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Kindersitze im Crashtest

Wieder drei durchgefallen

Kindersitz, Crashtest Foto: Archiv

Ein erschreckendes Ergebnis zeigt der aktuelle Test gängiger Kindersitze durch das Magazin auto motor und sport. In den Crashtests auf dem Prüfstand des TÜV Süd fielen drei von neun Kindersitzen durch, ein weiterer ist nur bedingt empfehlenswert.

22.09.2011 auto motor und sport

Wie schon 2010, als sogar die Hälfte von zehn Sitzen im Test als nicht empfehlenswert eingestuft wurden, zeigten auch in diesem Jahr die Kindersitze zum Teil erhebliche Schwächen. Glatt durchgefallen ist in der Klasse der Sitzschalen für Kleinkinder im ersten Lebensjahr der Concord Intense, der mit Isofix-System immerhin 175 Euro kostet. Als der Testwagen aus einer Geschwindigkeit von 51 km/h frontal auf ein Hindernis trifft, halten die Bügel der Isofix-Befestigung der Belastung nicht mehr stand und öffnen sich. Die Sitzschale die Plattform samt Schale wurde zum tödlichen Flugobjekt. "Dass schon bei Tempo 51 eine Befestigung nicht mehr hält, ist erschreckend, sind doch viele Autos schneller unterwegs", ist Testredakteur Dani Heyne erschrocken über das Testergebnis.

Gurtführungen geben nach

Auch bei den Sitzen für Kinder bis 36 kg gibt es mehrere Ausreißer nach unten: Glatt durchgefallen ist die Sitzerhöhung Cartrend Kids Sunny für nur 10 Euro aus dem Baumarkt. Im Crashtest hat der Autogurt keine Chance, das Kissen an seinem Platz zu halten. Es rutscht unter dem Dummy hervor, während der Fahrzeuggurt Bauch und Hals des Kindes gefährlich verletzen kann. Durchgefallen ist auch der mit einem Kaufpreis von 120 Euro relativ günstige Sitz Taos von Storchenmühle. Beim Crashtest rutscht der Fahrzeuggurt aus der Schulterführung, so dass sich der Dummy unkontrolliert nach vorn bewegt. Danach wird er abrupt abgebremst, klappt wie ein Taschenmesser zusammen und misst gefährlich hohe Verletzungen im Halsbereich.

Ähnliche Probleme hat der Kidfix von Römer (150 Euro). Obwohl die Gurtführung einen deutlich höherwertigen Eindruck macht, rutscht der Gurt durch und gibt dem Dummy etwas Bewegungsfreiheit – so dass die Belastung im Brustbereich zunimmt. Da die Messwerte niedriger als beim Taos von Storchenmühle sind, erhält der Sitz ein "bedingt empfehlenswert".

Zu empfehlen sind dagegen die Sitzschalen Recaro Young Profi, Maxi Cosi Pebble, Cybex Aton und der BeSafe IziGo. Bei den Sitzen für größere Kinder bestand den Crashtest ohne Einschränkung nur der Kiddy Cruiserfix Pro (170 Euro).

Fazit des 19. auto motor und sport-Kindersitz-Crashtests: Von neun Rückhaltesysteme können nur fünf überzeugen. Drei fallen durch, einer ist nur bedingt empfehlenswert. Testredakteur Heyne: "Das Resultat ist traurig und frustrierend zugleich, da alle Sitze die ECE-Prüfung bestanden haben."

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