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Mercedes verhandelt mit Fiat

Bei der Suche nach einem Partner für die Entwicklung der nächsten Generation der Einstiegsmodelle A- und B-Klasse verhandelt Mercedes-Benz nicht nur mit BMW, sondern auch mit dem italienischen Hersteller Fiat.

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Foto: Daimler-Chrysler

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat bereits persönlich mit Fiat-Chef Sergio Marchionne über eine Kooperation gesprochen. Fiat ist mit dem Kleinwagen Grande Punto und dem Kompaktmodell Bravo ein denkbarer Partner für Mercedes, um die nächsten Mercedes-Einstiegsmodelle kostengünstiger zu produzieren. Die Italiener sind im Mittelklasse-Segment schwach aufgestellt und könnten hier von einer Mercedes-Plattform profitieren.

In den hart umkämpften Segmenten lassen sich Kostenvorteile vor allem über große Produktionsvolumen erzielen. Druck zur Kooperation spüren BMW und Mercedes auch aufgrund des Wettbewerbers Audi, der im Konzernverbund mit Volkswagen die größten Skaleneffekte erzielen kann. Daimler-Konzern Zetsche verhandelt deshalb auch weiterhin mit BMW-Chef Norbert Reithofer über einen Plattformtausch: Demnach soll die Mini-Plattform auch für die künftig als Coupé und Cabrio geplante A-Klasse genutzt werden.

Smart-Plattform für BMW-Mini

Umgekehrt soll BMW die Heckantriebsplattform des Smart für ein fehlendes City-Modell nutzen. Im Gespräch ist hier auch eine Kooperation beim Elektro-Antrieb: Smart fährt in einem Londoner Feldversuch mit 100 rein elektrisch angetriebenen Smart, ein weiterer in Frankreich soll in Kürze folgen. BMW benötigt genau einen solchen Antrieb. "Wenn wir weiter so wachsen," sagte Konzernchef Reithofer mit Blick auf die USA, "dann sind wir dort etwa im Jahr 2012 ein so genannter Large Vehicle Manufacturer. Und dann bräuchten wir dort auch ein Fahrzeug mit Null Emissionen."

Als drittes Projekt diskutieren BMW und Mercedes eine Motorenkooperation im Kompaktwagenbereich, in die auch der französische PSA-Konzern eingebunden werden soll. Endgültige Entscheidungen sollen noch vor Jahresende getroffen werden.

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Autor: Priemer, Hamprecht
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