Kleinwagen auf dem Autosalon in Paris: Stadtflitzer der nächsten Generation

Kia POP Paris 2010

Kleinwagen präsentieren sich auf dem Autosalon in Paris ganz groß. Kompakte, flexible Stadtflitzer mit cleveren Raumkonzepten und umweltfreundlichen Antrieben finden sich an allen Ecken der Messe. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Neuheiten.

Kleinwagen sind das große Thema auf dem Autosalon in Paris. Die Autohersteller überbieten sich gegenseitig beim Kampf um das radikalste Konzept für das Stadtauto der Zukunft. Beim Heimspiel in Paris versuchen vor allem die französischen Autobauer zu punkten. Dabei müssen sich die "Createure" traditionell mit der japanischen Kleinwagen-Konkurrenz herumschlagen.

Der Peugeot HR 1 soll Frankreich in dem traditionellen Duell ganz nach vorne bringen. Dabei ist das radikale Hybrid-Showcar gar kein richtiger Kleinwagen. Der Autobauer selbst bezeichnet das Concept als Mischung aus Stadtauto, Coupé und SUV. Mit einer Länge von nur 3,69 Metern ist sein Revier allerdings ganz eindeutig die Stadt. Der Hybrid-Antrieb lässt den kleinen Löwen auf Wunsch 2,5 Kilometer weit komplett elektrisch fahren.

Citroen mit dem C-Zero und dem Lacoste in Paris

Auch bei Citroen ist Elektro-Mobilität für die Stadt ein großes Thema. Mit dem Citroen C-Zero will man bei den Stromern schon ab dem vierten Quartal mitspielen. Allerdings steckt unter dem 3,48 Meter langen Franzosen eigentlich ein Japaner. Der C-Zero basiert genau wie der ebenfalls in Paris vorgestellte Peugeot Ion auf dem Elektro-Vorreiter Mitsubishi i-MiEv. Mit dem Kompakt-Cabrio-Konzept Citroen Lacoste zeigt der Autobauer aber immerhin noch eine eigene Kleinwagen-Studie.

Japan hält vor allem Autos dagegen, die bereits Serienreife erlangt haben. Aus Korea kommt die Premiere des Kompaktvans Hyundai ix20. Außerdem hat der Autobauer noch das Hyundai i10 Facelift im Gepäck. Der Mazda 2 zeigt sich ebenso wie der Suzuki Swift in überarbeiteter Version auf dem Autosalon in Paris. Dem Honda Jazz Hybrid wurde sogar direkt ein neues ökologisch vorzeigbares Herz eingepflanzt, mit dem Honda seine Hybrid-Erfolgsgeschichte fortschreiben will.

Kia Pop gibt Ausblick auf die Design-Zukunft

Wenig Chancen auf eine Serienumsetzung hat dagegen der Kia Pop. Der futuristische Dreisitzer aus Korea kommt mit einem reinen Elektro-Antrieb und einem unkonventionell gestalteten Innenraum. Die weniger als drei Meter lange Studie soll vor allem erste Ausblicke auf die künftige Designsprache des Kompaktwagenherstellers aus Fernost liefern.

Der ebenfalls auf dem Pariser Autosalon vorgestellte Chevrolet Aveo tritt da schon deutlich konventioneller auf, auch wenn seine aggressive Frontpartie mit den Doppelscheinwerfern auch im hektischen Gewusel des Stadtverkehrs auffallen dürfte. Den Hybrid-Trend überlässt der Aveo der Konkurrenz. Ökologische Pluspunkte sammelt der Steilheck-Dreitürer nur durch eine Start-Stopp-Automatik.

Mini minimalistisch, Fiat feurig

Start-Stopp ist auch das Stichwort beim Mini-Facelift. Unter dem Motto "Minimalism" soll sich die Tankanzeige künftig noch langsamer nach links bewegen. Besonders gut soll das bei den neuen Diesel-Modellen funktionieren. Die Common-Rail-Aggregate sind erstmals auch im Mini Cooper D Cabrio erhältlich.

Fiat widersetzt sich allerdings auf dem Autosalon in Paris dem Ökotrend der Konkurrenz. Bei den Modellen Fiat Abarth 500 C und Fiat Abarth Punto Evo steht vor allem Fahrspaß im Mittelpunkt. Dank einer Leistungskur düsen die beiden Italiener mit mehr als 200 km/h über die Autobahn. Auch aus Deutschland kommt ein schneller Flitzer. Mit dem Audi A1 1.4 TFSI stellen die Ingolstädter ihr Top-Modell vor. Dank 185 PS geht es für den flotten Polo-Ableger bis auf 227 km/h Spitze.

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