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Insolvenz bei Autotuner Carlsson

Koreaner übernehmen Mercedes-Veredler

Carlsson Mercedes E-Klasse Foto: Carlsson

Autotuner Carlsson hatte im Mai Insolvenz angemeldet. Jetzt wurde der Veredler vom koreanischen Autozulieferer Sambo Motors übernommen.

09.12.2015 Uli Baumann

Differenzen unter den Gesellschaftern hatten zu Zahlungsproblemen geführt, da der chinesische Mehrheitsgesellschafter seine Zahlungen eingestellt hatte. Neben Unternehmer Mathias R. Albert, der bislang als Geschäftsführer für Carlsson aktiv war, hielt seit 2012 die Hongkonger Gruppe Zhongsheng 70 Prozent der Anteile an Carlsson.

Koreaner übernehmen alle Mitarbeiter

Der chinesische Investor sei jetzt nicht mehr bereit gewesen, das Unternehmen zu unterstützen, berichtete Automobil Industrie mit Verweis auf den Insolvenzverwalter Robert Schiebe. Carlsson sollte ursprünglich für die chinesische Unternehmensgruppe nicht nur Entwicklungs- und Ingenieurdienstleistungen bereit stellen, sondern hatte auch den Ausbau seines Händlernetzes in China geplant.

Während des Investorenprozesses wurden vom Insolvenzverwalter mehr als 250 nationale und internationale Interessenten angesprochen. Zum Schluss verblieben noch vier Bieter, die hohe Anzahlungen geleistet hatten. Der Gläubigerausschuss entschied sich am 19. November einstimmig für das Angebot von Sambo Motors, die den Tuner zum 4. Dezember mit allen 30 Mitarbeitern übernommen hat. Der koreanische Fahrzeugzulieferer, der 2014 mit rund 3.000 Mitarbeitern weltweit über eine Milliarde US-Dollar umsetzte, will den saarländischen Standort Merzig stärken. Neben den bisherigen Zubehörteilen sollen auch Sonderserien für Fahrzeughersteller angeboten werden.

Im Jahr 2013 hatte Carlsson mit einem Umsatz von 30 Millionen Euro sein bis dahin bestes Ergebnis erzielt. Doch statt des angepeilten weiteren Umsatzwachstums brachen die Erlöse im folgenden Jahr um knapp die Hälfte ein: 2014 lag der Umsatz bei nur noch 18 Millionen Euro.

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