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Kaufberatung Kia Rio: Alle Motoren, alle Ausstattungen

Der Kia Rio punktet in der dritten Generation nicht nur mit geringen Emissionen, günstigen Preisen und üppiger Garantiedauer. Vier Motoren und drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl. Welcher Rio empfehlenswert ist, zeigt die Kaufberatung.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine längere Garantielaufzeit als bei anderen Marken ist bei Kia nichts Neues. Karosserieformen mit markanten Zügen, ausgerichtet am europäischen Geschmack, sind für Kenner der Marke ebenfalls keine Überraschung mehr – schließlich hat Chefdesigner Peter Schreyer zuvor bei VW und Audi eindrucksvoll seine Spuren hinterlassen.

Aber dass die sparsamste Ausführung des immerhin 4,05 Meter langen Kia Rio im Normzyklus alle auf dem Markt befindlichen Autos mit Verbrennungsmotor im CO2-Ausstoß unterbieten würde, hat Kia wohl keiner zugetraut. Mit 85 g/km oder 3,2 Liter pro 100 km ist der Rio mit dem neuen, 1,1 Liter großen Dreizylinder-Diesel sogar noch einen Tick effizienter als die Knauserkönige Smart Fortwo cdi und VW Polo Blue Motion. Die Spitzenwerte erreicht der Kia Rio zwar "nur" in der verbrauchsoptimierten Basisausführung Attract – für die besser ausgestatteten Varianten gibt Kia 3,8 L/100 km und 99 g/km an –, doch das ist bei den Konkurrenten nicht anders.

Kia Rio mit viel Platz im Innenraum

Liebe zum Detail lässt der Kia Rio auch im Cockpit erkennen, wo beispielsweise die Kippschalter in der Mittelkonsole nicht nur funktionelle Ansprüche befriedigen. Das Raumangebot lässt wenig Wünsche offen. Selbst im Fond geht es für lange Beine nicht eng zu – kein Wunder, schließlich stehen die Achsen des Polo-Konkurrenten so weit auseinander wie beim größeren VW Golf. Der Gepäckraum des Kia Rio entspricht mit 288 bis 923 Litern bei umgelegten Rücksitzen dem üblichen Niveau in diesem Segment.

Keine Kompromisse geht Kia beim Thema Sicherheit ein. ESP und sechs Airbags zählen zum Basisumfang, den Euro-NCAP-Crashtest hat der Kia Rio mit der Höchstwertung von fünf Sternen absolviert. Bei der Suche nach der passenden Modellvariante stehen je zwei Diesel (75 und 90 PS) und Benziner (85 und 109 PS) und die drei Ausstattungslinien Attract, Edition 7 und Spirit zur Wahl.

Automatikfreunde müssen sich mit einem Vierstufenautomatikgetriebe begnügen. Es ist nur für den stärkeren Benziner lieferbar, jedoch mit einem Aufpreis von 700 bis 1.000 Euro je nach Ausstattungslinie – Spirit oder Edition 7 – relativ günstig zu haben. Insgesamt ergibt sich eine Preisspanne vom zweitürigen Kia Rio 1.2 Attract für 10.990 Euro bis zum 18.390 Euro teuren 1.4 CRDi Spirit mit vier Türen.

Ausstattung und Pakete bieten kaum Einzelextras

Je kompakter die Fahrzeugabmessungen, desto geringer die Ansprüche an die Ausstattung - diese Gleichung geht längst nicht mehr auf. Neben den Kunden, die auf den günstigen Einstiegspreis achten, gilt es auch jene zufriedenzustellen, die zwar das Auto eine Nummer kleiner wählen, aber nicht auf Komfort verzichten wollen.

Für den Rio hat Kia drei Linien zusammengestellt. Bei Attract sind sechs Airbags und ESP ebenso Serie wie ein in zwei Ebenen einstellbares Lenkrad, Schaltanzeige, Bordcomputer, Berganfahrhilfe, CD-Radio, AUX-/USB-Anschluss und Zentralverriegelung.

