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Klaus Franz

Opel-Betriebsratschef geht in Alterteilzeit

Klaus Franz Foto: Opel

Der langjährige Betriebsratschef von Opel, Klaus Franz, hört auf. Er werde zum Jahresende in die passive Phase der Altersteilzeit eintreten, teilte der 59-Jährige am Dienstag (22.11.) in Rüsselsheim mit.

22.11.2011 dpa

Nach der erfolgreichen Rettung von Opel in den Jahren 2008/2009 kann ich diesen Schritt guten Gewissens tun, denn mit den abgeschlossenen Verträgen und der Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Wachstumsstrategie von Opel gelegt", erklärte Franz in einer Mitteilung.

Als Gesamtbetriebsratsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats hatte Franz in den Jahren 2008/2009 eine entscheidende Rolle im Kampf um dem in letzter Minute abgeblasenen Verkauf des kriselnden Autoherstellers gespielt. Seit Anfang 2011 ist Opel mit seinen deutschen Werken in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern wieder eine Aktiengesellschaft - und erhoffte sich davon Auftrieb auch gegenüber GM.

Franz galt für viele als heimlicher Opel-Chef

Zuletzt lief es für die Rüsselsheimer nicht rund, im Sommer machten Gerüchte die Runde, GM könnte sich doch noch von Opel trennen. Im dritten Quartal rutschte das GM-Europageschäft mit den Hauptmarken Opel und Vauxhall wieder in die Verlustzone, obwohl mehr Autos verkauft wurden als im Vorjahreszeitraum. Operativ verlor das GM-Europageschäft 292 Millionen Dollar (rund 216 Mio Euro). Das war zwar deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum, doch das zweite Quartal 2011 hatte Hoffnung auf bessere Zahlen gemacht.

Künftig führt GM-Strategiechef Stephen Girsky den Opel-Aufsichtsrat, wie am Montagabend (21.11.) bekannt wurde. Der GM-Vize ist Nachfolger des früheren Opel-Chefs Nick Reilly, der als Sanierer angetreten war und das Unternehmen Anfang 2012 vorzeitig verlässt. Der amerikanische Mutterkonzern entsendet zudem zwei weitere Vorstände in den Opel-Aufsichtsrat: Tim Lee und Daniel Ammann.

Franz ließ erklären: "Ein national wie international erfahrenes Führungsteam des Betriebsrats wird den eingeschlagenen Kurs der Arbeitnehmervertreter fortsetzen." Sie werden ohne Franz auskommen müssen, der für viele jahrelang als heimlicher Opel-Chef galt. 1981 wurde Franz erstmals in den Betriebsrat gewählt, seit Juli 2000 ist der Schwabe Vorsitzender des Betriebsrates sowie des Konzern- und Gesamtbetriebsrates.

Favorit für die Nachfolge ist nach dpa-Informationen sein bisheriger Assistent Wolfgang Schäfer-Klug, der in den vergangenen Jahren als Europa-Referent für den Betriebsrat tätig war.

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