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Klassiker im Winter

Youngtimer für Winterfahrer

Audi 100 Quattro, Seitenansicht Foto: Archiv 7 Bilder

Es gibt Youngtimer und Klassiker, die sich als Winterauto empfehlen: Dazu gehören Allradler wie Audi 100 Quattro und Fronttriebler wie die Ente. Viele schwören auf Hecktriebler wie BMW 3er (E30).

24.10.2012 Klaus Finkenburg Powered by

Ein Klassiker im Winter fahren? Für viele kommt das nicht in Frage, schließlich will man das kostbare Blech nicht den winterlichen Urgewalten - und Salz - aussetzen. Dennoch gibt es bei guter Vorbereitung kaum einen Grund, sich mit seinem Klassiker auf Eis und Schnee zu wagen. Eine Checkliste für die Vorbereitung gibt es hier.

Für den Einsatz im Winter empfehlen sich - je nach Vorliebe - einige Klassiker. Acht von ihnen stellen wir hier kurz vor.

  • Audi 100 Quattro: Wohl niemand, der in den achtziger Jahren einen Fernseher besaß, dürfte den Werbespot vergessen haben, in dem ein Audi 100 Quattro eine Skisprungschanze hinauffährt, aus eigener Kraft übrigens. Die Wintertauglichkeit der 1984 eingeführten Vierradversion des Audi 100 Typ 44 ist in der Tat beachtlich, obendrein bietet sie den Komfort einer ausgewachsenen Limousine. Der Zeitpunkt, zuzuschlagen, ist nicht schlecht, die ersten Quattro-Modelle werden bald volljährig.
  • BMW E30: Wer glaubt, im Winter müsse sich die angetriebene Achse unter dem Motor befinden, der unterschätzt den Spaß, den klassische Heckschleudern bereiten können. Im Falle des noch immer vergleichsweise preiswerten Dreier-BMW gilt dies bereits für die schwächeren Varianten, selbst mit dem zwischen 102 und 113 PS starken 318i ist man im Winter relativ üppig motorisiert unterwegs. Eine Sonderstellung nimmt der vierradgetriebene 325 iX mit Viscokupplung ein.
  • Citroën 2CV: Der hochbeinigen Ente und ihre Verwandten bringen hervorragende Voraussetzungen für das Fahren unter winterlichen Bedingungen mit. Dank Frontantrieb, schmalen Reifen und geringem Gewicht ist sie sehr leicht zu beherrschen, die mit maximal 29 PS verhältnismäßig geringe Leistung erweist sich bei schwierigen Straßenverhältnissen oftmals eher als Vor- denn Nachteil. Wichtig ist allerdings, das Thema Korrosionsschutz nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
  • Fiat Panda 4 x 4: Als Anfang der Achtziger ein regelrechter Allradboom ausbrach, mochte auch Fiat nicht zurückstehen. Mit dem Mitte 1983 eingeführte Panda 4 x 4 stellten die Turiner einen richtigen Kraxelbär auf die Räder, der dank zuschaltbarem Allradantrieb auch schwierigste Straßenbedingungen meistert. Die Leistung (je nach Baujahr zwischen 48 bis 54 PS) ist überschau- und stets beherrschbar, das Gewicht von rund 850 Kilogramm sorgt für kurze Bremswege.
  • Lada Niva: Wenn ein Auto über 30 Jahre lang praktisch unverändert gebaut wird, wird es dafür schon gute Gründe geben. In der Tat ist der Lada Niva auf seine Art perfekt. Die Technik, vom 82 PS starken Uraltmotor bis hin zum permanenten Allradantrieb ist ebenso primitiv wie grundsätzlich robust. Russische Sümpfe meistert der Niva ebenso souverän wie eisige sibirische Winter. Die Heizung ist – wenig überraschend – über alle Zweifel erhaben, wichtig ist es, auf gründlichen Korrosionsschutz zu achten.
  • Opel Kadett C: Wer sportlich mit einem heckgetriebenen Kadett unterwegs sein möchte, muss nicht unbedingt zum vergleichsweise seltenen und teuren GTE greifen. Gerade im Winter reicht der 1200-Motor völlig aus, auf Eis und Schnee kann die Motorleistung von je nach Modell 52 bis 60 PS unter Umständen sogar deutlich leichter in Fortbewegungsenergie umgesetzt werden. Kontrollierte Drifteinlagen gelingen selbst Ungeübten schnell, zur Not kommen die gerade mal rund 800 Kilo Fahrzeugmasse auch schnell wieder zum Stehen.
  • Volvo 240: Was, wenn nicht ein Auto aus dem hohen Norden, könnte besser dazu geeignet sein, den Strapazen des Wintern zu trotzen? In der Tat gibt sich Volvos 240er bei Eis und Schnee deutlich gutmütiger, als es das ausbrechfreudige Heckantriebskonzept vermuten ließe. Auch auf guten Korrosionsschutz und ausreichende Heizungsleistung haben die schwedischen Konstrukteure Wert gelegt. Wer mehr Traktion haben will, der greift zum moderneren 850er in der AWD genannten Allradversion.
  • VW Käfer: Wie Citroëns Ente profitiert der Käfer im Winter davon, dass sich seine angetriebenen Räder unter dem Motor befinden. Allerdings ist die Antriebeinheit des Volkswagen hinten eingebaut, weshalb er gute Traktion mit sportlichen Driftqualitäten vereint. Unerschrockene nutzen auch Käfer Cabrios im Winter – bei Sonnenschein sogar mit offenem Verdeck. Ähnlich wintertauglich ist übrigens der vom Grundkonzept her eng mit dem Käfer verwandte Porsche 911, der 1968 - 70 nicht umsonst die Monte gewann.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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