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Kaufberatung Skoda Yeti Facelift

Kompakt-SUV mit zwei Gesichtern

Skoda Yeti, Modellvarianten, Frontansicht Foto: Skoda 43 Bilder

Nach dem dezenten Facelift mit der gestrafften Frontpartie gibt es den Skoda Yeti ab Dezember in zwei Karosserievarianten. Die zivilisierte Version soll vor allem dazu dienen, den rustikalen Bruder optisch stärker hervorzuheben.

23.11.2013 Markus Stier Powered by

Das ist eine Taktik für Schachspieler: Mache einen Zug, lass den Gegner glauben, er wüsste, was du vorhast, und überrasche ihn dann mit etwas völlig Unvorhergesehenem. So in etwa lässt sich Skodas neue Verkaufsstrategie für den Skoda Yeti erklären. Der beliebte Kompakt-SUV mit dem markanten Namen und dem ausgefallenen Design präsentiert sich nach dem Facelift plötzlich in zwei Versionen, von denen eine sich deutlich vom Offroad-Look distanziert.

Rundum strahlend weiß steht er da, die sonst schwarz gehaltenen Stoßfänger glänzen in Wagenfarbe, gleiches gilt für die Zierleisten der Flanken. Die Applikationen passen eher zu einer Sportlimousine als zu einer Allzweckwaffe mit Geländequalitäten. Dazu passend auch der neue Chic im Interieur. Der fröhlich-grüne Skoda-Pfeil im Dreispeichenlenkrad wich einer Variante mit Chrom. Auch das Lenkrad selbst glänzt und blinkt, Zündschlösser sind Geschichte. Der Skoda Yeti startet nun auf Knopfdruck.

Skoda Yeti
Der neue Skoda Yeti auf der IAA 2013 55 Sek.

Skoda Yeti wird luxuriöser

Es gibt für den Skoda Yeti eine neue Ausstattungsvariante namens L&K, benannt nach den Skoda-Vätern Václav Laurin und Václav Klement. Außer dem Gestühl in schwarzem Leder mit elektrischer Fahrersitzverstellung und Memory-Funktion sind auch neue Kunststoffblenden am Armaturenträger vorgesehen, die einen Hauch von Wurzelholz-Anmutung oder auch Klavierlack tragen. Die Dachreling ist eloxiert.

Ist der Schneemensch jetzt ein Operngänger? Erstmals bei Skoda gibt es für alle Skoda Yeti gegen Aufpreis auch eine Rückfahrkamera sowie einen Einparkassistenten, der nicht nur parallel liegende Parkmöglichkeiten selbsttätig ansteuert, sondern auch rechtwinklige Parkbuchten. Ebenfalls neu ist Bi-Xenon-Licht, mit dem die Luxus-Version L&K serienmäßig die Nacht erhellt.

Die Vermutung, man wolle mit der zivileren Skoda Yeti-Variante des Publikumslieblings nun vermehrt Stadtmenschen und BMW- oder Audi-Kundschaft abgreifen, ist trotzdem falsch. Das neue Design, das laut Skoda die "urbanen Qualitäten" hervorheben soll, ist vor allem ein Ablenkungsmanöver. In Wahrheit geht es darum, die Outdoor-Version des Skoda Yeti stärker hervorzuheben.

Innere Werte bleiben erhalten

Es gibt keine spezielle Gelände-Ausstattung, keinen echten Unterfahrschutz, keine Getriebeuntersetzung oder Sperren für den bekannten Allradantrieb mit automatisch zuschaltender Haldexkupplung. Es gibt nicht einmal eine höher gelegte Variante für grobes Terrain. Der Outdoor ist erkennbar an genau den Elementen, die auch der Ur-Skoda Yeti zur Schau trägt, nämlich der angetäuschte Unterbodenschutz in silbergrauem Kunststoff. Der ragt vorn nun noch höher als zuvor bis an den Kühlergrill heran und ist wie am Heck etwas wuchtiger gestaltet.

In jedem Fall hat sich der Skoda Yeti der neuen Designsprache von Skoda zu unterwerfen. Ecken und Kanten lautet das Kredo von Chefgestalter Jozef Kaban. So sind viele Rundungen, die dem Ur-Skoda Yeti die Niedlichkeit eines Knuddeltiers verliehen, verschwunden. Die Züge sind schärfer geworden, aber nicht markanter. Denn die eckigen statt bisher runden Nebelscheinwerfer machen die Frontpartie verwechselbarer. Obwohl tatsächlich nur die Front- und Heckpartie verändert wurde, wirkt der neue Skoda Yeti breiter als sein Vorgänger.

