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Kaufberatung Mazda 3

Der Golf-Jäger in allen Variationen

Mazda 3, verscheidene Modelle Foto: Karl-Heinz Augustin 21 Bilder

Der Mazda 3 spielt mit zwei Karosserieformen, sechs Motoren und vier Ausstattungslinien in der Kompaktklasse die Rolle des dynamischen, aber preiswerten Golf-Jägers. Kaufberatung.

09.04.2012 Stefan Cerchez Powered by

Wie die verschiedenen Varianten des Mazda 3 für unsere Kaufberatung so hübsch aufgereiht dastehen, wirkt das Modell sehr vertraut - dabei hat Mazda seinen Bestseller soeben erst überarbeitet. Allerdings gingen die Designer dabei sehr dezent zu Werke; die optischen Änderungen fallen nur dem kundigen Betrachter ins Auge.

Um den kompakten Mazda 3 fit für die zweite Hälfte seines Modellzyklus zu machen, hat Mazda ihn im Detail nachgeschärft: modifizierte Stoßfänger vorn und hinten, im Cockpit etwas Chrom und besser ablesbare Instrumente mit Schaltempfehlung. Dazu gibt es auf Wunsch nun ein integriertes Navigationssystem von TomTom sowie erstmals auch für den kleinen Benziner ein Automatikgetriebe.

Mazda 3 mit sportlichen Ambitionen

Den Grundcharakter eines fahraktiven Kompaktwagens mit zum Teil sportlichen Ambitionen ließen die Japaner unverändert. Dies spiegelt auch die Motorenpalette des wider, in der Antriebe unter 100 PS gänzlich fehlen. Je drei Benzin- und Diesel-Aggregate sind für den Mazda 3 im Programm. Den Einstieg bildet ein 105 PS starker Benziner (MZR) mit 1,6 Liter Hubraum. Der Zweiliter-Direkteinspritzer MZR DISI verfügt über eine Start-Stopp-Automatik und leistet 150 PS, die aufgeladene 2,3-Liter-Variante im Sportmodell MPS bringt es auf respektable 260 Pferdestärken.

Bei den Selbstzündern beginnt das Angebot mit dem 115 PS starken Mazda 3 1.6 MZ-CD, darüber rangieren zwei Varianten des MZR-CD mit 2,2 Liter Hubraum und einer Leistung von 150 und 185 PS. Die Dieselmotoren sind nur für den Viertürer verfügbar, die in Deutschland ohnehin selten georderte Stufenheckversion gibt es nur in Kombination mit einem der beiden kleineren Benziner.

Die wichtigste Neuerung betrifft aber die Ausstattungslinien des Mazda 3: Den bekannten Niveaus Prime-Line, Center-Line und Sports-Line stellt Mazda nun das Edition-Paket zur Seite. Es fasst zahlreiche häufig georderte Extras zusammen und bietet den Kunden einen besonderen Preisvorteil. Wobei der Mazda 3 auch ab Werk nicht mit Ausstattungsdetails geizt. So verfügen schon die Prime-Line-Modelle über elektrische Fensterheber an den Vordertüren, CD-Radio, Infodisplay mit Bordcomputer, einen höhenverstellbaren Fahrersitz und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Für Sicherheit sorgen serienmäßig ABS mit Bremsassistent, Notbremswarnblinkautomatik, sechs Airbags, aktive Kopfstützen und der Schleuderschutz ESP. Extra bestellbar sind hier nur Klimaanlage (1.180 Euro) und Metallic-Lackierung (495 Euro).

Die Optionsliste bleibt aber auch bei den anderen Linien kurz. So geht die Wahl des richtigen Typs schneller als gedacht: Aus zwei Formen, sechs Motoren und vier Ausstattungslinien resultieren unterm Strich überschaubare 13 Modelle des Mazda 3 - eine lösbare Aufgabe.

Mazda 3 garantiert Fahrspaß

Der Mazda 3 MPS ist die japanische Antwort auf GTI & Co. Mit 260 PS, Sportfahrwerk und Optik-Paket verkörpert er für unter 30.000 Euro den erschwinglichen Profisportler im Programm. Das beste Preis-PS-Verhältnis bietet verblüffenderweise das Topmodell der Baureihe: Mit 107 Euro pro PS ist der Mazda 3 MPS ein echtes Leistungsschnäppchen. Das können auch die günstigen Einstiegsmotoren nicht besser - und schon gar nicht die deutsche Konkurrenz.

Zum Vergleich: Im ähnlich starken Golf R (270 PS) kostet jede Pferdestärke rund 138 Euro. Der Mazda 3 MPS ist ein Kompaktsportler par excellence: Sein Turbobenziner beschleunigt in gut sechs Sekunden auf 100 km/h und wird erst bei Tempo 250 elektronisch begrenzt. Er bringt nicht nur viel Fahrspaß, sondern erledigt auch die Alltagstouren zum Bäcker ohne Murren und übertriebene Härte. Das Ganze verpackt in die praktische Karosse des Schrägheckmodells, die hier mit anderen Stoßfängern, Lufthutze, zwei Auspuffrohren und Heckspoiler dezent auf ihr Potenzial aufmerksam macht.

