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Kleinaktionäre

Nein zur Schrempp-Entlastung

Foto: Daimler-Chrysler

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will den Führungsgremien von Daimler-Chrysler auf der Hauptversammlung im April die Entlastung verweigern.

05.03.2004

Zur Begründung erklärte die DSW am Freitag (5.3.) in Düsseldorf, die Vision des Vorstandsgremiums von der Welt-AG sei gescheitert. "Alle Ertragsprognosen sind über Jahre hinweg nicht erreicht worden." Dies spiegele sich auch im schlechten Aktienkurs wider, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker.

Dem Aufsichtsrat wollen die Aktionärsschützer unter anderem deshalb die Entlastung verweigern, weil das Gremium den Vertrag mit Daimler-Chrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp "trotz dessen Scheiterns" vorzeitig verlängert habe. Der Aufsichtsrat der Daimler-Chrysler AG hatte kürzlich angekündigt, Schrempps im Frühjahr 2005 auslaufenden Vertrag um drei Jahre verlängern zu wollen. Formell kann dies erst nach der Hauptversammlung am 7. April in Berlin geschehen.

Die Kleinaktionärsverbände DSW und die Schutzvereinigung der Kleinaktionäre (SdK) haben der Daimler-Chrysler-Führung auch im vergangenen Jahr die Entlastung verweigert. Dennoch wurden Vorstand und Aufsichtsrat mit 99,44 und 99,34 Prozent der Aktionärsstimmen entlastet.

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