Bei allen Äußerlichkeiten bleiben die inneren Werte die gleichen – der geräumige Innenraum mit dem angenehm leichten Einstieg und der leicht erhöhten Sitzposition ebenso wie die Variabilität mit drei einzeln verschiebbaren Rücksitzen mit geteilt umklappbaren Lehnen. Der ebene Gepäckraumboden mit dem darunter liegenden Extra-Kofferraum für Wanderschuhe oder anderes Transportgut blieb ebenfalls unangetastet. Neu sind kleine Details wie eine LED-Taschenlampe, die im Dunkeln die Tiefen des bis zu 1.760 Liter fassenden Kofferraums erleuchtet, oder die Kofferraum-Wendematte mit abwaschbarer Oberfläche.

Offroad-Look kostet Aufpreis

Erhalten bleibt auch das Fahrwerk mit McPherson-Aufhängungen vorn und der Mehrlenkerhinterachse mit Stabilisator, die dem Yeti das bauarttypische Wanken austreibt und ihn zusammen mit der präzisen Lenkung zu einem echten Landstraßenflitzer macht. Der Zweiliter-TDI bereitet mit dem Punch von 170 PS und dem bärigen Drehmoment von 350 Newtonmetern zusätzlichen Spaß, aber auch der 1.4 TSI mit seinen 122 PS schiebt schon ordentlich an. An der Motorenpalette von jeweils vier Benzinern und vier Dieselaggregaten hat sich nichts geändert. Nur der 1,6-Liter-TDI mit 105 PS, der bislang nur in der verbrauchsoptimierten Greenline-Ausführung zu haben war, kann jetzt auch mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden – und zwar in allen Ausstattungslinien außer L&K. Preis: ab 25.900 Euro. Alle Motoren stehen im Übrigen für beide Karosserieversionen zur Verfügung.

Für den reinen Show-Auftritt des Outdoor muss der Kunde extra zahlen. Während der Einstiegspreis mit dem 1.2 TSI-Motor und 105 PS mit 18.990 Euro ohenhin schon 340 Euro über dem des Vorgängers liegt, sind für den rustikaleren Bruder noch einmal 200 Euro mehr fällig.

Doch ungeachtet des höheren Preises erwartet Skoda genau für diese Modellversion einen steigenden Absatz. Der deutsche Importeur hat das Flottengeschäft im Blick. Die anvisierte Kundschaft findet sich weniger auf den Parkplätzen vor der Kindertagesstätte oder der Werbeagentur, sondern beim deutschen Jagdverband oder dem bayerischen Roten Kreuz.

So kommen Sie günstig an den Skoda Yeti

Wieviel kann man sparen, wenn man statt des neuen Jahrgangs ein Auslaufmodell in Betracht zieht?

Viele Interessenten, die mit Spannung auf das Faceliftmodell gewartet haben, werden sich die Frage stellen, ob es sich nicht lohnt, noch in diesem Jahr ein rabattiertes Lagerfahrzeug zu kaufen, anstatt auf die Auslieferung des Neuen zu warten. Eine stichprobenartige Recherche (Stand: 29.10.) bei verschiedenen Online-Börsen ergab folgendes Bild: Während einzelne vorrätige Yeti-Modelle zum Beispiel bei mobile.de zu Preisen ab 13.700 Euro angeboten werden (1.2 TSI), was einem Rabatt von knapp 27 Prozent entspricht, listet netcar.de für das schon bestellbare Faceliftmodell ein Rabattniveau von 22 bis 24 Prozent. Eine Differenz, die aus Sicht der Redaktion kaum für ein Lagerfahrzeug spricht. Wichtig bei allen Schnäppchen: Achten Sie bei EU-Fahrzeugen genau auf den Ausstattungsumfang. Dieser kann auch bei gleichlautenden Bezeichnungen der Ausstattungslinien vom Serienstand für den deutschen Markt abweichen.

Zulassungen des Skoda Yeti in Deutschland

Nach dem Verkaufsstart im Sommer 2009 konnte der Yeti in Deutschland bis einschließlich 2012 kontinuierlich zulegen und seinen Anteil an den Skoda-Verkäufen hierzulande auf mehr als 15 Prozent ausbauen (Platz 3 hinter Octavia und Fabia). Für 2013 ist auf Basis der Verkaufszahlen der ersten drei Quartale mit einem Ergebnis auf dem Niveau von 2012 zu rechnen – das Facelift kommt also genau zur rechten Zeit.

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