In Verbindung mit dem Dreizylinder-Diesel ist das Lenkrad nur in der Höhe verstellbar. Dafür senken nur bei ihm Leichtlaufreifen, Start-Stopp-Automatik und dezente Aerodynamikhilfen den Normverbrauch des Kia Rio um 0,6 Liter pro 100 km. Weitere Extras stehen für Attract nicht zur Wahl – auch keine andere Farbe als Weiß. Metallic- oder Perleffektlacke sind erst ab der Linie Edition 7 (2.070 Euro) lieferbar, die sich durch 16-Zoll-Aluräder und in Wagenfarbe lackierte Türgriffe und Außenspiegel (beheizbar) abhebt. Dazu kommen unter anderem Klimaanlage, Fahrersitz-Höhenverstellung und elektrische Fensterheber vorn.

Besonders attraktiv erscheint die Topversion Spirit. Optisch werten 17-Zoll-Aluräder und LED für Tagfahrlicht und Rückleuchten diesen Kia Rio auf. Licht- und Regensensor, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Klimaautomatik, Einparkhilfe, Nebelscheinwerfer und Abbiegelicht zählen ebenfalls zum Umfang wie ein beheizbares Lederlenkrad, Fensterheber in den Fondtüren und eine Freisprecheinrichtung.

Bei den Benzinern ist zudem die Start-Stopp-Automatik enthalten, die beim 1.1 CRDi stets an Bord ist. Somit fällt dort der Spirit-Mehrpreis mit 1.130 Euro (sonst 1.430 Euro) noch moderater aus. Nur für Spirit erhältlich: das Touchscreen-Navi mit Rückfahrkamera (990 Euro) und das Technik-Paket (710 Euro) mit schlüssellosem Zugang und Motorstart, Sitzheizung, Tempomat und Speed-Limiter.

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Unterhaltskosten - Diesel sind sparsam, aber teuer

Mit dem Dreizylinder-Diesel schiebt sich der Kia Rio in der Attract-Ausführung bei den sparsamsten Autos an die Spitze. Aber rechnet sich der Kauf auch für Kunden, die nur wenige Kilometer im Jahr fahren? Auf Basis unserer Modellrechnung - drei Jahre Haltedauer, 50 Prozent bei Haftpflicht und Vollkasko, NEFZ-Gesamtverbrauch - kostet der CO2-Champion bei rund 15.000 Kilometer Jahresfahrleistung nur dann weniger als der Benziner mit 85 PS, wenn der Wertverlust außer Acht gelassen wird. Der Kia Rio 1.1 CRDi, der ohnehin mit stärkerer Steuerlast und höheren Kaskoeinstufungen zu kämpfen hat, kostet beim Kauf zudem stolze 2.500 Euro mehr. Und in Verbindung mit einer höheren Ausstattungslinie reduziert sich zusätzlich der Verbrauchsvorteil, da diese Varianten nicht ganz so genügsam sind wie die Basisausführung.

Auch beim Vergleich der stärkeren Motoren gerät der Diesel beim Kostenvergleich ins Hintertreffen. Ausstattungsbereinigt - der Benziner ist ab Edition 7, der Diesel nur als Spirit lieferbar - beträgt der Aufschlag für den Diesel "nur" 2.000 Euro. Doch der Verbrauchsvorteil fällt vergleichsweise gering aus, auch weil der Selbstzünder im Gegensatz zum Benziner in der Spirit-Ausführung nicht mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet ist. So rentiert sich der Kia Rio 1.4 CRDi erst ab etwa 30.000 Kilometer pro Jahr.

Fazit - Kia Rio macht es den Kunden einfach

Ob Benziner oder Diesel, der Griff zur jeweils stärkeren und teureren Motorvariante lohnt sich bei Kia Rio kaum. Die Basisversion Attract ist günstig, aber nur in Weiß zu haben. Eine Klimaanlage gibt es für den Kia Rio nicht einzeln, sondern erst erst ab Edition 7. Besonders interessant ist die Top-Ausstattung Spirit, die für einen fairen Aufpreis – je nach Motor zwischen 1.130 und 1.430 Euro – ebenso sinnvolle wie attraktive Extras bietet. Unsere Empfehlung: Statt den stärkeren Motor die Ausstattungslinie Spirit wählen. Falls Sie kein Vielfahrer sind, ist der Dieselaufpreis im Navigationssystem und im Technik-Paket besser angelegt.

Peter Wolkenstein
Von am 6. April 2012
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