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Kompaktklasse-Zukunft

Neue Gegner für den Golf

BMW 1er Dreitürer Foto: Christian Schulte 28 Bilder

Das Wettrüsten gegen den Helden aus Wolfsburg geht weiter: Die kommenden VW Golf-Herausforderer bietet mehr Sicherheit, mehr Effizienz, mehr Unterhaltung – und BMW bricht gar mit der eigenen Tradition.

04.10.2013 Jens Dralle

BMW 1er mit Frontantrieb ab 2016

Der BMW 1er hat keinen Vorderradantrieb. Jetzt wissen Sie, was ihn so sportlich macht" – so lautete 2004 die Werbebotschaft für den damals neuen Kompakten. In rund drei Jahren verabschiedet sich BMW von diesem Alleinstellungsmerkmal und stellt auf Vorderradantrieb um. Kleiner Trost: Dass der Konzern auch damit umgehen kann, beweist der Mini bei jedem Test aufs Neue. Den Auftakt zur neuen BMW-Ära bildet im Frühjahr 2014 der Van Active Tourer, der zudem die neuen Dreizylinder-Turbomotoren mitbringt. Die 1,5-Liter-Benziner sollen mittelfristig ein Leistungsspektrum von 95 bis 136 PS abdecken, darüber kommen Zweiliter-Vierzylinder aus dem Motorenbaukasten zum Einsatz. Für die Dieseltriebwerke gilt dasselbe, auch sie wird es künftig mit drei und vier Zylindern geben. Und der Sechszylinder? Dessen Karriere neigt sich dem Ende zu, zumindest in diesem Segment, denn der Reihenmotor eignet sich nicht zum Quereinbau. Daher muss sich die M GmbH künftig ebenfalls mit Vierzylinder-Motoren und Allradantrieb auseinandersetzen.

Das neue Antriebslayout schafft zwar Platz im Interieur, ein Raumwunder dürfen die Kunden allerdings nicht erwarten. "Beim Design bleiben wir unabhängig vom Antrieb den klassischen Proportionen mit langgestreckter Frontpartie und kurzem Heck treu", verrät Adrian van Hooydonk, Leiter BMW Group Design. Wozu also die Umstellung? Zum einen, weil sich zusammen mit den Stückzahlen des Mini bessere Skaleneffekte erzielen lassen, und zum anderen ermöglicht die flexiblere Architektur eine größere Variantenvielfalt.

So können die Bayern künftig das global gesehen wichtige Segment der Stufenheck-Limousinen bedienen. Ein Gran Coupé wäre ebenfalls möglich, ist jedoch konzernintern aufgrund des mäßigen Platzangebotes im Fond derzeit noch umstritten. Beim Active Tourer sind dagegen keine Raumprobleme zu erwarten, er bietet wahlweise sogar sieben Sitzplätze.

Mit dem Van erweitert BMW zudem das Angebot an internetbasierten Diensten und führt das Head-up-Display ein, allerdings nicht wie aus 3er & Co bekannt, sondern mit einer separaten kleinen Scheibe. Ob sich die 1er-Fans daran schneller gewöhnen als an den Frontantrieb?

Mini mit mehr Größe und Technik ab 2014

Der Mini als Gegner des Golf? Ja nun, auch wenn der angesagte, 3,72 Meter lange Briten-Bayer auch in der nächsten Generation nicht an die Abmessungen des Wolfsburgers (4,26 Meter Länge) heranreichen wird: Speziell der knapp vier Meter messende viertürige Mini macht Schluss mit dem extraknappen Platzangebot im Fond und Kofferraum.

Als Erster startet Anfang 2014 jedoch der Zweitürer, zunächst mit drei Motorisierungen. Sie stammen alle aus dem neuen Motorenbaukasten und leisten 115 PS (Cooper D), 136 PS (Cooper) und 190 PS (Cooper S). Der Diesel sowie der vorläufige Basisbenziner – schwächere Varianten folgen mit rund sechsmonatiger Verzögerung – verfügen über drei Zylinder und 1,5 Liter Hubraum. Beim Selbstzünder beträgt das maximale Drehmoment 270 Newtonmeter, der Verbrauch soll gegenüber dem aktuellen Modell um sieben Prozent auf rund 3,5 L/100 km sinken. Der Cooper-Motor entwickelt ein maximales Drehmoment von 230 Nm, beim Cooper S sind es sogar 300 Nm – allerdings in beiden Fällen nur per kurzzeitigem Overboost. Alle Aggregate verfügen über eine Start-Stopp-Automatik, auch wenn sie statt dem serienmäßigen Sechsgang-Getriebe mit der optionalen Achtstufen-Automatik bestellt werden. Apropos Aufpreisliste: Dort finden sich künftig Extras wie ein Abstandsregeltempomat, Verkehrszeichenerkennung, blendfreier Fernlichtassistent sowie ein Head-up-Display. Der Notbremsassitent mit Kollisionswarnung könnte dagegen zum Serienumfang zählen.