Extras gibt es nur im Paket – dafür aber günstig

Ganz im Sinne des Kunden bietet Mazda attraktive Ausstattungslinien und Optionskette für den Mazda 3 an, die die wichtigsten Extras vereinen und zusammengenommen günstiger sind als die Einzelpreise. Vor allem die Ausstattung Edition ist ein Geheimtipp. Je umfangreicher die Optionsliste für Neuwagen ist, desto schwieriger wird die Produktion. Alle möglichen Ausrüstungs-Extras müssen eingeplant und vorgehalten werden, kommen aber nur in den seltensten Fällen alle zum Einsatz. Die zahlreichen denkbaren Varianten verteuern also die Herstellung. Daher versuchen vor allem asiatische Marken, mit Ausstattungslinien und intelligent geschnürten Zusatzpaketen die Käuferwünsche zu kanalisieren.

So auch Mazda: Auf die eingangs besprochene Basisausstattung Prime-Line des Mazda 3 legt die Center-Line für 1.800 Euro noch die wichtige Klimaanlage, Fensterheber hinten, beheizte und elektrisch anklappbare Außenspiegel, Lederlenkrad und -schaltknauf, Armlehnen vorne und hinten, beleuchtete Make-up-Spiegel und zwei zusätzliche Lautsprecher drauf. Als Option verbleibt hier noch das Technik-Paket (ab 1.590 Euro) mit Klimaautomatik, Nebelscheinwerfern, Licht- und Regensensor, Sitzheizung, Einparkhilfe hinten, beheizbarer Frontscheibe und Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Dieses Paket ist auch Bestandteil der nächsthöheren Ausstattung Edition, die daneben noch 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und einen Spurwechselassistent mitbringt. Gegenüber der Center-Line beträgt der Aufpreis moderate 1.200 Euro, Mazda beziffert den effektiven Kundenvorteil aber auf bis zu 1.700 Euro.

Neben der Option auf Metallic-Lack bleibt dann nur noch die Frage, ob es dazu die Touchscreen-Navigation sein darf (720 Euro inklusive integrierter Freisprecheinrichtung und USB-Schnittstelle) oder die Kombination aus Navigation und Bixenon-Scheinwerfern mit adaptivem Kurvenlicht AFS (Travel-Paket, 1870 Euro). Die Topausstattung - vom eigenständigen Mazda 3 MPS-Modell abgesehen - heißt Sports-Line. Mit Xenonlicht, Sportsitzen, Reifendruck-Kontrollsystem und Keyless-go (2.400 Euro) bleibt hier eigentlich kein Wunsch mehr offen.

Mazda 3 mit Schräg- oder Stufenheck

Mit Schräg- und Stufenheck gibt es den Mazda 3 in zwei Karosserieformen. Auch wenn die meisten Kunden Ersteres bevorzugen, gibt es gute Argumente für das Stufenheck. Gerade einmal 2,6 Prozent aller Mazda 3-Kunden ordern derzeit die Stufenheck-Version. Das sind ungefähr so viele, wie sich für den Straßensprinter MPS entscheiden. Die Motivation der sportlichen Fahrer ist klar, aber auch die Stufenheckfreunde haben ihre Gründe: Neben der schlichten formalen Präferenz für die 500 Euro teurere Dreiboxvariante schätzen diese Kunden vor allem das größere (430 zu 340 Liter) und komplett vom Innenraum abgetrennte Ladeabteil. Auch ist der hintere Türausschnitt bei der Limousine so geformt, dass trotz abfallender Dachlinie der Einstieg für die Passagiere der zweiten Reihe leichter fällt.

Dagegen trumpft die populäre Schrägheckvariante mit der höheren Variabilität auf: Hutablage raus, Sitze umgeklappt, schon stehen bei dachhoher Beladung bis zu 1.360 Liter Volumen zur Verfügung. Damit kann der Viertürer schon fast mit Kompaktkombis mithalten. Für den kleinen Ikea-Einkauf taugt aber auch die Stufenheck-Variante: Sie hat ebenfalls die im Verhältnis 60:40 klappbare Rückbank an Bord.

Drei Benziner und drei Diesel zur Wahl für flinken Vortrieb

Die Japaner schnüren aus drei Benzinern und drei Dieselaggregaten ein dynamisches Motorenpaket: Von 105 bis 260 PS reicht die Leistungsskala im Mazda 3. Die Kunden wählen bislang eher konservativ. Wenn die schicke Hülle einen dynamischen Auftritt verspricht, dann sollte es im Motorenprogramm auch die entsprechenden Antriebe geben. Die gute Nachricht vorab: Bis auf eine Ausnahme können alle Aggregate das Dynamikversprechen erfüllen, mit durchaus unterschiedlichen Charakteren.

