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Kaufberatung Navigationssysteme

Handy, portable oder Festeinbau?

r090176h Foto: Motor Presse Stuttgart 11 Bilder

Das Angebot an Navigationsgeräten ist riesig. Es gibt sie als Handys, in der portablen Ausführung und zum Festeinbau ins Auto. Doch welchen Lotsen sollen Autofahrer nehmen? Schon günstige Systeme bieten heute eine gute Routenführung. Wir sagen, worauf es sonst noch ankommt.

29.04.2011 Henning Busse

Navigationssysteme für den Festeinbau

Für Navigationssysteme der Hersteller muss man nicht 2.000 Euro und mehr ausgeben. Mittlerweile findet ein Umdenken statt: Volkswagen etwa bietet mit dem RNS 310 und dem RNS 315 eine im Umfang reduzierte, aber durchaus als guter Routenführer überzeugende Lösung für 500 beziehungsweise 660 Euro an. Renault dagegen hat gemeinsam mit TomTom das Navi Carminat für fast den gleichen Preis entwickelt.

In der Regel werden die Lotsen mit Multimedia-Anlagen kombiniert, die eine komfortable und sichere Bedienung am Lenkrad oder in der Mittelkonsole versprechen. Zudem überzeugt die Integration ins Auto.

Einen etwas anderen Weg geht zum Beispiel Honda, wo mit Garmin ein portabler Lotse für die Fahrzeugmodelle mit Halterung und Bluetooth-Freisprecheinrichtung geschaffen wurde. Der Preis: zwischen 470 und 620 Euro. Mittlerweile gibt es sogar Anlagen in der Optik der fest eingebauten Werksgeräte zum Nachrüsten. Sie sind nicht nur besser ausgestattet und günstiger, sondern passen auch perfekt in die Cockpit-Schächte und sollen die Einbindung in die komplizierte Bordelektronik erleichtern. Die Firma Zenec bietet mit E>GO solch eine Lösung für verschiedene Marken an. Preis: um 1.000 Euro.

  • Vorteile: Integration ins Auto, präzise Routen-Führung, Bedienung, Ausstattung
  • Nachteile: oft zu teuer, Technik schnell veraltet

Portable Navigationssysteme

Das Angebot an Geräten und Ausstattungen ist so unübersichtlich, dass man vor dem Kauf wissen sollte, was man will. Denn wer auf Gimmicks wie Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung, MP3-Player, DVB-T-Anschluss, Bildbetrachter oder Reiseführer verzichten kann, spart viel Geld.

Auch umfangreiches Kartenmaterial treibt den Preis nach oben. Wer nicht alle Länder auf diesem Kontinent bereist, kann hier getrost Abstriche machen. Mittlerweile bieten schon die Einsteiger-Geräte eine umfangreiche Ausstattung. Navigon zum Beispiel hat mit dem 20 Easy bereits für 99 Euro einen Lotsen im Programm, der die Routenführung in Zentraleuropa ermöglicht, mit TMC die automatische Stauumfahrung beherrscht und eine intelligente Software bereitstellt, die abhängig von Tag und Uhrzeit die beste Route berechnen kann.

Genau 40 Euro teurer ist der Start XL Central Europe Traffic von TomTom. Er verfügt über eine vergleichbare Ausstattung, besitzt aber ein größeres Display. Wer nur wenig Geld für einen guten Routenführer ausgeben will, kommt um die portablen Navigationssysteme nicht herum.

  • Vorteile: Preis, Navigationsausstattung, Update-Funktion, Mobilität, Routenführung
  • Nachteile: Zielführung bei fehlendem GPS-Kontakt

Handy-Navigation

Seit die Smartphones mit den GPS-Empfängern boomen, ist auch das Angebot an Routensoftware gewachsen. Besonders für das Apple iPhone und die Telefone mit dem Android-Betriebssystem ist die Auswahl groß. Sie bieten alles, was ein guter Lotse braucht: automatische Stauumfahrung und umfangreiches Kartenmaterial. Selbst die fummelige Bedienung sowie die zu kleine Darstellung sind Geschichte.

Das iPhone zum Beispiel verfügt über einen 3,5 Zoll großen Touchscreen, das HTC Desire HD sogar über ein 4,3-Zoll-Display. Damit bewegt man sich im Bereich der portablen Lotsen. Obendrein wird die Software in vielen Fällen kostenlos angeboten. Oft handelt es sich hierbei aber um die Offboard-Navigation: Die Karte ist nicht auf dem Handy, sondern die Daten für eine Zielführung werden von einem Server übermittelt – somit fallen noch Verbindungskosten an. Deshalb ist eine Datenflat zu empfehlen. Diese liegt je nach Anbieter und Umfang zwischen 20 und 50 Euro pro Monat. Hinzu kommen noch die Handys, die abhängig vom Vertrag eine Zuzahlung von über 200 Euro erfordern können. Das alles macht die Handynavigation teuer; ein guter portabler Lotse ist günstiger zu haben.

  • Vorteile: Mobilität, teils kostenlose Angebote
  • Nachteile: Offboard-Navigation, oft Datenflat nötig, Stromversorgung

Wichtige Ausstattungen

  1. 3-D-Ansicht: Routenverlauf wird aus der Vogelperspektive gezeigt.
  2. DACH: Länderkürzel für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bezeichnet das vorinstallierte Kartenmaterial.
  3. Europa-Karte: Die Karte muss nicht ganz Europa abdecken, manchmal sind es auch nur 20 Länder.
  4. Fahrspurassistent: Auf mehrspurigen Straßen zeigt das Gerät die Spuren an, die das Auto nehmen muss.
  5. FreshMaps/Karten-Dienst/Map Update: Mit diesem meist nicht kostenlosen Service können Kunden beispielsweise für zwei Jahre ihre Karten auffrischen.
  6. HD-Traffic: Der TomTom-Dienst liefert Verkehrsinfo in Echtzeit - sehr präzise.
  7. MyRoutes/BestTracks/IQ-Routes: Der Fahrer bekommt mehrere Streckenvorschläge. Oft berücksichtigt die Routenplanung auch Wochentag und Uhrzeit.
  8. Text-to-Speech: Straßennamen oder Stauinformationen werden vorgelesen.
  9. TMC/TMC pro: Verkehrsinfos, die über UKW-RDS ausgestrahlt werden. Bei neueren Systemen ist die automatische Stauumfahrung möglich. TMC pro ist eine noch genauere Weiterentwicklung.
  10. POI: Points of Interest. Fast alle portablen Systeme verfügen über eine Liste mit interessanten Zielen und Wegpunkten.
  11. Reality View: Straßen, Kreuzungen oder Ausfahrten werden realistisch dargestellt.
  12. Sprachsteuerung: Die Eingabe der Route erfolgt über die Sprache.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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