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Korres P4 All Terrain Supercar

Einer für alles

Korres P4 Supercar Foto: One-Off Engineering 18 Bilder

Mit über 500 PS auf der Autobahn Porsches jagen. Mit maximalem Drift über einen Rallyekurs braten. Und danach ein bisschen Bergsteigen. Der Korres P4 schafft das dank seines revolutionären Fahrwerks.

29.02.2016 Torsten Seibt Powered by

Ein Geländewagen ist kein Rallyeauto ist kein Sportwagen? Von dieser Auffassung darf man sich beim Korres P4 verabschieden, denn der ist tatsächlich alles in einem. Wenn Ihnen der Name Korres nichts sagt, ist das kein Wunder: Der P4 ist ein Prototyp, benannt nach seinem Erfinder Dimitris Korres, einem griechischen Ingenieur und Architekt.

Korres P4 SupercarFoto: One-Off Engineering
Korres P4 Supercar
Griechisches Wunderauto mit Corvette-V8 2:13 Min.

Obwohl der Korres P4 alleine mit seinen Leistungsdaten aufhorchen lässt – 505 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h sprechen eine deutliche Sprache – ist es vor allem der Unterbau der Supercar-Flunder, der für große Augen sorgt. Hier findet sich das von Dimitris Korres ersonnene Fahrwerk, das ziemlich anders als alles andere ist.

Supercar als Offroad-Schreck

Korres verbindet die Einzelradaufhängung untereinander. Vorder- und Hinterachse sowie die beiden Räder einer Achse sind über Stelllenker mechanisch miteinander verbunden (siehe Konstruktionszeichnung in der Bildergalerie). Auf diese Weise erreicht Korres ein vergleichbares Verhalten wie mit einem Starrachsfahrwerk, wenn es in eine Verschränkungspassage geht – die Räder halten so lange wie möglich Bodenkontakt. Das System kommt ohne teure und defektgefährdete Steuertechnik aus, wie sie beispielsweise mit einem ähnlichen Konstruktionsziel Land Rover bei der Luftfederung des Range Rover einsetzt.

Der zweite Schlüssel zum Alleskönner ist die Verstellbarkeit des Fahrwerks vom Cockpit aus, auch während der Fahrt. Um unglaubliche 50 Zentimeter lässt sich der Korres P4 von der tiefsten auf die höchste Fahrwerkstufe variieren. Mit der Höherlegung um einen halben Meter und der gewaltigen Verschränkung gibt es dann im Gelände kaum noch ein Halten, der Korres P4 klettert über Felsbrocken und Stufen, als wäre es das Normalste der Welt.

Ein halber Meter Verstellweg für die Federung

Hierbei verändert das Fahrwerk seine Federrate je nach Höhenlevel. Wenn der Korres P4 sich im Sportwagenmodus auf eine Gesamthöhe von 1.250 Millimeter duckt, fährt sich das Auto wankarm und direkt. Je höher das Fahrwerk ausgefahren wird, desto weicher reagiert es. Mit der mittelhohen Einstellung ist der Allradler dann beispielsweise gerüstet, um mit vollem Alarm eine WRC-Rallyestrecke durchzupeitschen. Kein leeres Versprechen: Korres ließ Rallye-Legende Tommi Mäkinen einen Stint mit dem P4 fahren, der vierfache Rallye-Weltmeister zeigte sich anschließend tief beeindruckt.

Korres P4 SupercarFoto: One-Off Engineering

Ein guter Teil des üppigen Leergewichts des Korres P4 (1.600 kg) ist der Furie unter der Kunststoffhaube geschuldet. Dort tobt der 505 PS starke LS7-V8 mit sieben Liter Hubraum, der zum Beispiel in der Corvette Z06 für Frohsinn sorgt. In 3,8 Sekunden soll der Ami-Achter den Korres P4 auf Tempo 100 abfeuern. Geschaltet wird manuell per Sechsgang-Getriebe, ein nachgeschaltetes Verteilergetriebe hält noch drei weitere Übersetzungsabstufungen parat: als Overdrive für sparsame Straßenfahrt, direkt übersetzt für den Sporteinsatz und mit kurzer Stufe für den langsamen Geländebetrieb.

Korres P4 mit Siebenliter-V8

Dabei ist der fette V8 eigentlich Nebensache, vorstellen könnte man sich so manchen kräftigen, aber etwas leichteren Motor im Korres P4. Denn das patentierte Fahrwerkssystem als Herzstück ist es, das Korres mit seinem Prototyp bekannt machen möchte. Eine Serienfertigung des P4 ist nicht geplant, stattdessen sucht der Techniker nach Käufern für das Gesamtprojekt oder Industriepartnern, die das Fahrwerk als Basis eines neuen Produkts einsetzen möchten.

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