Um mit dem Mazda 3 PS-Primus zu beginnen: Dass man mit 260 Pferden flott unterwegs sein kann, ist klar. Dass der Turbomotor seine Kraft ganz ohne Krawall über ein breites Drehzahlband abliefert, ist aber eine freudige Überraschung für jeden Fahrer, egal auf welcher Strecke.

Die goldene Mitte bei den Benzinern markiert der Zweiliter mit Direkteinspritzung und Start-Stopp-Automatik. Seine 150 PS bringen den 1,3 Tonnen schweren Mazda 3 gut in Schwung, bei gleichzeitig nur minimalem Mehrverbrauch gegenüber dem 1,6-Liter-Aggregat. Dieses sollte ursprünglich lediglich die Rolle des preiswerten Basismotors spielen, liegt aber in der Kundengunst bislang - man höre und staune - mit einem Orderanteil von 78 Prozent weit vorn. Klar, wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist und lediglich eine schicke Alternative jenseits des Mainstreams sucht, ist auch mit der Einstiegsmotorisierung gut bedient.

Womit sich schon abzeichnet, dass der Dieselanteil beim Mazda 3 im Verhältnis zum Gesamtmarkt erstaunlich gering ist: Lediglich zwölf Prozent der Kunden entscheiden sich derzeit für einen der drei Selbstzünder. Verständlich angesichts des aktuellen Dieselpreises und der vermutlich eher geringen Fahrleistungen im Segment, aber bedauerlich angesichts des angenehmen Charakters der Selbstzünder im Mazda 3. Während schon der genügsame 1,6-Liter mit 115 PS und 270 Newtonmeter Drehmoment für die Kompaktklasse ausreicht, bietet der 150 PS starke 2,2-Liter bereits echten Fahrspaß - kein Wunder bei 360 Newtonmetern und einer knackigen Sechsgang-Box. Die 185-PS-Variante des großen Diesels schließlich liefert Leistung und Drehmoment im Überfluss und eignet sich dank ihrer Kraftreserven bei niedrigen Drehzahlen hervorragend für lange Autobahnstrecken.

Kassensturz aller Typen

Außer dem MPS, der das teure Super Plus schlürft, fällt kein Mazda 3 aus dem Kostenrahmen. Die Dieselversionen rechnen sich aber erst bei hohen Fahrleistungen. Betrachtet man die Kostentabelle für den Mazda 3, so fällt zunächst auf, dass bei den Aufwendungen pro 100 Kilometer zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell gut 5,50 Euro liegen (den Spitzensportler MPS einmal ausgenommen) - in diesem Fall also ein Unterschied von über 30 Prozent. Diese Spanne ergibt sich nicht nur aus verschiedenen Verbräuchen und Wartungskosten, sondern auch aus der Zwangskopplung der Motoren an bestimmte Ausstattungslinien. So gibt es nur den Basisbenziner mit der günstigen Prime-Line, den Zweiliter-Benziner erst ab Edition und den stärksten Diesel sogar nur in der Sports-Line, die seinen Einstandspreis fast auf das Niveau des knapp 28.000 Euro teuren MPS treibt.

Auch wenn sich damit die Fixkosten in diesem Fall bedenklich annähern, unterbietet der stärkste Diesel den stärksten Benziner dank genügsamerer Trinksitten bei den Betriebskosten und damit auch unterm Strich. Lässt man den Wertverlust außer Acht, so spricht die Monatsbilanz klar für die Dieselvarianten des Mazda 3. Kalkuliert man aber korrekt, kommt nur der kleine Selbstzünder in unserer Musterrechnung dem Benziner nahe, dies allerdings bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometer im Jahr. Der 150-PS-Diesel unterbietet die Werte des gleich starken Benziners sogar erst ab 30.000 Kilometer im Jahr. Den starken Selbstzündern vermasselt neben dem höheren Wertverlust auch die ungünstigere Kasko-Einstufung eine bessere Gesamtbilanz. Insgesamt empfehlen sich aus Kostensicht vor allem die beiden Basismotoren des Mazda 3, beim Diesel ist allerdings ein deutlich höherer Einstandspreis zu stemmen.

Der Mazda 3 ist ein rundes Angebot für all jene, die eine dynamische Alternative zu den europäischen Modellen in der Kompaktklasse suchen. Wem schon die schicke Karosserie reicht, fährt für weniger als 20.000 Euro den Basisbenziner in Center-Line-Ausstattung. Mehr Spritzigkeit und fast alle wichtigen Extras gibt es im Mazda 3 2.0 MZR als Edition. Vielfahrer nehmen den 150-PS-Diesel (nur als Edition) und freuen sich über flotte Fahrleistungen bei moderatem Verbrauch. Der 260 PS starke Mazda 3 MPS hingegen ist eine der preiswertesten Möglichkeiten, ein sehr sportliches, aber dennoch voll alltagstaugliches Auto zu bewegen.

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