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Korruption

Zwei Hyundai-Manager festgenommen

Foto: ams

Im Zuge ihrer Ermittlungen zu möglichen Schmiergeldzahlungen durch Hyundai Motor hat die südkoreanische Staatsanwaltschaft zwei Top-Manager des Autoherstellers festgenommen.

18.04.2006

Dem Chef für Finanzen und Buchführung, Lee Jung Dae, sowie dem Leiter der Beschaffungsabteilung, Kim Seung Nyun, werden Unterschlagung vorgeworfen, teilte die Anklagebehörde am Freitag (14.4.) in Seoul mit. Es gebe Beweise, dass beide in das Anlegen von schwarzen Kassen des Konzerns verwickelt seien. Aus diesen Geheimfonds sollen in den vergangenen Jahren hohe Geldbeträge an Politiker und Regierungsbeamte geflossen sein.

Vizepräsident der staatlichen Bank ebenfalls festgenommen

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Hyundai nahm die Staatsanwaltschaft am Freitag außerdem den früheren Vizepräsidenten der staatlichen Korea Development Bank, Park Sang Bae, fest. Park wird beschuldigt, umgerechnet mehrere hunderttausend Euro vom Konzern angenommen zu haben, um sich für die Abschreibung und Restrukturierung von Schulden zweier Hyundai-Tochterfirmen einzusetzen.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen die Hyundai Motor-Gruppe im vergangenen Monat nach der Verhaftung eines einflussreichen Industrie-Lobbyisten aufgenommen. Er soll Beamte bestochen haben, damit diese sich für die Interessen von Hyundai Motor und dessen Tochterfirmen stark machen. Bereits Ende März wurde der Chef der Hyundai-Logistiktochter Glovis wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von Firmengeldern verhaftet. Zuvor hatten die Ermittler die Zentralen von Hyundai Motor, der Schwesterfirma Kia Motors sowie die Geschäftsräume von Glovis und der Autoteile-Firma Hyundai Autonet durchsucht.

Die Ermittler wollen auch den Chef der zweitgrößten südkoreanischen Industriegruppe, Chung Mong Koo, sowie dessen Sohn und Präsidenten von Kia Motors, Eui Sun, zum Verhör vorladen. Chung soll es jedoch erlaubt werden, Anfang der kommenden Woche zunächst eine geplante Geschäftsreise nach China zu unternehmen.

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