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King of the Hammers-Rallye

Heiße Schlacht im wilden Westen

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Das Rennen um den King of the Hammers ist mehr als nur eine Wüstenrallye – es ist der heftigste Offroad-Kampf in den Vereinigten Staaten.

23.06.2009 Powered by

Das Wetter kann sich schnell ändern im Johnson Valley. Von 30 Grad Hitze kühlt es sich abends zügig bis zum Gefrierpunkt ab. Oft zieht ein starker Wind mit Böen von bis zu 100 km/h auf, der Tonnen von Sand und Staub über die karge, felsige Landschaft trägt.

King of the Hammers Rallye

Auf dem Mars könnte das Klima kaum schroffer sein. Doch ist es genau dieser Umstand, der die Teilnehmer des Wüstenrennens King of the Hammers massenweise in den Süden Kaliforniens lockt. Mehr als 130 Teams aus der ganzen Welt reisen an diesem Wochenende in den wilden Westen der USA, um ihr Bestes beim härtesten Offroadmarathon des Kontinents zu geben.

Die mehr als 160 Kilometer lange Strecke schlängelt sich nicht nur durch die berüchtigten Hammers des Johnson Valley, sondern auch in die benachbarten Hügelregionen der kleinen San Bernadino-Bergkette und quer durch die Wüste. Die Organisatoren Dave Cole und Jeff Knoll versuchten auch in diesem Jahr eine gute Mischung zwischen Offroad-Rallye, Felsen-Klettern und traditionellem Wüsten-Rennen zu schaffen. Mit Erfolg. Denn die meist extra für dieses Rennen gebauten Autos sind nicht nur reine Wüstenrenner, sondern auch richtige Klettertiere.

Starten wie beim Dragster-Rennen

Nach der technischen Abnahme fängt die Show an. Gestartet wird wie bei einem Dragster-Rennen – in Zweiergruppen nebeneinander. Und so verschwinden alle dreißig Sekunden zwei neue Buggies unter lautem V8-Gewummer in dichten Staubwolken, bis die Startzone wie leergefegt ist. Das King of the Hammers ist nicht unbedingt ein zuschauerfreundliches Rennen. Nicht, dass der viele Staub Schaulustige abschrecken würde, doch die Teams kämpfen sich die meiste Zeit durch enge Schluchten und Canyons, die von außen nicht zugänglich sind.

Trotzdem schaffen es gut 15.000 Fans, sich an einigen spektakulären Felssektionen zu postieren. Die Abschnitte tragen solch bildliche Namen wie Sledge-Hammer, Jack-Hammer, Claw-Hammer oder After-Shock. Vor allem bei den Überholmanövern gerät die Masse ins Jubeln – wenn liegengebliebene Autos in engen Gräben einfach von den Nachfolgenden überklettert werden. Dabei bilden sich oft beeindruckende Blechknäuel, die nur mit Hilfe von außen wieder entknotet werden können. Nach den Hammer-Passagen geht es raus in die Wüste, wo die Piloten viel Zeit aufholen können. Auf dem Highspeed-Stück nach Mevile Dry Lake wird die Rangfolge ordentlich durchgemischt.

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