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Keine Trendwende auf deutschem Automarkt in Sicht

Foto: Volkswagen

Auf dem deutschen Automarkt ist auch 2005 keine Trendwende in Sicht. Der Autoabsatz werde voraussichtlich leicht über dem Niveau dieses Jahres liegen, prognostizierte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag (10.12.) in Frankfurt.

10.12.2004

"Ein Durchstarten des Automobilgeschäfts im Inland ist wenig wahrscheinlich", sagte Verbandspräsident Bernd Gottschalk. In diesem Jahr werde der Markt nach vier Jahren Rückgang mit rund 3,2 Millionen Neuzulassungen nur stagnieren. Die Erwartungen seien höher gewesen. Zum Jahresanfang hatte der VDA noch ein Plus von drei Prozent für 2004 vorhergesagt und im Sommer seine Prognose gesenkt. Für das bisherige Jahr ergibt sich ein Absatzvolumen von 2,98 Millionen Wagen, 0,7 Prozent weniger als in den ersten elf Monaten des Vorjahres.

Das Verschleudern muss ein Ende haben

Anlass zu verhaltenem Optimismus gäben die Auftragseingänge bei den deutschen Autobauern, die seit sechs Monaten stiegen. "Und wir haben ein As im Ärmel, das sind die neuen Modelle." Aber auch 2005 würden die Konsumzurückhaltung der Verbraucher, der Reformstau sowie hohe Rabatte der Autoindustrie das Leben schwer machen."Das Verschleudern, Preisnivellierung und 'Unter Wert verkaufen' sollte bald ein Ende haben", forderte Gottschalk. Diese Faktoren sowie der starke Euro und die hohen Stahlpreise hätten bereits im laufenden Jahr die deutsche Autoindustrie belastet. "Es war kein Jahr des Zuckerschleckens für die Automobilindustrie. Uns ist nichts geschenkt worden."

Deutsche Autos seien aber weiterhin Exportschlager. "Die deutschen Neuprodukte kommen im Markt gut an." Bis November exportierten die heimischen Hersteller 3,4 Millionen Autos, das war ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum. Sieben von zehn Wagen würden inzwischen exportiert. Auch in den Aufträgen schlägt sich die gute Nachfrage nieder: Der Auftragseingang aus dem In- und Ausland lag von Januar bis November um drei Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Gesamtjahr würden die Hersteller in Deutschland erneut rund 5,2 Millionen Wagen produzieren.

Deutsche Autoindustrie ist nicht in der Krise

"Das ist fürwahr kein schlechtes Resultat für die Beschäftigung in Deutschland", sagte der VDA-Präsident. Die Zahl der Mitarbeiter in der Autoindustrie werde 2005 stabil auf dem derzeitigen Niveau von 776.000 bleiben - rechne man den Effekt von Opel, wo rund 10.000 Stellen abgebaut werden sollen, heraus.

Gottschalk sieht die deutsche Autoindustrie trotz der Probleme bei Opel oder VW nicht grundlegend in der Krise. Bis September seien 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, die Autokonzerne hätten zwölf Milliarden Euro in Deutschland investiert. Der VDA-Chef forderte aber längere Arbeitszeiten und den Abbau übertariflicher Leistungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

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