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World Mobility Forum 2009

Wie viel Mobilität können wir uns noch leisten - und was müssen wir dafür tun?

Foto: dpa

Die Autofahrer sind geschockt. Und Experten diskutieren darüber, ob der Förderpeak bereits erreicht ist - oder ob das erst 2010 der Fall sein wird.Die CO2-Diskussion hat bereits 2007 tiefe Spuren hinterlassen. 2008 hatten wir ein ganz anderes Horrorthema: Der Erdölpreis als Spekulationsobjekt. Über 160 Dollar kostete das Barrel Rohöl zeitweise. Mittlerweile sind die Preise zwar wieder gefallen, an den Tankstellen spürt man davon aber recht wenig. Die Autofahrer sind geschockt. Und Experten diskutieren darüber, ob der Förderpeak bereits erreicht ist - oder ob das erst 2010 der Fall sein wird.

25.09.2000

Egal, pro Tag verbraucht jeder Bundesbürger durchschnittlich fünf Liter Erdöl, als Kraftstoff, Verpackungsmaterial oder fürs Heizen. Und der ungeheuere Energiebedarf in den Wachstumsmärkten wie China oder Indien wird den Rohölverbrauch weiter vorantreiben. Die Ressource Öl wird knapper. Und die Automobilindustrie scheint die Zeichen der Zeit verstanden zu haben. "Wir arbeiten gezielt daran, unabhängig vom Erdöl zu werden", betont VW-Chef Martin Winterkorn. "Die Abkoppelung von fossilen Brennstoffen ist dringend erforderlich. Wir müssen regenerative Energien mehr nutzen." Und auch Daimler-Chef Dieter Zetsche unterstreicht: "Letztlich wird der Weg der Autoindustrie zu emissionsfreien Fahrzeugen führen, die nicht auf Basis von Rohöl betrieben werden."

Alternativen sind momentan das zentrale Thema. Ethanol als Erdölersatz könnte helfen. Aber die Ethanol-Produktion aus Mais greift beispielsweise direkt in die Futter- und Nahrungsmittelkette ein. Mobilität auf Kosten der Grundversorgung mit Nahrungsmitteln? Das ist die falsche Strategie. Und Ethanol aus Brasilien? Auch kein allzu guter Weg aus dem Energieengpass heraus. Mit steigendem Ethanolbedarf, beispielsweise für Länder wie Schweden, muss der Regenwald den Zuckerrohrplantagen weichen. Ein Bärendienst für die CO2-Reduktion.

Die Autoindustrie hat auf dem Weg zur Abkoppelung von fossilen Brennstoffen längst das Elektroauto wieder entdeckt. Das wurde bekanntlich bereits um die vorletzte Jahrhundertwende von Ferdinand Porsche entwickelt. Und die Probleme mit der Batterie trugen schon damals dazu bei, dass sich der Verbrennungsmotor durchsetzen konnte. Mit der Lithium-Ionen-Batterie scheint es den Durchbruch zu geben. Autobauer und Zulieferer arbeiten mit Hochdruck an der neuen Technologie. 2009 kommen die ersten Autos mit der neuen Batterie-Technik in Serie. Trotzdem ist vieles von Fragezeichen begleitet: Das gilt für die noch viel zu hohen Kosten und für die mangelnde Lebensdauer. Aber auch sonst gibt es Fragen, die noch nicht schlüssig beantwortet werden können. Was passiert beispielsweise, wenn in den großen Metropolen die vielen tausend E-Mobile abends an die Steckdose gehen? Bricht dann das Stromnetz zusammen? Und begeben wir uns nach dem Erdöl mit dem Strom gleich in die nächste Abhängigkeit? Wir steigen in Deutschland aus der Atomstromerzeugung aus, aber um uns herum wachsen neue Atomkraftwerke. Ist Strom die richtige Antwort auf die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen?

Diese Themen wollen wir am 28. Januar 2009 beim World Mobility Forum in Stuttgart diskutieren. Die Themen der beiden Panel-Diskussionen: "Essen oder Fahren?" und "Fahren wir elektrisch in die Zukunft?".

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