Kia-Zukunft: Kia bringt pro Jahr drei Neuheiten

Kia Venga

Kia hat ambitionierte Zukunftspläne: Mittelfristig wollen die Koreaner - zusammen mit der Schwestermarke Hyundai - zum drittgrößten Automobilkonzern der Welt aufsteigen. 2009 erreichten der asiatische Konzern mit mehr als fünf Millionen verkauften Fahrzeugen bereits Platz 4. Im Jahr 2000 war es noch Platz 11. Ein Blick auf den Modellfahrplan von Kia erklärt den Optimismus: Allein bis 2012 wollen die Koeraner jedes Jahr drei neue Modellen in den Markt bringen - darunter ein neues Einstiegsmodell und ein Flaggschiff namens Optima.

Im Januar 2010 brachte Kia bereits den neuen Kleinwagen Venga  in den Handel. Im August folgte der SUV Sportage in seiner dritten Generation. Und für Oktober haben die Koreaner eine Modellpflege für den Golf-Konkurrenten Cee'd angekündigt. Der Kompaktwagen soll pünktlich zum Automobilsalon in Paris (2. bis 17. Oktober) ein sportlicheres Design und sparsamere Motoren bekommen.

Kia-Kleinstwagenstudie mit E-Antrieb debütiert in Paris

Neben dem überarbeiteten Kompaktwagen will der koreanische Hersteller auf der Messe zwei weitere Neuheiten zeigen: zunächst den Ausblick auf das neue Flaggschiff Optima, das 2011 den Magentis ersetzen wird. Und am Ende der Modellpalette wollen die Koreaner noch die Elektro-Kleinstwagenstudie Pop präsentieren und versuchen, dem Smart ForTwo und Toyota Aygo die Show zu stehlen. Ob ein Elektroauto mit ähnlichem Design jemals in Serie geht, steht allerdings noch in den Sternen.

2011 präsentiert Kia im Mai den Nachfolger des Picanto, der seine Welpremiere schon beim Genfer Autosalon im kommenden März feiern wird. Im Sommer folgt auch die nächste Generation des Kleinwagens Rio, der im Polo-Segment stärker wildern soll. Zeitgleich kommt das neue Flaggschiff  zu den Händlern, das dann den Namen Optima tragen wird. Zum Jahresende 2011 ist der Magentis-Nachfolger auch mit Hybrid-Motor eingeplant.

2012 bringt Kia einen neuen Van und zwei weitere Highlights

2012 wollen die Koreaner ihr Portfolio weiter aufmotzen - unter anderem mit einem neuen Van, der eine Mischung aus Carens und Carnival sein soll und beide Modelle ersetzen soll. Verschlankung heißt hier das Zauberwort. Das hilft nicht zuletzt den Händlern, die allein in Deutschland 393 Vertriebs- und 525 Servicestationen betreiben und dann nicht mehr für jedes Nischenmodell einen Vorführwagen und Schauraum-Platz vorhalten müssen. Die Zahl der Vertriebspartner steigt übrigens. Allein 2011 will Kia-Deutschlandchef Thomas Bade 50 Verkaufsstandorte ins Netz heben - und dann bis 2012 einen Marktanteil von zwei Prozent verbuchen. Sicher ein konservatives Ziel, denn 2009 waren es bereits 1,5 Prozent.

Auch beim Thema alternative Antriebe haben die Koreaner mindestens einen wichtigen Pfeil im Köcher: Für 2012 avisiert Kia den Start eines eigenen Plug-In-Hybrids. Einen Ausblick darauf präsentierten die Asiaten bereits auf der Chicago Auto Show 2010 mit der Konzeptstudie Kia Ray.

2012 ist auch das Jahr des neuen Kia Cee'd in bis zu vier Varianten

Die wichtigste Modellneuheit für 2012 ist allerdings die  nächste Generation des Kompaktmodells cee'd 2012, die wieder als Drei- und Fünftürer sowie Kombi an den Start gehen wird. Nach Informationen von auto-motor-und-sport.de arbeiten die Koreaner außerdem an einem Cabrio-Ableger. Großer Verfechter der Oben-Ohne-Variante und des potenziell ersten Cabrios im Produktportfolio der Koreaner ist Kia-Designchef Peter Schreyer. Der ehemalige VW-Designer bringt seit 2006 frischen Wind in die Formensprache von Kia.

Ende 2012 wird damit der Kia Soul damit das älteste Modell im Portfolio der Koreaner sein. Dabei kam der knuffige Kleinwagen, der mehrere Design-Preise eingeheimst hat, erst im Januar 2009 in den Handel. Für die Zukunft scheinen die Koeraner sich also mächtig munitionieren zu wollen - für ihre Attacke auf Toyota, Volkswagen und General Motors, die in der Weltrangliste noch vor ihnen rangieren.

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