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Kerkorian

Knapp 10 % an GM sind genug

Foto: dpa

Der US-Milliardär Kirk Kerkorian will seinen Anteil am weltgrößten Autobauer General Motors (GM) nach der jüngsten Erhöhung nicht nennenswert weiter aufstocken.

22.09.2005

In einer Eingabe seiner Finanzholding Tracinda an die US-Börsenaufsicht SEC ließ Kerkorian am Mittwoch (21.9.) mitteilen, es sei eine Beteiligung von maximal 9,9 Prozent am größten Autobauer der Welt geplant.

Die Holding hatte im Juni ihren Anteil zunächst von 3,9 auf 7,2 Prozent aufgestockt und dann nach dem Hurrikan «Katrina» noch einmal auf 9,53 Prozent erhöht. Bei der Beteiligung handele es sich um eine reine Finanzinvestition, hieß es in der Mitteilung. Tracinda habe derzeit keinerlei Pläne, Einfluss und Kontrolle über GM zu gewinnen. Allerdings erwäge die Holding Gespräche mit General Motors über einen Sitz im Verwaltungsrat des Autobauers.

General Motors steckte in der tiefsten Krise seiner Geschichte, als Kerkorian sich in diesem Jahr entschied, das Engagement auszuweiten. Sogar Insolvenzgerüchte machten damals die Runde. Im ersten Halbjahr hatte der Konzern vor allem wegen der schlechten Geschäfte in der Autosparte, aber auch wegen der Unsummen verschlingenden Pensions- und Gesundheitskosten für die eigenen Mitarbeiter einen Verlust von über 1,1 Milliarden Dollar eingefahren.

Kerkorian, der mit seiner Investmentgesellschaft Tracinda einst größter Aktionär von Chrysler war, hatte zwei Jahre nach der Fusion von Daimler-Benz und Chrysler auf Schadenersatz in Milliardenhöhe geklagt. Er beschuldigte das Stuttgarter Unternehmen, den Zusammenschluss mit Chrysler 1998 von Anfang an als Übernahme und nicht als Fusion unter Gleichen geplant zu haben. Deshalb hätte ihm ein höherer Aufschlag auf den Aktienpreis zugestanden. Ein US-Gericht hatte diese Klage im April 2005 zurückgewiesen, weil der Kläger keine Betrug habe nachweisen können.

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