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Korruption

Hyundai-Manager verhaftet

Foto: ams

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen möglicher Schmiergeldzahlungen hat die südkoreanische Staatsanwaltschaft den Chef der Logistik-Tochter des Autokonzerns Hyundai Motor verhaftet.

29.03.2006

Das Seouler Bezirksgericht erließ nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag (28.3.) Haftbefehl gegen den Vorsitzenden des Unternehmens Glovis, Lee Ju Eun, dem Veruntreuung von Firmengeld in Höhe von knapp sieben Milliarden Won (etwa sechs Millionen Euro) vorgeworfen wird. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden Glovis und andere Konzerntöchter verdächtigt, für Hyundai einen Geheimfonds geschaffen zu haben, aus dem Gelder für Politiker und Regierungsbeamte geflossen sein sollen.

Hyundai war im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen koreanischen Industrie-Lobbyisten ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Glovis und die anderen Firmen sollen für hohe Geldsummen die Dienste des betroffenen Lobbyisten, Kim Jae Rok, in Anspruch genommen haben, damit sich dieser bei Politikern und Beamten für die Geschäftsinteressen Hyundais einsetze.

Kim sitzt bereits seit der vergangenen Woche wegen Korruptionsvorwurfs in Untersuchungshaft. Am Sonntag hatten die Ermittler die Zentralen von Hyundai Motor, der Schwesterfirma Kia Motors sowie die Büros von Glovis und der Autoteile-Firma Hyundai Autonet nach Beweismaterial durchsucht. Gegen eine Reihe von Hyundai-Managern wurde nach koreanischen Zeitungsberichten ein Ausreiseverbot verhängt.

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