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Kaufberatung Mercedes M-Klasse

Entscheidungshilfe für den Paxis-SUV

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Der Mercedes ML ist ein Erfolgstyp. Nicht nur in Qualität, Fahrverhalten und Praxistauglichkeit gehört er zu den besten SUV, er liegt auch in den Verkaufszahlen in seinem Segment ganz vorne. Sechs verschiedene Motorvarianten stehen zur Wahl. Die Kaufberatung leistet Entscheidungshilfe.

04.10.2007 Alexander Bloch

Alles Schwindler, diese M-Klasse-Diesel. Es beginnt schon beim 280 CDI, der in Wirklichkeit über drei Liter Hubraum verfügt und daraus 190 PS sowie 440 Newtonmeter Drehmoment schöpft. Wer es wuchtiger braucht, der sollte zum 320 CDI greifen. Gleicher Motor wie der 280 CDI, aber mit 224 PS und 510 Newtonmetern kräftiger. Da muss sich sogar der Achtzylinder-CDI strecken. 420 steht drauf, nur vier Liter sind drin. Der durchaus sparsame V8 dreht gierig bis an 4.500er-Marke. Darüber können Benziner-Fans nur lachen. Sie finden im 350 einen motivierten Spießgesellen. Wenn beim Diesel das Licht ausgeht, bläst der V6 erst richtig zur Attacke. Spitzenleistung. 272 PS sind es bei 6.000/min.

Beim Tempobolzen auf der Autobahn kann sich der 350 damit zwar hauchdünn vom preislich fast identischen 320 CDI absetzen, an der Tankstelle folgt jedoch die Quittung in Gestalt von mindestens drei Liter Mehrverbrauch. Doch selbst wenn Geld keine Rolle spielt: Der CDI motorisiert einfach gelassener und ist sogar leiser als der Benziner. Bei diesen Stichworten murmelt der 500 heran, im ML noch als Dreiventiler mit 306 PS, während in anderen Modellreihen bereits ein 5,5-Liter-Vierventiler mit 388 PS arbeitet. Außer besserer Laufkultur kann der V8-Benziner seinem etwa gleich teuren Diesel-Pendant 420 CDI nichts entgegensetzen. Dessen 700 Newtonmeter geben sogar dem 510 PS starken 63 AMG zu knapsen, der vor allem mit Hochdrehzahlkompetenz und exorbitantem Durst auffällt.

Auch im Gelände meisterhaft

Auch wenn die meisten M-Klasse-Fahrer hartes Gelände nur vom Hörensagen kennen, schlägt sich der Allrad-Mercedes abseits befestigter Wege wacker. Vor allem wenn die optionale Luftfederung Airmatic (Aufpreis 1.867 Euro) an Bord ist. Wer sich häufiger im Gelände herumtreibt, der kommt um das Offroad-Paket zum Preis von 2.030 Euro kaum herum. Außerdem erhöht sich beim Offroad-Paket der Verstellbereich der Luftfederung um weitere 30 auf 291 Millimeter, während die Wattiefe nunmehr 600 Millimeter beträgt.

Die M-Klasse bietet auf der Straße ein beachtliches Komfortniveau – sofern man auf das Sportpaket verzichtet. Insgesamt bietet die M-Klasse einen gelungenen Kompromiss aus Handling und Komfort.

Klima- und Siebengang-Automatik, CD-Radio mit acht Lautsprechern, Multifunktionslenkrad, Tempomat, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer und Bergabfahr-Assistent – die Serienausstattung des Mercedes ML ist wahrhaft nicht asketisch. Von der Kostenseite empfiehlt es sich nicht, den ML mit allen verfügbaren Extras zu bewaffnen. Beim späteren Wiederverkauf wird das nicht belohnt. Die fünf bisher beliebtesten ML-Zusatzausstattungen (in dieser Reihenfolge) sind dagegen nicht nur sinnvoll, sie verringern auch den Wertverlust:
1. Die perfekt funktionierende Sitzheizung.
2. Die Parktronic.
3. Die universelle Vorrüstung für Mobiltelefone.
4. Die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht.
5. Das Comand-Navigationssystem. Das ganze Best-of-Paket summiert sich dann zu einem stolzen Aufpreis von 5.916 Euro.

Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch wegen des Fahrspaßes sind die drehmomentstarken Dieselvarianten den Benzinern vorzuziehen. Knapp 90 Prozent aller verkauften Mercedes ML sind Selbstzünder mit dem Dreiliter-Common-Rail-Motor.

Die auto motor und sport-Empfehlungen in Kurzform

Fahrwerk:
Die Luftfederung zeigt Talent auf der Straße und im Gelände, Sportpakete ruinieren den Komfort.

Ausstattung & Kosten:
Wer auf geringen Wertverlust achtet, bestellt einen schwarzen ML 320 CDI mit den fünf beliebtesten Extras.

Antrieb:
Drehmomentfreunde fahren Diesel: Der 280 CDI genügt, der 420 CDI begeistert. Und die Benziner? Eher für Fans.


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