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Kaufberatung Suzuki SX4

Allrounder ohne Schnickschnack

Suzuki SX 4, Gruppenbild 2 Foto: Dino Eisele 26 Bilder

Beim Suzuki SX4 hat der Käufer die Qual der Wahl: Schrägheck oder Limousine, Diesel oder Benziner, Front- oder Allradantrieb. Mit dem SX4 hat Suzuki ein Modell im Angebot, das unterschiedlichste Bedürfnisse abdeckt. Die Kaufberatung verrät, welche Variante für wen am besten passt.

04.05.2011 Dirk Gulde

Den Suzuki SX4 einer bestimmten Klasse zuzuordnen fällt nicht leicht: Mit 4,12 Meter Außenlänge bewegt er sich zwischen Klein- und Kompaktwagen, während seine Kunststoffbeplankung auf robusten Offroader macht. Im Gegensatz zu den ähnlich gestrickten Cross-Modellen von VW ist der Suzuki SX4 jedoch tatsächlich auch mit Allradantrieb zu haben.

Zudem bietet sein Interieur ausreichend Platz für Reisen zu viert, auf der Rückbank fühlen sich selbst Erwachsene nicht eingeengt. Hinzu kommen ordentliche Übersichtlichkeit, geringe Bedienkräfte und problemlose Handhabung. Das Kofferraumvolumen liegt mit 270 Litern jedoch auf Kleinwagenniveau. Wer häufig mehr einladen möchte, kann immerhin zur Stufenhecklimousine greifen, die kurioserweise günstiger angeboten wird als das vergleichbar ausgestattete Steilheck-Modell.

Top-Motorisierung im Suzuki SX4 mit 135 Diesel-PS

Die Motorenauswahl fällt hingegen bescheidener aus: Neben einem 1,6-Liter-Benziner mit 120 PS lässt sich der Suzuki SX4 alternativ nur noch mit einem 135 PS starken Zweiliter-Diesel ordern. Durch den hohen Aufpreis von 2.000 Euro macht sich das Common-Rail-Triebwerk zwar erst ab rund 29.000 Kilometer pro Jahr bezahlt, begeistert aber durch seinen wuchtigen Antritt. Kein Wunder, mobilisiert es doch sein maximales Drehmoment von 320 Nm bereits bei 1.500/min.

Schaltmuffeln steht für den 1,6-Liter-Benziner zudem ein Automatikgetriebe (1.300 Euro Aufpreis) zur Verfügung. Im Vergleich zu den aktuellen Sechs- und Siebengang-Doppelkupplungsgetrieben der Konkurrenz wirkt die lethargisch schaltende Vierstufen-Wandlerautomatik jedoch antiquiert.

Mehr Traktion durch Allradantrieb

Passend zum markanten Offroad-Kleid sind beide Motorvarianten des Suzuki SX4 mit Allradantrieb kombinierbar. Beim 1.500 Euro teureren 4x4 kümmert sich eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung um die Kraftverteilung. Der Fahrer hat dabei drei Optionen, die über einen Schalter in der Mittelkonsole aktiviert werden: In Automatik-Stellung schaltet sich bei durchdrehenden Vorderrädern die Hinterachse ins Traktionsgeschehen ein. Darüber hinaus können Front und Allradantrieb auch fest arretiert werden.

Karosserien und Preise des Suzuki SX4

Wem der Suzuki SX4 mit Kunststoff-Beplankung, angedeutetem Unterboden-Schutz und Dachreling zu rustikal erscheint, bekommt den Viertürer auch in einer konventionellen Variante. Die Streetline genannte Version ist allerdings nur als Benziner mit Frontantrieb und Handschaltung lieferbar. Dafür kostet sie bei etwas schlechterer Ausstattung (Außenspiegel und Vordersitze nicht beheizbar) 700 Euro weniger als der vergleichbare Suzuki SX4 im Offroad-Kleid.

Das klassische Stufenheck-Modell ist ebenfalls ausschließlich als 1.6 VVT mit Frontantrieb zu haben. Mit 515 Litern schluckt die Limousine fast doppelt so viel Gepäck wie ihre Schrägheck-Brüder, zudem lässt sich ihr Kofferraum durch Umklappen der Rückbank vergrößern. Bei identischem Radstand fällt der Innenraum hingegen nicht großzügiger aus.

Vorbildliche Sicherheitsausstattung ohne Aufpreis

Das Angebot an Ausstattungslinien präsentiert sich äußerst übersichtlich: Schon die Basisvariante "Club" hat mit Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern vorn, Sitzheizung, CD-Radio und Zentralverriegelung samt Funkfernbedienung bereits alles Wesentliche an Bord. Die 1.300 Euro Aufpreis für die Comfort-Ausstattung lassen sich daher sparen. Mit einer Klimaautomatik und Fensterhebern hinten umfasst sie zwar ein paar praktische Details, doch Alufelgen, Lederlenkrad oder abgedunkelte Scheiben hinten dienen in erster Linie der Optik.

Die Sicherheitsausstattung ist hingegen keine Frage des Geldbeutels: So verfügen alle Suzuki SX4 über ESP, Seitenairbags, zusätzliche Vorhang-Airbags vorn und hinten sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen. Als einzige Option ab Werk bleibt daher die Lackierung. Wer seinen Suzuki nicht in Rot haben möchte, bekommt für 400 Euro Aufpreis Metallic-Töne.

Suzuki SX4 als Diesel rechnet sich nur für Vielfahrer

Trotz des deutlich niedrigeren Spritkonsums amortisiert sich der Diesel erst bei einer Jahreslaufleistung von rund 29.000 Kilometern - bei den frontgetriebenen Suzuki SX4 wie beim 4x4. Außer im Anschaffungspreis liegt der Diesel auch bei der Kaskoeinstufung über dem 1,6-Liter-Benziner. Absolut gesehen fallen die Versicherungsbeiträge jedoch niedrig aus. Vor allem mit seiner Haftpflichtklasse 14 befindet er sich im untersten Bereich.

Sowohl Diesel als auch Benziner verlangen allerdings alle 15.000 Kilometer nach frischem Öl. Mit seinen drei Jahren Garantie kann sich der Suzuki SX4 sehen lassen - vor allem im Vergleich zu den meisten deutschen Herstellern, die sich nur zu zwei Jahren Schutz vor unangenehmen finanziellen Überraschungen durchringen können.

Das Basismodell Streetline bietet als "Club" bereits eine großzügige Serienausstattung, die auf Zierrat verzichtet, jedoch die wichtigsten Komfort- und Sicherheitsoptionen enthält. Der 1,6-Liter-Benziner ist zudem alles andere als eine typische Einstiegsmotorisierung. Bei höheren Drehzahlen verhilft er dem Viertürer schon fast zu sportlichem Temperament. Für 15.900 Euro bekommen Suzuki-SX4-Käufer mit dem 1.6 VVT Streetline daher viel Auto für vergleichsweise wenig Geld. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten dürfte sich der sparsame Diesel für die meisten Fahrer nicht lohnen. Dank dem enormen Drehmoment sorgt er jedoch ab dem ersten Kilometer für eine Extraportion Fahrspaß.

In Kombination mit dem Allradantrieb durchbricht der Suzuki SX4 2.0 DDiS zwar die 20.000-Euro-Marke, überzeugt dafür aber mit souveränem Durchzug sowie sicherer Traktion im Winter und abseits befestiger Straßen. Keine Empfehlung hat sich die träge Viergang-Wandlerautomatik verdient.

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