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KBA 07

Verkehrssünder auf Rekordniveau

Foto: dpa

Mit 8,6 Millionen Punktesündern am 1.1.2008 wird ein neuer Höchststand vermeldet. Gegenüber dem Vorjahr sind damit 2,7 Prozent mehr Personen im Verkehrszentralregister (VZR) registriert. Mit 5,39 Millionen (Vorjahr: 5,26) registerpflichtigen Einträgen ist auch hier ein Zuwachs von 2,5 Prozent zu verzeichnen.

18.04.2008 Kai Klauder

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 79,1 Prozent der im VZR eingetragenen Personen sind männlich. Bei dem häufigsten Grund für Eintragungen sind sich die Geschlechter allerdings gleich - Geschwindigkeitsübertretungen machen jeweils mehr als die Hälfte der registrierten Verkehrssünden aus (rund 57 Prozent insgesamt). Danach folgen Alkohol (13,1 Prozent insgesamt) und Vorfahrtsmissachtungen (11,7 Prozent insgesamt).

Während bei den Alkoholdelikten die Männer deutlich vorne liegen (15 Prozent der Delikte gegenüber 5,9 Prozent bei Frauen), führen die Frauen mit 16,6 Prozent (gegenüber 10,4 Prozent) die unrühmliche Statistik bei den Vorfahrtsvergehen an.

74,4 Prozent (4,9 Millionen ) haben einen Punktestand von einem bis sieben Punkten, 5,5 Prozent (473.000) sammelten schon mehr als sieben Punkte und für 0,8 Prozent (71.000) Verkehrssünder wird die Luft langsam dünn - sie haben bereits mehr als 14 Punkte erreicht.

Mehr Handy-Verstöße - weniger Alkoholdelikte

Mit 392.000 Verstößen gegen das Handy-Verbot stieg die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 54.000. Das bringt dem Staat rund 15,7 Millionen Euro ein.

Ein Rückgang um 1,2 Prozent konnte bei Alkohol- und Drogendelikten verzeichnet werden. Insgesamt 222.600 Delikte wurden eingetragen. Die Zahl der Alkoholdelikte ging um 1,5 Prozent zurück, während die Zahl der Drogenverstöße um 0,7 Prozent zunahm. 12,4 Prozent aller Drogenverstöße wurden mit dem Konsum von beispielsweise Cannabis, Heroin, Amphetaminen oder Medikamenten registriert.

Bußgelder am häufigsten

Rund 80 Prozent der im Verkehrszentralregister eingehenden Mitteilungen sind Bußgeldentscheidungen. Die restlichen Meldungen teilen sich auf in gerichtliche Entscheidungen zu Straftaten (fünf Prozent) und Fahrerlaubnisentscheidungen (15 Prozent).

13 Millionen Auskünfte erteilt

Insgesamt erteilte das Verkehrszentralregister in 2007 13 Millionen Auskünfte. 416.000 Privatpersonen wollten wissen, ob und wie viele Punkte oder Eintragungen über sie in Flensburg geführt werden - eine Steigerung von 25,3 Prozent im Vorjahresvergleich. 353.000 Auskünfte wurden an Verwaltungsbehörden weitergegeben (plus 5,4 Prozent). Das größte Interesse hatten die Verwaltungsbehörden und Gerichte - sie erhielten 12,1 Millionen Auskünfte (plus 2,5 Prozent) für die Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten sowie für eine Fahrerlaubnis-Erteilung.

25.100 Autofahrer bauen Punkte ab

Die Möglichkeit, Punkte in Flensburg durch die Teilnahme an Seminaren abzubauen, nahmen 25.100 Autofahrer wahr - ein Plus von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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