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Škoda Prototyp 935 auf der Retromobile 2014

Die samtene Sensation

Škoda Typ 935 BU Foto: Dirk Johae 12 Bilder

Eigentlich will Škoda das gute Stück aus dem Museumsfundus erst im kommenden Jahr feiern. Dann wird der Stromlinien-Prototyp mit Vierzylinder-Boxer im Heck 80 Jahre alt. Wir verraten jetzt schon, was in der fortschrittlichen Limousine von 1935 steckt.

07.02.2014 Dirk Johae Powered by

Die Rétromobile in Paris: Dank Initiative des regen französischen Importeurs von Škoda Auto ist die Oldtimermesse im Februar (05. bis 09.02.2014) für die tschechische Marke mit langer Automobilbautradition seit einigen Jahren ein Pflichttermin. In diesem Jahr zeigt Škoda den Prototyp 935 aus dem Jahr 1935, der sich noch in der Restaurierung befindet. Nur das in Paris gezeigte Exemplar blieb von den zwei gebauten erhalten.

Škoda mit Stromlinienkarosserie

Die Škoda-Limousine verfügt über eine Stromlinienkarosserie, die teilweise aus Aluminium gefertigt wurde. Der Zweiliter-Motor, ein wassergekühlte Vierzylinder-Boxer, sitzt im Heck vor der Hinterachse. Die Kraft wird per elektromagnetischem Vierganggetriebe vom französischen Zulieferers Cotal auf die Hinterräder übertragen.

Wie weit die Škoda-Ingenieure mit ihre Ideen trieben, zeigt ein Detail. Als Benzintank diente nämlich das Tragrohr im Zentralrohrrahmen. Die kühne Idee sparte im Innenraum der Stromlinienlimousine mit dem stark abfallenden Heck viel Platz.

Rarität auf der Rétromobile

Eigentlich wäre die Vorstellung dieser Rarität auf der Rétromobile eine Sensation. Seit 1935, als der damals auf die letzte Minute fertiggestellte Prototyp noch auf dem Prager Automobilsalon gezeigt wurde, war der Škoda 935 wahrscheinlich nicht mehr in der Öffentlichkeit präsentiert. Aber die tschechische Marke wählte für Paris einen zurückhaltenden Auftritt und machte aus der Präsentation eine samtene Sensation. Erst nach dem Ende der Restaurierung im kommenden Jahr soll der 935 seinen großen Auftritt bekommen.

"Die viertürige Limousine ist mit einem Gewicht von 1.170 Kilogramm recht leicht", betont Michal Velebny, der Koordinator der Restaurierungswerkstatt von Škoda in Mladá Bolelav. Der Ingenieur kümmert sich um die Restaurierung des wertvollen Einzelstücks, welche nicht zuletzt wegen der Mischbauweise der Karosserie mit Aluminium und Stahl viele Jahre in Anspruch nahm. "1968 wurde der Prototyp als eines der erste Stücke für die Museumssammlung von Škoda gekauft", weiß Velebny. So kehrte der Prototyp als Restaurierungsobjekt nach Mladá Boleslav zurück, wo er 1935 von den experimentierfreudigen Ingenieuren der tschechischen Automarke entwickelt worden war.

Kadlomobil als Vorläufer

Zu dem auf der Rétromobile gezeigten Stromlinien-Prototyp gab es eine Vorstufe: Bereits drei Jahre zuvor experimentierte Škoda mit einem Heckmotorauto. Nach dem ideenreichen Konstrukteur und Werksdirektor Ing. Karel Hrdlicka erhielt dieser "Typ 932" den Beinamen "Kadlomobil". In diesen Prototyp, der von der Karosserie entfernt an den späteren Volkswagen Typ 1 erinnert, war ein luftgekühlter Vierzylinder-Boxer eingebaut. Dieser 1,5-Liter-Motor lagert über der Hinterachse.

Aber zur Serienreife brachte es keine der beiden Limousinen. Während vom "Kadlomobil" nur Pläne und ein paar Fotos die Zeit überdauerten, existiert vom Typ 935 zumindest noch das eine, auf der Rétromobil gezeigte Exemplar. Nach der Restaurierung bekommt es einen Platz im November 2012 neu eröffneten Škoda Werksmuseum in Mladá Boleslav.

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