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Koenigsegg Agera RS auf dem Genfer Autosalon

Ein Monster für die Rennstrecke

Koenigsegg Agera RS Genf 2015 Foto: Newspress 6 Bilder

Koenigsegg ist der unumstrittene PS-König in der Schweiz. Neben dem völlig abgedrehten Regera stellt der schwedische Hersteller mit dem Agera RS eine 1.160 PS starke rennstreckentaugliche Version des Agera auf dem Genfer Autosalon vor. Sie soll auch noch alltagstauglich bleiben. Wie geht das?

03.03.2015 Roman Domes Powered by

Auf den ersten Blick sieht der Koenigsegg Agera RS einem anderen Fahrzeug zum Verwechseln ähnlich. Der Zwilling kommt aus dem gleichen Haus, und nennt sich One:1. Der Agera RS bedient sich einiger Teile des 1.360 PS starken One:1. Auch das Einsatzgebiet des RS ähnelt dem des noch extremeren Extrem-Schweden: Nach Angaben von Koenigsegg fühlt sich der Agera RS vor allem auf der Rennstrecke zu Hause.

Koenigsegg Regera - Studiofotos 2015
Koenigsegg präsentiert den 1.500-PS-Regera 1:01 Min.

Getunter 5-Liter-Twinturbo-V8 im Agera RS mit 1.160 PS

Das Herz des Koenigsegg entspricht dem des normalen Agera, wenn man in dieser Leistungsklasse überhaupt von "normal" sprechen kann. Der 189 Kilo leichte Fünfliter-V8 mit Trockensumpf-Schmierung wird von zwei Turboladern mit Keramik-Kugellagern unter Druck gesetzt, genau genommen sind es 1,3 bar mit normalem Benzin und 1,4 bar bei der Verwendung von E85. Dieser Treibstoff besteht zu 85 % aus Bioethanol und zu 15 % aus normalem Benzin.

Im Gegensatz zum One:1 oder dem Serien-Agera (1.130 PS) erreicht der RS seine Maximalleistung bereits mit normalem Benzin, nicht erst mit E85 – dennoch verträgt der Agera RS beide Treibstoffsorten. Seine 1.160 PS liegen bei 7.800/min an, maximal dreht das Triebwerk bis 8.250/min. Die Literleistung beträgt beim Koenigsegg Agera RS 232 PS. Zum Vergleich: Der nagelneue Porsche 911 GT3 RS hat mit 125 PS pro Liter mehr als 100 PS weniger, saugt aber auch frei und ohne Aufladung Luft in die Brennkammern.

Der Agera RS leistet auch ein maximales Drehmoment, von dem Saugmotoren nur träumen können: Beeindruckende 1.280 Nm stemmt der Fünfliter-V8 bei 4.100/min, bereits ab 2.700/min sind es deren 1.000 Nm. Die gesamte Kraft wird über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse geschickt.

Aktive Aerodynamik und 485 Kilo Anpressdruck

Adrian Newey steht zwar nicht bei Koenigsegg unter Vertrag, die Aerodynamik des Agera RS ist dennoch nicht minder beeindruckend wie die der Red Bull-Renner. Das mit Betriebsflüssigkeiten knapp 1,4 Tonnen schwere Fahrzeug wiegt bei 250 km/h beinahe 1,9 Tonnen. Bei dieser Geschwindigkeit lasten 485 Kilo Abtrieb auf dem Agera RS. Die werden mithilfe ausgeklügelter Flügel, aktiven Spoilern und einem – ebenfalls vom One:1 abgekupferten – aktiven Unterboden erzeugt. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Der Koenigsegg Agera RS hat auch an Gewicht verloren. Ein geändertes Chassis, eine neue Mischung der Karosseriebestandteile, reduzierte und leichtere Geräusch-Isolierung sollen den RS leichter werden lassen als die R- und S-Modelle des Agera.

Koenigsegg Agera RS mit Features für den Alltag

Um die - nun, ja - Alltagstauglichkeit der 1.160 PS starken Carbon-Flunder zu gewährleisten, verfügt der Agera RS über einige interessante Features. Dazu gehört zum Beispiel das Noselifting-System, das die Front anhebt – auf 150 mm Bodenfreiheit. Zusätzlich kann der Kunde ein Selbstnivellierungs-System ordern, das die Bodenfreiheit automatisch regelt. Auch eine aktive Geräusch-Isolierung steht zur Verfügung – falls der V8 dann doch irgendwann zu laut brüllt.

Seine Premiere feiert der Koenigsegg Agera RS auf dem Genfer Autosalon. Insgesamt 25 Stück will der schwedische Hyper-Sportwagenbauer produzieren, zehn sind schon verkauft. Über Preise äußerte sich Koenigsegg nicht – unter 1,5 Millionen Euro dürfte jedoch nicht viel gehen: Soviel kostet bereits der Agera R. Immerhin bekommt der Kunde mit dem Agera RS ein Fahrzeug, das dem One:1 zum Verwechseln ähnlich sieht.

Wie sich der Koenigsegg wohl auf der Nordschleife schlagen wird? Seit längerem kursieren Gerüchte, dass die Schweden dem Porsche 918 Spyder den Rekord (6:57 min) entreißen wollen.

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