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Kfz-Versicherung

Rabatte sinken, Prämien steigen kräftig

Autokauf Foto: ams

Autofahrer, die bis zum 30. November ihre Kfz-Versicherung wechseln wollen, sollten beim Vergleich der Policen ganz genau hinschauen. Nach einer Auswertung des Verbraucherportals Check24 für das Magazin auto motor und sport lagen die Beiträge für Versicherungswechsler im September um durchschnittlich 15 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

20.10.2010 Henning Busse

Das zeigt: Der Preiskampf der Assekuranzen hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgeschwächt. Zwar gibt es immer noch erhebliche Preisunterschiede zwischen den günstigsten und teuersten Versicherern von mehreren hundert Euro. Doch Sparfüchse sollten nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf die Leistung der Versicherer.

Vorsicht vor eingeschränkten Leistungen

Mittlerweile bieten die Gesellschaften günstige Zweit- und Dritt-Tarife an. Doch Vorsicht: Bei diesen Billig-Policen können die Leistungen eingeschränkt sein, so dass der Versicherte im Schadensfall deutlich mehr selbst zuzahlen muss oder manche Schäden gar nicht mehr abgedeckt sind. Zum Beispiel schließen die Verträge häufig Schäden durch grobe Fahrlässigkeit aus. Übersieht man etwa eine rote Ampel und kommt es zum Unfall, ist der Schaden selbst zu zahlen.

Fahrzeugbesitzer müssen für günstige Angebote stärker vergleichen und ins Kleingedruckte schauen, so das Ergebnis des Tests. So gewähren viele Versicherte unübersichtliche Nachlässe für Besitzer von Wohnungen, Häusern und Garagen, für Bahncard-Inhaber oder Absolventen eines Fahrsicherheitstrainings. Zudem spielen Fahrleistung, Alter des Autos und des Halters sowie ein eingeschränkter Nutzerkreis eine Rolle. Das erschwert die Vergleichbarkeit von Tarifen erheblich. Um Kunden vom Wechsel zu billigeren Anbietern abzuhalten, räumen einige Firmen zudem individuelle Rabatte ein. Die Nachlässe werden auf den Fahrer zugeschnitten und können bis zu 15 Prozent ausmachen.

Wie groß die Prämienunterschiede sind, zeigt die Auswertung nach Profilen. Demnach zahlt beispielsweise eine Musterfamilie mit Vollkasko und 12.000 Kilometern Jahresleistung für ihren Opel Zafira im günstigsten Fall 362 Euro pro Jahr, im teuersten Fall dagegen 744 Euro. Junge Versicherte zahlen nach wie vor die höchsten Beiträge. Ein 21-jähriger Single, der seinen Kleinwagen am Straßenrand parkt und jährlich 12.000 Kilometer fährt, zahlt für die Kfz-Versicherung (SF-Klasse 3) zwischen 685 und 1.517 Euro.

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