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Kompakt-SUV-Zukunft

Neue kleine Offroader bis 2013

Citroen C-Crossback Foto: Schulte 38 Bilder

Der Boom im Segment der kleinen Offroader hält unvermindert an. Bis 2013 gehen daher zahlreiche weitere Kompakt-SUV-Modelle an den Start. Unter anderem von Citroen, Peugeot, Mercedes und Volvo.

20.07.2011

Früher verirrten sich nur wenige Geländewagen in Städte. Am Steuer saßen Landärzte auf Shoppingtour, passionierte Reiter und Jäger oder einige wenige Individualisten. Mit diesem Exotenstatus ist es längst vorbei. Allein von Januar bis Mai 2011 wurden in Deutschland über 150.000 Offroader neu zugelassen – fast 50 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Geländewagen und ihre weniger kernigen Ableger namens SUV sind angesagt.

PSA bringt ASX-Ableger

So hat sich Nissan bereits 2006 entschieden, auf ein konventionelles Kompaktmodell wie den Almera zu verzichten. Das Volumen macht die Marke nun mit dem SUV Qashqai. Auch bei der Konkurrenz hat das veränderte Kundeninteresse tiefgreifende Auswirkungen gezeitigt. Beispiel Mitsubishi: Das Kompaktmodell Lancer spielt am deutschen Markt mit 1.698 Neuzulassungen bis Ende Mai praktisch keine Rolle. Vom kompakten Offroader ASX wurden dagegen in diesem
Jahr hierzulande bereits 4.665 Stück verkauft. Von diesem Trend wollen Peugeot und Citroën, die in diesem Segment nur schwach vertreten sind (Peugeot 3008 bislang nur mit Frontantrieb), nun auch profitieren. Nachdem die Franzosen schon bei anderen Baureihen mit Mitsubishi kooperieren, folgen nun 2013 zwei Derivate des ASX. 

Doch anders als bei den nahezu baugleichen Brüdern des Mitsubishi Outlander (Peugeot 4007, Citroën C-Crosser) werden sich die kleineren Modelle Citroën C-Crossback und Peugeot RXC deutlicher vom japanischen Technikspender unterscheiden. Das liegt unter anderem daran, dass die Franzosen beim ASX – anders als beim Outlander – bereits früh in Konzeption und Entwicklung eingebunden waren. Der Einbau ihrer HDi-Diesel ist deshalb ebenso problemlos möglich wie die Adaption der Spritspar-Variante e-HDi, bei der der Motor etwa bereits in der Abbremsphase vor einer Ampel ausgeschaltet wird. Die Preise der beiden rund 4,30 Meter langen SUV starten bei etwa 20.000 Euro – ausgestattet mit Frontantrieb und einem 120 PS starken Vierzylinder-Benziner ohne Turboaufladung. Darüber hinaus stehen ein 1,6-Liter-HDi mit 120 PS sowie ein Zweiliter-HDi mit 140 PS und 165 PS zur Verfügung. Den stärksten Diesel soll es wahlweise mit Automatikgetriebe geben. Zudem befindet sich derzeit ein eigenes Doppelkupplungsgetriebe in der Entwicklung, das in die ASX-Derivate Einzug halten könnte. Problem: Die Ingenieure müssen Zeit aufholen, da das Projekt während der Autokrise 2008 bis 2009 eingefroren wurde.

Neue SUV von Opel und Mazda

Wie bei den Motoren, so gehen die Franzosen auch beim Design eigene Wege. Eigenständige Front- und Heckpartie sowie ein neu gestaltetes Cockpit sollen für eine stärkere Differenzierung zum Mitsubishi sorgen, als das bei Outlander und Co. der Fall ist. Dem großen Erfolg des Nissan Qashqai eifern neben VW Tiguan, Toyota RAV4 oder Skoda Yeti in Zukunft aber noch mehr Modelle nach. So stellt Opel dem mäßig erfolgreichen Antara einen kleineren Bruder auf Corsa-Basis an die Seite, der ebenso 2012 auf den Markt kommen soll wie der 4,50 Meter lange Mazda CX-5. Um zehn Zentimeter auf etwa das gleiche Maß wächst auch der Kuga, den Ford in zwei Jahren erneuert.

Mercedes und Volvo mit Premium-Modellen

Bei den Premiummarken ist bislang nur BMW mit dem X1 in dieser Klasse vertreten, von dem 2010 in Westeuropa rund 75.000 Einheiten verkauft wurden. Mit 4,45 Meter Länge liegt er etwas über dem neuen Audi Q3 (4,39 Meter), während X3 und Q5 schon eine Nummer größer und deutlich teurer sind. Mercedes hat derzeit nur den 4,53 Meter langen GLK im Angebot. Ein kleiner SUV auf Basis der neuen A- und B-Klasse wird allerdings 2014 die Baureihe abrunden. Der knapp 4,30 Meter kurze GLC soll schon zu Preisen von unter 30.000 Euro angeboten werden. Da er konsequent auf Straßenbetrieb ausgelegt wird, unterscheiden sich Radstand und Bodenfreiheit nur marginal von der B-Klasse. Allradantrieb soll dennoch optional erhältlich sein, ebenso ein spezielles Offroad-Paket. Trotz seiner kompakten Abmessungen wird der Innenraum genügend Platz für fünf Personen und der Kofferraum über 400 Liter Volumen bieten.

Auch der Volvo XC 40 schlägt in diese Kerbe. Er wird zwar mit rund 4,50 Metern etwas länger, macht aber ebenfalls auf soften Offroader. Die höher gelegte Version des künftigen V40 wird es ab Anfang 2013 mit Front- oder Allradantrieb geben.

Angesichts dieser Modellflut, die in den kommenden Jahren in die Schauräume der Händler schwappt, werden Offroader wohl noch stärker das Stadtbild prägen. Sie brauchen aber künftig kaum mehr Platz und Sprit als entsprechende Kompaktwagen. Vielleicht ist eines Tages ja sogar der Limousinen-Fahrer der Exot in seinem Viertel.

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