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Kfz-Versicherung - Rabattschlacht offenbar zu Ende

Kfz-Versicherungen werden deutlich teurer

Saisonkennzeichen Foto: ams

Die Rabattschlacht unter Kfz-Versicherungen geht offenbar zu Ende. Eine Stichprobe unter günstigen Assekuranzen durch den Marktbeobachter Check24.de für auto motor und sport kommt zum Ergebnis, dass die Policen bei gängigen Modellen wie dem Opel Corsa und VW Golf zwischen 50 und mehr als 100 Prozent gestiegen sind.

02.06.2010

Von 2005 bis 2009 waren die Policen für die Kfz-Haftpflicht im Schnitt um fast ein Viertel gesunken. Die Rabattschlacht sorgte sogar dafür, dass die Kfz-Versicherer 2009 einen Verlust von 700 Millionen Euro erwirtschafteten.

Teilweise kommt es zur Verdoppelung der Tarife

In dem Test für auto motor und sport ermittelte Check24.de im Fall eines 41jährigen Angestellten in Frankfurt am Main, der einen Corsa neu zulassen will, teilweise eine Verdoppelung der Policen insbesondere bei einst günstigen Direktversicherern. Inklusive einer Kaskoversicherung mit Eigenbeteiligung stieg der Jahresbeitrag beim Anbieter Direct-Line von 278,88 Euro um 115 Prozent auf 600,40 Euro. Bei Ineas stiegen die Kosten für den gleichen Vertrag um 42 Prozent auf 553,81 Euro. Die HUK 24 konnte den Beitrag mit einem Plus von nur 4,1 Prozent stabil halten.

Keine Versicherungspolice wurde günstiger

Ineas fiel auch bei den Modellen Golf 1.4, dem BMW 3er und der Mercedes E-Klasse mit starken Preissteigerungen auf. Günstiger wurde im Test übrigens keine Police. "Manche werden den Preiskampf nicht mehr mitmachen und lieber zugunsten der Profitabilität auf das Geschäft verzichten", kündigte HUK-Coburg-Vorstand Klaus-Jürgen Heitmann Preissteigerungen an. "Im Laufe des Jahres werden die Tarife regelmäßig erhöht. Entscheidend ist, was sich im Herbst im Hinblick auf den nächsten Jahreswechsel abspielt", sagte Rainer Brune, Axa-Vorstand für das Privatkundengeschäft auto motor und sport. Ob es zum Jahreswechsel wieder eine Rabattschlacht wie in den Jahren zuvor gibt, bezweifelt Check24.de. "Preiserhöhungen gab es immer", bestätigt Check24.de-Sprecher Daniel Friedheim. "Doch ein so hoher Anstieg seit Jahresbeginn ist neu."

Eduard Thometzek, Vorstandsvorsitzender der Zurich-Gruppe Deutschland, sieht in den Anhebungen das richtige Signal: "Bei einer im Markt durchschnittlichen Schaden-Kosten-Quote von über 110 Prozent legen manche Versicherer pro eingenommenen Euro zehn Cent und mehr drauf. Das lässt sich auf Dauer nicht durchhalten."

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