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Kfz-Versicherung

Die günstigsten Angebote der Autoversicherer

Versicherungs-Vergleich Foto: Jeske 12 Bilder

Das Versicherungsjahr geht zu Ende, jetzt können Sie wechseln. Doch anders als in den Jahren zuvor treten die Assekuranzen bei der Rabattschlacht nun auf die Bremse. Wer hat noch günstige Angebote?

19.11.2010 Henning Busse

Es hatte sich bereits Mitte des Jahres angekündigt, als die Versicherungswirtschaft die Tarife für Käufer eines neuen Autos um bis zu 115 Prozent anhob. Nun sind auch die Versicherungswechsler betroffen, die in der Regel zum berühmten Stichtag 30. November ohne Angaben von Gründen die Kfz-Police kündigen können. Jahrelang lieferten sich die Gesellschaften im Kampf um diese Kunden eine gnadenlose Preisschlacht. Wie eine für auto motor und sport erstellte Check24-Auswertung jetzt zeigt, drehten die Assekuranzen an dieser Stelle zuletzt die Tarifschraube kräftig an.

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Kaufberatung Tarifvergleich Die günstigsten Angebote der Autoversicherer
auto motor und sport 23/2010
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Preiskampf der Versicherungen wird nur noch abgeschwächt stattfinden

Zwar ist die Rabattschlacht nicht ganz vorüber, jedoch wird der Preiskampf nur noch abgeschwächt stattfinden. Im Herbst 2009 beispielsweise fiel das Beitragsniveau bedeutend niedriger aus. Allein im September 2010 bewegte sich die durchschnittliche Haftpflichtprämie rund 15 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Fahrzeugbesitzer müssen daher für günstige Angebote stärker vergleichen. Wer dabei ein paar Tipps beachtet, sollte aber keine Schwierigkeiten haben. Vor allem auf die so genannten weichen Tarifmerkmale, die nichts anderes als Rabatte sind, kommt es an. Standards sind bereits Nachlässe für Besitzer von Wohnungen, Häusern und Garagen, Bahncard-Inhaber oder Absolventen eines Fahrsicherheitstrainings.

Obendrein spielen Fahrleistung, Alter des Autos und des Halters sowie ein eingeschränkter Nutzerkreis eine Rolle. Im Klartext: Neuwagenkäufer zwischen 25 und 70 Jahren, ledig, mit weniger als 10.000 Kilometern pro Jahr, erhalten gute Nachlässe. Um Kunden vom Wechsel zu billigeren Anbietern abzuhalten, räumen einige Firmen auch individuelle Rabatte ein. Die Nachlässe werden auf den Fahrer zugeschnitten und können bis zu 15 Prozent ausmachen.

Versicherungswechsler sollten die Leistungsumfänge der Policen studieren

Inzwischen bieten die Assekuranzen Zweit- und Dritt-Tarife an. Diese Verträge sind günstig, aber oft nicht gut ausgestattet. Zum Beispiel bieten sie eine geringere Deckungssumme in der Haftpflicht (50 statt 100 Millionen Euro). Der Ausschluss der groben Fahrlässigkeit fällt ebenfalls dem Rotstift zum Opfer. Übersieht man etwa eine rote Ampel und kommt es zum Unfall, ist der Schaden selbst zu zahlen. Auch bei den versicherten Teilen gibt es Abstriche. Die neuen Alufelgen beispielsweise können darunterfallen.

Als tückisch erweist sich ebenfalls der Passus Werkstattbindung. Er schreibt nach einem Crash die Reparatur im Partnerbetrieb der Versicherung vor. Zwar spart der Kunde mit dieser Police Geld, zugleich riskiert er aber unter Umständen die Fahrzeuggarantie. Solche Policen lohnen sich für Autos, bei denen keine Schutzzusage mehr existiert. Noch schlimmer sieht es bei der Neuwertentschädigung aus. Wird der Wagen gestohlen oder erleidet beim Unfall einen Totalschaden, bekommt der Kunde gelegentlich nur in den ersten sechs Monaten den Neupreis erstattet.

Rabattretter und Rabattschutz entfallen

Zu den Streichkandidaten gehört auch der Rabattretter. Passiert ein Crash, wird der Kunde zwar in eine ungünstigere Klasse zurückgestuft, der Beitragssatz erhöht sich aber nicht. Dieser sinnvolle Schutz tritt je nach Gesellschaft zwischen SF 20 und 25 in Kraft. Diese Leistung fehlt genauso wie der vergleichbare Rabattschutz. Er ist ab SF 4 gültig. Nach einem Unfall gibt es keine Rückstufung, der Vertrag wird weiterhin als schadenfrei betrachtet. Einziges Manko: Man bindet sich an den Versicherer. Wechselt der Autofahrer nach einem Crash die Assekuranz, wird er wegen der Unfälle beim neuen Versicherer hochgestuft. Meist gibt es diese Leistung optional, in den Billigpolicen ist selbst das selten der Fall.

Ersparnis von bis zu 20 Prozent ist möglich

Ebenfalls nicht immer erhältlich ist der Schutz vor Marderbissen. Ähnlich sieht es bei der Mallorca-Police aus, die bei Mietwagen im Ausland geringere Haftpflicht-Deckungen ausgleicht. Ganz zu schweigen von den Erstattungen nach Wildtierunfällen: Häufig ist nur der Crash mit Haarwild abgedeckt. Erst wenn der Schutz auf alle Tiere ausgeweitet wurde, ist man sicher.

Und was kann der Kunde mit den Billigpolicen sparen? Im Vergleich zu den gut ausgestatteten Verträgen sind bis zu 20 Prozent drin, manchmal auch mehr - das ist weniger Geld, allerdings auch für weniger Leistungen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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