Und das Fahrwerk, dessen Qualitäten zum Erfolg des Mini führten? Die Grundkonstruktion mit Eingelenk-Federbein-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse wird beibehalten. Im Detail verändert sich allerdings die Spurweite, und auch die verwendeten Materialien sind neu, um das Gewicht zu drücken. Zudem ermöglicht die Hinterachs-Konstruktion den Einsatz eines Allradantriebs. Darüber hinaus bietet Mini erstmals per Tastendruck verstellbare Stoßdämpfer an, die über eine sportliche und eine komfortbetonte Kennlinie verfügen. Und wem der Mini dann doch irgendwie zu groß geraten sein sollte, der kann eine Rückfahrkamera sowie einen Einparkassistenten ordern.

Infiniti Q30 mit Mercedes-Genen kommt 2015

Derzeit agiert Infinti, Nissans noble Tochter, in Europa noch recht verhalten. Das liegt vor allem an den von etablierten Marken dominierten Hochpreis-Segmenten, in denen sich die Marke bisher bewegt, sowie an den teuer aus Japan importierten Modellen. In rund zwei Jahren läuft allerdings im britischen Sunderland die Produktion des Q30 an, der in die populäre Klasse der hochwertigen Kompaktwagen einzieht und damit gegen Audi A3, BMW 1er und Volvo V40 antritt – und gegen die Mercedes A-Klasse, aus deren Technik-Baukasten er sich bedient. Infiniti legt ebenfalls Wert auf ein agiles Fahrverhalten und ein eigenständiges Design, das nicht unbedingt auf optimale Raumausnutzung abzielt. Bis dahin sind auch die ersten Vertreter einer neuen Vierzylinder-Motorengeneration fertig, die von Renault-Nissan und Daimler gemeinsam entwickelt wird.

Nissan Tiida kommt konventionell ab 2014

Die Strategie, in der Klein- und Kompaktwagen-Klasse vorwiegend auf Crossover-Modelle zu setzen, hat sich für Nissan bewährt. Doch die Japaner glauben, dass sich einige Kunden nach einem konventionellen Kompakten zurücksehnen – und der kommt 2014 aus spanischer Produktion. Der Viertürer leitet sich von dem auf einigen Märkten in Übersee angebotenen Tiida/Pulsar ab, bekommt allerdings einen anderen Namen. Zudem tritt er selbstbewusst auf, erhält ein Design, das sich von dem des auf der IAA vorgestellten X-Trail ableitet. Ende 2014 feiert der Kompakte Premiere, der neue Qashqai dagegen schon im November.

Ford Focus kommt 2014

Bereits Anfang kommenden Jahres steht die Überarbeitung des Ford Focus an. Die Kölner wissen dabei ganz genau, was zu tun ist: das Bedienkonzept zu entwirren. Ein Großteil der zahlreichen und vor allem sehr kleinen Tasten fliegt daher zugunsten eines klar strukturier- ten, berührungsempfindlichen Bildschirms raus. Kunden, die sich ein Navigationssystem ab Werk gönnen, bekommen so endlich auch eine ordentliche Kartendarstellung. Darüber hinaus verspricht Ford Neuerungen zum Thema intelligente Verkehrsführung und Assistenzsysteme, will sich derzeit aber nicht in die Karten schauen lassen. Antriebsseitig dürfte hingegen kaum etwas passieren, da Ford mit den Drei- und Vierzylinder-Ecoboost-Motoren bereits bestens aufgestellt ist. Selbst Elektroantrieb ist schon jetzt verfügbar, einen Hybrid bekommt dagegen nur der C-Max.

Neuer Opel Astra ab Ende 2015

Was sich Opel für die nächste Generation des Astra vorgenommen hat, wirkt ambitioniert. Für die Marke ist das C-Segment die tragende Säule, weshalb das neue Kompaktmodell Maßstäbe bei der Sicherheits- und Infotainment-Ausstattung setzen soll. Wie das im Detail aussieht, zeigen bereits erste Versuchsträger mit LED-Matrix-Scheinwerfern und der Adam, der sich beinahe wie ein Smartphone bedienen lässt. Und wie soll er sich fahren? Am Fahrwerk gibt es ja schon heute wenig auszusetzen, an der Effizienz der Motoren dagegen schon mehr – und am Gewicht. Über 150 Kilogramm wollen die Ingenieure einsparen, damit die neuen Turbo-Triebwerke, die teils schon im aktuellen Modell debütieren, leichtes Spiel haben. Neben den 1,6-Liter-Vierzylindern bekommt der Astra auch Einliter-Dreizylinder. Und damit der Fortschritt auch sichtbar wird, darf der Opel optisch recht aggressiv auftreten.

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