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Kia Niro Hybrid

So viel kostet der Spritspar-SUV

Kia Niro Foto: Kia 28 Bilder

Kia will sein Modellprogramm um einen Kompakt-SUV mit Hybridantrieb ausbauen. Der Kia Niro Hybrid soll Ende 2016 auf verschiedenen Märkten aufschlagen. Jetzt wurde er in Chicago vorgestellt. In Genf gibt er sein Europadebüt. Wir sind bereits Probe gesessen.

22.06.2016 Uli Baumann Powered by

Der Kia Niro baut auf einer eigens für ihn entwickelten kleinen SUV-Plattform auf, die speziell auf den Hybridantrieb zugeschnitten ist. Der Einsatz hochfester Stähle soll dabei eine Gewichtseinsparung von 5 % bringen.

Kia Niro
Spritspar SUV aus Korea 1:22 Min.

Kia Niro Hybrid später auch als Plugin-Version

Der Hybridantrieb kombiniert einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Benzindirekteinspritzung und einer Leistung von 105 PS und 147 Nm mit einem in das Getriebe integrierten 32 kW starken Elektromotor. Der bezieht seine Energie aus einer 1,56 kWh großen Lithium-Polymer-Batterie. Die Sytemleistung wird mit 141 PS und 264 Nm angegeben. Geschaltet wird per neu entwickeltem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Kia will einen CO2-Ausstoß von 89 g/km erreichen. Später soll der Kia Niro Hybrid noch um eine Plugin-Version angereichert werden. Der Kia Niro wird in den drei Ausführungen Edition 7, Vision und Spirit angeboten und kostet, wenn er im September in den Handel kommt, in der Einstiegsversion 24.990 Euro.

Neben seinem sparsamen Antrieb soll der Niro reichlich Platz, viele Sicherheitssysteme sowie ein modernes Design mitbringen. Das Kofferraumvolumen wird mit 421 Liter angegeben. Der Niro kommt auf eine Länge von 4,35 Meter, eine Breite von 1,80 Meter und eine Höhe von 1,54 Meter. Der Radstand misst 2,70 Meter. Die Bilder zeigen einen sportlichen SUV-Zuschnitt im typischen neuen Kia-Design. Zur Ausstattung des Kia Niro zählen zahlreiche Assistenzsysteme sowie ein moderne Infotainmentsystem mit Touchscreensteuerung. Für Europa kommt der Niro mit 16 bis 18 Zoll großen Leichtmetallfelgen. Und als besondere Option für ein Hybridmodell bietet der Niro auch eine Anhängekupplung an der er bis zu 1.300 kg ins Schlepp nehmen darf.

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Sitzprobe Kia Niro

So sieht also der neue Hybrid von Kia in der Kompaktklasse aus: Die alternative Antriebstechnik aus 105-PS-Benziner und 32 kW-Elektromotor wird nicht in einer bekannten Hülle wie etwa dem Schwestermodell Cee’d versteckt, aber auch nicht mit einem eigenwilligen Kleid wie beim Toyota Prius kombiniert, bei dem sich das Interesse ohne die Hybridtechnik wohl in engen Grenzen hielte. Nein, Kia packt seine mit der Konzernmutter Hyundai entwickelte Hybridplattform unter das, was die Leute gerade besonders interessiert – einen modernen Crossover, der nicht nur mit seinem Antrieb begeistern soll.

Kia Niro Sitzprobe Peter WolkensteinFoto: Kia
Vorne wie hinten herrschen im Niro ausreichende Platzverhältnisse.

Kia Niro wie ein Kompaktwagen mit Offroad-Optik

Mit einer Höhe von 1,54 Meter ist der Niro deutlich flacher als der zwölf Zentimeter längere Sportage, und ohne die Offroad-typische Schminke – Dachreling, schwarz abgesetzte Radläufe und Schwellerleisten sowie bullige Stoßfänger an Front und Heck it angedeutetem Unterfahrschutz – könnte er auch als Golf-Konkurrent durchgehen. Die normalhohe Sitzposition erinnert ebenfalls eher an einen Pkw als einen SUV. Vorne kommen neu, gewichtsoptimierte Sitze zum Einsatz, die beim ersten Probesitzen einen bequemen Eindruck machen und per Tasten auf der Mittelkonsole nicht nur beheiz-, sondern auch belüftbar sind. Der Fahrersitz ist wahlweise elektrisch verstellbar, schade, dass sich die Sitzfläche nicht weiter absenken lässt. Doch der Kopfraum reicht auch so aus.

Das gilt auch für die Plätze im Fond, wo sich die Insassen auch nicht über zu wenig Spielraum für die Beine beklagen können. Praktisch: Zwischen der Vordersitzlehnen befindet sich eine 230 Volt-Steckdose, da muss man keine Angst haben, dass dem elektronischen Spielzeug der Kinder auf langen Reisen der Strom ausgeht. Dagegen verbirgt sich hinter der Mittelarmlehne leider keine Durchladeöffnung, mehr als eine geteilt umklappbare Rücksitzlehne hat der Niro an Variabilität nicht zu bieten. Immerhin entsteht so eine stufenfreie Ladefläche. Bei aufgestellten Sitzen soll der unter der Rolloabdeckung breite, aber eher flache Gepäckraum 421 Liter fassen.

Kia Niro bald auch mit Plug-in-Hybrid

Zurück ins Cockpit. Instrumente und Bedienelemente präsentieren sich wertig und angenehm unverspielt, in der Klimatisierungseinheit fällt die Taste „Driver only“ auf. Gestartet wird per Knopf, auf dem integrierten Infotainmentdisplay lässt sich unter anderem auch der aktuelle Kraftfluss des Hybridsystems beobachten. Wie bei Kia üblich befindet sich vor dem Wählhebel ein großes und praktisches Staufach mit 12 Volt-Steckdose, USB- und AUX-Anschluss, und wer hier ein dafür vorbereitetes Mobiltelefon hineinlegt, kann es dort kabellos aufladen.

Neben der blauen Instrumentenbeleuchtung bringen auch die Einfassungen im Lenkrad und in den Türen Farbe ins Interieur. Letztere umschließen die Fensterheber- und Außenspiegel-Bedieneinheit sowie den Türöffner und tragen eine glatte Oberfläche. Ansonsten ist das Cockpit vorwiegend grau gehalten. Ob es noch andere Farbkombinationen geben wird, ist ebenso noch offen wie der Preis. Dazu will sich Kia noch nicht äußern. Immerhin nennen sie den Niro als Alternative zum Nissan Qashqai – und der startet bei 20.000 Euro. So günstig wird der Niro nicht zu haben sein, denn konventionelle Benzin- oder Dieselmotoren sind für ihn nicht vorgesehen. Dafür folgt im nächsten Jahr eine Plug-in-Ausführung.

Peter Wolkenstein

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