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Kissling Astra GTC + sport auto

Platz zwei in der Klasse

Foto: BR-FOTO 16 Bilder

Das Zeittraining beim 24h-Rennen ist immer der Gradmesser für den Grund-Speed eines Rennautos. Entscheidend ist dabei vor allem der Vergleich mit den Klassengegnern.

09.06.2007 Marcus Schurig Powered by

Das Ziel aller ist ein Klassensieg

Vor dem Zeittraining debattieren alle 24h-Piloten über die immergleiche Frage: Haben wir eine Chance auf den Klassensieg? Den Gesamtsieg beim 24h-Rennen kegeln bekanntlich die 500 PS-Monster-Porsche unter sich aus, aber die Piloten aus den kleineren Hubraumklassen messen sich primär mit den direkten Gegnern aus den insgesamt über 30 Fahrzeugkategorien. Auch in der Special-Klasse SP3T (Rennwagen mit maximal zwei Liter Hubraum und Turboaufladung) stellte sich die Frage: Wer hat den Speed, um ein Wörtchen bei der Vergabe um den Klassensieg mitzureden? Das Fazit aus sport auto-Sicht hätte nach dem Zeittraining kaum besser ausfallen können: Nur um neun Zehntelsekunden geschlagen belegten die Redakteure Jochen Übler und Marcus Schurig Platz zwei in der Klasse. An der Grundschnelligkeit des von Kissling Motorsport vorbereiteten Opel Astra GTC gibt es also nichts zu zweifeln.

Gleich zu Beginn eine Fabelzeit

Der erfahrene Finne Hannu Luostarinen, der den Astra in der Langstreckenmeisterschaft mit großem Erfolg auf der Nordschleife bewegt, knallte gleich beim ersten Durchgang des Zeittrainings eine Fabelzeit in den Asphalt: 9.46,967 Minuten, Zwischenführung in der Klasse SP3T und Platz 27 im 230-Wagen-Feld des 24h-Rennens - ein Auftakt nach Maß! Doch dass Luostarinen stark sein würde, war auf Grund seiner immensen Erfahrung und Routine zu erwarten. Trocken kommentierte der Finne: “Mit einem kleinen Zwei-Liter-Auto in den Top 30, noch weit vor vielen hubraumstärkeren Porsche- oder BMW-Modellen: da kann man wohl nicht meckern!“

Nach dem finnischen Parforce-Ritt folgte die Bewährungsprobe der drei anderen Piloten, von denen keiner je zuvor im makellos vorbereiteten Renn-Astra auch nur einen Meter gefahren war. Zur Freude des Kissling-Teams spulten die drei Novizen ihr Pensum fehlerfrei und schnell ab. Die sport auto-Redakteure Marcus Schurig und Jochen Übler fuhren auf Anhieb konkurrenzfähige Zeiten und auch Thomas Nack kam sofort blendend mit dem 300 PS starken Fronttriebler zu Recht.

Der Astra GTC ist ein Auto ohne Rätsel

„Absolut easy zu fahren“, kommentierte Marcus Schurig nach seinen zwei gezeiteten Qualifikationspflichtrunden. „Der Astra-Motor verfügt über ein bombiges Drehmoment von über 400 Newtonmeter, damit kann man locker mit viel leistungsstärkeren Fahrzeugen wie den BMW M3 mithalten - und oft sogar vorbeifahren.“ Alle Fahrer lobten die Verlässlichkeit und Gutmütigkeit am fahrdynamischen Limit. „Keine tückischen Lastwechselreaktionen“, freute sich Jochen Übler. Die Novizen waren vor allem von der beeindruckenden Leichtigkeit des Fahrens angetan. „Das Auto gibt dir keine Rätsel auf“, so Jochen Übler. „Die Bremse bremst, die Lenkung lenkt und das sequenzielle Sechsganggetriebe ist so leicht zu bedienen wie eine Sony-Playstation.“

Drei Kissling-Piloten konnten gleich in der ersten zweistündigen Trainingssession ihre zwei Pflichtrunden abspulen, so dass nur noch Jochen Übler seine zweite fehlende Zeitrunde im Abendtraining - das am Freitagabend um 19.30 Uhr begann - in Angriff nehmen musste.

Alle vier Piloten waren gut unterwegs

Auf weitere Fahrübungen verzichtete das Kissling-Team kurzerhand: „Alle vier Piloten waren auf Anhieb zügig unterwegs und bekundeten keine große Mühe im Umgang mit dem Renn-Astra“, bilanzierte ein zufriedener Teamchef Helmut Kissling. „Deshalb macht es überhaupt keinen Sinn, dem Material noch weitere leere Kilometer im Training zuzumuten. Wir stellen das Auto jetzt weg und schonen so die mechanischen Komponenten wie Motor und Getriebe für das Rennen.“

Die clevere Zurückhaltung hatte zwar zur Folge, dass man die Klassenbestzeit in der zweiten und dritten Trainingssitzung am späten Freitagabend noch an ein gegnerisches Team aus der Zwei-Liter-Turbo-Kategorie verlor. Aber da der Rückstand nur neun Zehntelsekunden betrug, macht sich im Kissling-Team oder bei den Astra-Piloten niemand ernsthafte sorgen. „Wir sind vorne dabei und nur das ist wichtig“, so Helmut Kissling. „Abgerechnet wird am Sonntagnachmittag nach 24 Stunden Rennzeit.“

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