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Klassikwelt Bodensee 2014

Phantasiepreise und gute Angebote

05/2014 - Klassikwelt Bodensee Marktplatz, mokla, 0514 Foto: Kai Klauder 100 Bilder

Das Angebot an Old- und Youngtimer ist auf der Klassikwelt Bodensee groß – und reicht von günstig bis zu hoffnungslos überteuert. Wir haben uns auf dem Privatmarkt umgeschaut.

24.05.2014 Kai Klauder Powered by

Am ersten Tag der Klassikwelt Bodensee (23. bis 25. Mai 2014) ist der Parkplatz zwischen den Hallen für Besucher mit Klassiker bereits gut gefüllt, die Hallen sind dagegen kaum bevölkert. Das liegt zum Teil natürlich an dem fantastischen Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad.

Breit gefächertes Angebot

Doch wir können das herrliche Ambiente zwischen den hunderten Klassikern leider nicht lange genießen, denn uns interessiert ja vor allem das Fahrzeugangebot und die Preisgestaltung auf der Messe am Bodensee.

In der Privatmarkthalle fällt zunächst das bunte Angebot auf. Zahlenmäßig sind zwar auch hier Mercedes- und Porsche-Fahrzeuge besonders gut vertreten, doch nicht in einem solch deutlichen Maß, wie auf den Messen in Stuttgart oder Essen. 

Durch die Nähe zu den Alpen gibt es viele Angebote aus der Schweiz und Italien. Darunter solche Raritäten wie den Toyota 1000 Kombi, der in der Schweiz unter dem Namen „Copain“ verkauft wurde. Dem seltenen Wagen in gutem Zustand sieht man seine 143.000 km Laufleistung nicht an. Er soll stolze 10.900 Euro kosten.

Das Preisniveau ist wieder einmal hoch, doch gibt es auch günstige Gelegenheiten, wie das Strich8-Coupé, ein 280 CE mit 137.753 km auf der Uhr mit Automatik für 7.900 Euro Verhandlungsbasis.

Ein paar Jahre reifen muss noch der Saab 900 2.3i S Sport aus dem Jahr 1996, der aus erster Hand angeboten wird. Das Schweizer Auto glänzt mit sehr gutem Zustand, durchgestempeltem Scheckheft und einer Laufleistung von nur 66.500 km.

Mercedes 220 SE/C aus zweiter Hand

Hubert Tiedmann bietet in der Privatverkaufshalle seinen Mercedes 220 SE/C von 1970 an. Seit mehr als 40 Jahren besitzt er den Wagen in der attraktiven Farbkombination aus schwarzem Lack und Cognac-farbener Vollleder-Ausstattung. Er präsentiert die originalen Unterlagen wie Kaufvertrag, Service-Rechnungen und TÜV-Gutachten.

Am Vortag reiste er in seinem Mercedes 650 km auf eigener Achse an. „Kein Problem mit dem Wagen, der ist ja für die große Reise gebaut worden“, freut er sich. Er ist in den letzten 40 Jahren mit dem 220 SE/C nur etwa 30.000 km gefahren, schließlich besitzt er noch weitere Mercedes. Die Laufleistung beträgt aktuell rund 134.000 km. Vor kurzem wurde die komplette Vorderachse erneuert. Tiedmann verlangt 65.000 Euro. „Da ist noch ein bisschen Spielraum, aber viel nicht. Denn am liebsten fahre ich auch wieder die 650 km in ihm zurück.“ Durchaus eine realistische Preisvorstellung für das gepflegte Auto.

Mondpreis für 1965er Porsche 911

Der Vogel wird in der Händlerhalle abgeschossen. Hier bietet ein offenbar auf Porsche spezialisierter Händler gleich mehrere Porsche zu Phantasiepreisen an. Besonders ins Auge sticht ein Porsche 911 – das liegt nicht nur an dem glänzenden Signalrot, in das der Wagen getaucht ist. Nein, vor allem wegen des Preisschildes heißt es hier genau hingeschaut. Das 1965er-Exemplar soll nämlich kaum erklärbare 185.000 Euro kosten.

classic-analytics führt einen Zustand 2-Exemplar mit rund 70.000 Euro in der Liste. Und mit einem besonders guten Zustand kann das angebotene Auto auch nicht überzeugen. An zahlreichen Stellen hebt sich der Lack, der offenbar von keinem ausgewiesenen Lackier-Experten aufgetragen wurde. Der Gesamtzustand ist kaum als gut zubezeichnen. Das Urteil fällt demnach ebenso klar wie vernichtend aus: Das ist ein absoluter Mondpreis, der mindestens dreimal zu hoch ist. Auch die anderen Angebote an diesem Stand fallen in Kategorie überzogen.

In unserer Fotoshow zeigen wir noch viele weitere Angebote.

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