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Gooding Auktion Scottsdale/USA

Flügeltürer mit neuem Auktionsrekord

1955 Mercedes-Benz 300 SL Alloy Gullwing Foto: Gooding & Company 59 Bilder

4,62 Millionen US-Dollar (3,56 Millionen Euro) gab ein Sammler bei der Auktion in Scottsdale (USA) für ein Mercedes-Benz 300 SL Alu-Coupé aus dem Baujahr 1955 aus: für Flügeltürer eine neue Bestmarke weit über dem Estimate von 2,3 Millionen Euro.

23.01.2012 Dirk Johae, Christian Soja Powered by

Zum ersten Mal seit über vier Jahren war am 20./21. Januar 2012 einer der raren Flügeltürer mit der nur 29mal gebauten Aluminiumkarosserie öffentlich zum Verkauf angeboten worden. Besonders bemerkenswert: Mit dem Rekordzuschlag verwies der Mercedes-Benz sogar den Spitzen-Ferrari der Auktion auf den zweiten Platz. Für den 250 GT California Spider von 1959 erfolgte der Zuschlag bei 3,905 Millionen US-Dollar (rund 3 Millionen Euro), und damit knapp über dem Estimate von 3,4 bis 3,8 Millionen US-Dollar.

Gebote von 40 Millionen Dollar, Verkaufsquote von 99 Prozent

Den Trend der Wertsteigerung beim Flügeltürer zeigt nicht nur das Rekordergebnis für das Alu-Coupé, sondern auch das Resultat für das Stahlcoupé von 1957. Es wurde für 869.000 US-Dollar (672.000 Euro) verkauft. Der Wagen aus dem letzten Baujahr des Modells blieb damit innerhalb des Estimates von 850.000 bis einer Million US-Dollar.
Mit der Auktion in Scottsdale, Arizona setzte  das kalifornische Auktionshaus Gooding & Company die Erfolge des Vorjahres fort. Die Verkaufsquote konnte nochmals gesteigert werden und lag an den beiden Auktionstagen bei knapp 99 Prozent. Insgesamt wurden in Arizona 39.833.900 US-Dollar (etwa 30,7 Millionen Euro) umgesetzt, ein Plus von rund 12 Prozent gegenüber der Veranstaltung im Vorjahr. Dabei erzielten sieben Fahrzeuge Zuschläge von über einer Million US-Dollar. Dazu gehörte neben einem Duesenberg Model J Disappearing-Top Convertible Coupé von 1930 mit 2,64 Millionen US-Dollar (2,03 Millionen Euro) auch ein Bentley 4 ½ Litre Dual Cowl Sports Tourer von 1929 mit originaler Vanden Plas-Karosserie, der für 2,15 Millionen US-Dollar (1,66 Millionen Euro) den Besitzer wechselte.

BMW 507 überflügelt seinen Ahnen 328

Auch Sammler hochwertiger BMW haben am Wochenende aufmerksam nach Scottsdale geschaut: Ein BMW 507 aus dem Jahr 1958 erzielte 962.000 US Dollar (rund 744.000 Euro). Damit ist der offene Sportwagen aus den Fünfzigerjahren mit der Karosserie von Albrecht Graf Goertz  wesentlich teurer als ein 1937 gebauter BMW 328, den Gooding für 517.000 US-Dollar (400.000 Euro) versteigerte. Beide Sportwagen der bayrischen Marke blieben im Rahmen ihres Estimates.

Ebenfalls interessant: Der offene BMW aus der Wirtschaftswunderzeit der Bundesrepublik, von dem in der zweite Serie nur 254 Fahrzeuge gebaut wurden, erzielte ein besseres Verkaufsergebnis als die zwei 300 SL Roadster der Stuttgarter Konkurrenz. Die offenen Versionen des Flügeltürers erzielten 660.000 US-Dollar (510.000 Euro) und 693.000 US-Dollar (534.000 Euro).

Herbie-Käfer enttäuscht

Doch nicht alle Erwartungen wurden in Scottsdale erfüllt. Ein originaler Herbie-Käfer aus dem Disney-Spielfilm „Der tolle Käfer in der Rallye Monte Carlo“ wechselte für 66.000 US-Dollar (rund 51.000 Euro) den Besitzer und verpasste damit deutlich seinen Schätzwert von 75.000 bis 125.000 US-Dollar. Der Käfer mit der Startnummer 53 und dem für Herbie typischen Faltdach wurde ohne Mindestgebot versteigert.

Bei der Auktion, die im Rahmen der "Scottsdale Auto Week" stattfand, gab es auch Klassiker, die im Rahmen der Auktion  für weitaus weniger Geld den Besitzer wechselten. Günstigstes Automobil war ein Alfa Romeo Giulietta Spider aus dem Jahr 1957, der für rund 15.000 Euro verkauft wurde. Noch preiswerter war ein klassisches Motorrad: Eine Simplex Model M 125 Servi-Cycle war mit einem Estimate von 5.000 bis 10.000 US-Dollar in die Auktion gestartet, und wurde schließlich für 3.805 Euro verkauft.

Download Ergebnisliste Gooding & Co.-AUktion Scottsdale 01/2012 (PDF, 0,20 MByte) Kostenlos
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