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Keine Staatshilfe für GM/Chrysler

Foto: ams online

Die verlustreichen US-Autobauer General Motors (GM) und Chrysler können bei einer Fusion laut einem Medienbericht vorerst nicht mit den erhofften Staatshilfen rechnen.

31.10.2008

Das US-Finanzministerium habe die Gespräche darüber beendet, berichtete die Zeitung "Detroit Free Press" am Freitag (31.10.) unter Berufung auf einen Regierungsvertreter.

Der öffentliche Druck auf Washington wird aber immer größer. In einem gemeinsamen Appell forderten die Gouverneure von sechs US-Bundesstaaten die Regierung und die Notenbank zu sofortigem Handeln auf. Wie beim Rettungspaket für den Finanzsektor müsse auch die Automobilbranche dringend mit frischem Geld gestützt werden.

GM und Chrysler verhandeln derzeit über einen Zusammenschluss, benötigen zur Finanzierung einer Fusion jedoch Berichten zufolge mindestens zehn Milliarden Dollar (7,8 Mrd Euro). Gemeinsam wären sie der weltgrößte Hersteller gemessen am Absatz. Beide kämpfen mit Milliardenverlusten. Die Opel-Mutter GM muss laufend Insolvenzgerüchte zurückweisen.

Die steile Talfahrt auf dem US-Automarkt nimmt unterdessen immer dramatischere Ausmaße an. Im Oktober fielen die Verkäufe ersten Expertenschätzungen zufolge um rund 30 Prozent oder noch mehr. Bei GM und Chrysler könnte der Absatz sogar um rund 40 Prozent eingebrochen sein, bei Ford um etwa 35 Prozent. Die genauen Zahlen für Oktober werden an diesem Montag veröffentlicht.

Von der Autoindustrie hingen in den USA über die Branche hinaus insgesamt rund 4,5 Millionen Jobs ab, schrieben die sechs Gouverneure in einem Brief an Finanzminister Henry Paulson und Notenbank-Chef Ben Bernanke. An der konzertierten Aktion beteiligten sich neben Michigan mit der Auto-Stadt Detroit die Staaten Delaware, Kentucky, New York, Ohio und South Dakota. In Detroit haben alle drei großen US-Autobauer ihre Zentrale.

Bei einem Zusammenschluss von GM und Chrysler würden Experten zufolge durch Einsparungen ebenfalls bis zu rund 40.000 Stellen wegfallen. Weitere etwa 50.000 Jobs wären demnach bei Zulieferern bedroht.

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