"In drei bis fünf Jahren wird es bei uns einen Sportwagen geben", sagte Kia-Europachef Paul Philpott. Geplant sei ein Viertürer im Stil des Audi A5 Sportback, erklärte Kia-Chef Hank Lee. Und Kia-Design-Chef Peter Schreyer fügt hinzu, dass "die Studie ein neues Kapitel für Kia sein wird". Der Kia GT sei voller Energie und fertig zum Sprung.
Kia GT-Studie als viertüriges Coupé
Und genauso zeigt sich die Kia GT getaufte Studie des ehemaligen VW-Designers auf der IAA. Sie weckt weniger Erinnerungen an einen Audi A5 Sportback als an die spektakuläre Coupé-Studie Lamborghini Estoque. Während die Front sich ein wenig an den Nissan GT-R anlehnt, zeigt sich das Concept-Car mit einer schlanken aber kräftigen Silhouette. Eine lange Motorhaube prägt die Seitenansicht, kurze Überhänge, kräftig ausgestellte Kotflügel und ein schmales Fensterband sind die weiteren Hingucker. Nicht zuletzt das kräftige Heck, auf das die fast waagerecht liegende Heckscheibe hinführt. Der Kia GT kommt auf eine Gesamtlänge von 4,69 Meter, eine Breite von 1,89 Meter und eine Höhe von 1,38 Meter.
Die Türen des Kia GT lassen sich gegenläufig öffnen und geben die Sicht auf einen puristisch-eleganten Innenraum frei. Auf eine B-Säule wurde beim Koreaner verzichtet. Die schmalen Einzelsitze sind an der Mittelkonsole aufgehängt und scheinen daher zu schweben. Bei einem Radstand von 2,86 Meter soll der Kia GT großzügige Innenraumverhältnisse bieten. Das Cockpit des Kia GT trägt gläserne Rundinstrumente, die mit Diodentechnik bestückt sind.
Befeuert wird der Kia GT von einem 3,3-Liter-V6-Benzindirekteinspritzer mit Turboaufladung. Der Sechszylinder leistet 395 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 534 Nm bereit. Eine Achtgang-Automatik leitet die Antriebsmomente an die Hinterräder weiter.
Kia GT auf Hyundai Genesis-Plattform
So, wie der Kia GT auf der IAA zu sehen sein wird, gehe es sicher nicht in Serie, schränkte Lee jedoch ein. Denn ein halbes Jahr später wollen die Koreaner auf der North American International Autoshow (NAIAS) in Detroit eine zweite Studie zeigen. "Die Reaktionen werten wir aus und lassen sie in unseren Produktplan einfließen", sagte Lee.
Vermutlich wird der Kia GT und dann später auch das Serienmodell auf der Hinterradantriebs-Plattform des Hyundai Genesis stehen. Unter der Motorhaube steht dem Kia damit das ganze Motorenportfolio der Genesis-Baureihe zur Verfügung. So würde der neue 3,8-V6 mit 303 PS aus dem Genesis Coupé sicher eine adäquate Antriebsform darstellen. Ein Traum im Kia GT wäre sicher der 4,6 Liter große V8 aus dem Equus. Aber auch der aufgeladene Zweiliter-Vierzylinder wäre eine Option.






