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Kompaktlimousinen

Audi A3 und Opel Astra mit Stufenheck

Opel Astra Stufenheck Foto: Christian Schulte 23 Bilder

Dem Stufenheck in der Kompaktklasse hauchen nach VW Jetta und Renault Fluence nun auch Opel und Audi neues Leben ein. Dass klassische Limousinen nicht bieder und langweilig aussehen müssen, zeigen Opel Astra und Audi A3.

28.10.2010 Jens Katemann

Was haben Modellportfolios von Autoherstellern mit Kleiderschränken gemeinsam? Beide neigen dazu, voll zu werden. Doch ausmisten birgt immer ein Risiko: Klassiker wie Schlaghosen und Achtziger-Jahre-Sakkos könnten ja wieder in Mode kommen. So wie in der Autoindustrie die kompakte Stufenheck-Limousine, die dank weltweit steigender Popularität derzeit ihr Comeback feiert. Die Designer setzen dabei häufiger auf eine coupéhafte Linie, wie sie die erste Generation des Mercedes CLS salonfähig gemacht hat.

Stufenheck-Version des Opel Astra soll Ende 2011 kommen

Dieses wieder neu entdeckte Feld der Stufenheck-Limousinen will Opel der Konkurrenz nicht überlassen. Wie aus Unternehmenskreisen verlautet, werden die Rüsselsheimer vom Astra Ende 2011 eine neue Stufenheck-Version auflegen. Anders als der in Polen gefertigte Vorgänger, der mit abgespeckter Sicherheitsausstattung vor allem für ost- und südeuropäische Märkte gedacht war, soll der Neue auch alte Vectra-Kunden im verwöhnten Westeuropa zurückerobern. Denn dort, wo Opel mit Astra, Vectra und Omega früher in allen Klassen Limousinen zu bieten hatte, gibt es derzeit nur den mit 4,83 Metern viel größeren Opel Insignia.

Und der beweist, dass Potenzial für mehr da ist: Jeder vierte Kunde entscheidet sich für die Stufenheck-Version des Opel Insignia, dessen attraktives Design nun auch der Opel Astra mit Stufenheck erhält. Technisch basiert er auf derselben Plattform wie alle Derivate der Baureihe, der Radstand bleibt unverändert. In der Länge sortiert sich das Stufenheck-Modell des Opel Astra zwischen Limousine (4,42 Meter) und Sports Tourer (4,70 Meter) ein. Es misst knapp 4,60 Meter. Die Zwei-Klassen-Gesellschaft bei der Sicherheitsausstattung wird abgeschafft. Künftig sichern sechs statt bisher vier Airbags die Passagiere, stehen Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent zur Verfügung.

Neue Motoren und ein Doppelkupplungsgetriebe im Programm

Vorbei sind dann auch die Zeiten des lethargischen Saugbenziners mit 115 PS. Bereits zur Markteinführung soll es das neue Modell mit 1,4- und 1,6-Liter-Turbobenzinern geben. Auch alle für die Opel Astra-Baureihe verfügbaren Dieselmotoren vom 1.3 CDTi mit 95 PS bis zum 2.0 CDTi mit 160 PS will Opel für das Stufenheck anbieten. Weiteres Highlight: Bis zum Verkaufsstart ist wohl auch ein Doppelkupplungsgetriebe im Programm.

Der Opel Astra mit Stufenheck soll aber nicht nur die Herzen der Europäer erobern. GM denkt auch über einen Verkauf in Nordamerika unter dem Markennamen Buick nach. Der Opel Insignia wird dort bereits als Buick Regal angeboten, und die USA sind neben China der größte Markt für kompakte Stufenheck-Limousinen. Toyota setzt jährlich allein in Nordamerika rund 300.000 Corolla mit dieser Karosserieform ab. Der kompakte Japaner ist mit rund 180.000 Einheiten auch in China ein Topseller, dicht gefolgt vom Chevrolet Cruze, der ebenfalls auf dem Opel Astra basiert. Die Nummer eins auf dem chinesischen Markt war 2009 laut den Marktbeobachtern von IHS Automotive allerdings noch der VW Jetta.

Audi A3 mit Stufenheck kommt 2013

Konzernschwester Audi ist dagegen in dem Segment nicht vertreten, bietet etwa in den USA in der Kompaktklasse derzeit nur den A3 Sportback an. In Nordamerika stehen auch nur zwei Motorisierungen für den Audi A3  zur Wahl: der aufgeladene Zweiliter-Benziner mit 200 PS und ein Zweiliter-Turbodiesel mit 140 PS. Entsprechend gering sind die Verkäufe. 2009 entschieden sich gut 5.000 US-Kunden für einen Audi A3. Zum Vergleich: BMW setzte allein vom limousinenhaft gezeichneten 1er Coupé über 6.000 Einheiten ab.

Damit sich dieses Missverhältnis ändert, erweitert Audi mit der neuen A3-Generation (ab 2012) das Portfolio um eine dynamisch gezeichnete, viertürige Stufenheck-Limousine, die 2013 folgt und mit rund 4,50 Meter Länge kürzer als der VW Jetta wird. Hintergrund: Audi will den Abstand zum größeren A4 wahren. Der Premiumanbieter rechnet sich außer in den USA auch in China und Europa Chancen aus, den Kundenkreis zu erweitern. Gebaut werden soll die Audi A3 Stufenheck-Limousine im ungarischen Werk Györ. Von 2013 an werden dort auf einer
neuen Produktionsstraße rund 125.000 Autos pro Jahr vom Band rollen, darunter neben
Audi A3 Stufenheck und Cabriolet auch Audi TT Coupé und Roadster. Audi investiert rund 900 Millionen Euro und schafft 1.800 neue Arbeitsplätze.

Nachfrage nach Stufenheck-Modellen wird deutlich steigen

Gut investiertes Geld zumindest im Hinblick auf die Stufenheck-Version des Audi A3. Denn die Nachfrage nach dieser Karosserieform wird nach Prognosen von IHS Automotive weltweit deutlich steigen. In Europa erwarten die Marktbeobachter zwischen 2009 und 2014 einen Anstieg um rund 80 Prozent, in Nordamerika um 26 Prozent und in China um gut 40 Prozent.
Und Deutschland? Vielleicht steigt auch im Land der Kombis der eine oder andere auf eine Limousine um. Das Angebot wird künftig jedenfalls viel reizvoller.

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