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Kosten Kreditabsicherung

Ein sinnvolles Extra?

VW Golf, Frontansicht Foto: VW 4 Bilder

Im Kreditvertrag erscheint sie oft fast obligatorisch: die Restschuldversicherung. Dabei ist diese Form der Kreditabsicherung in der Regel nicht nötig und vor allem teuer.

14.05.2014 René Olma Powered by

Hundertprozentig sicher kann niemand die Zukunft vorhersehen: Verliere ich den Job? Werde ich schwer krank und arbeitsunfähig? Was passiert dann mit den Raten fürs Auto? Kein Problem, versprechen die Banken: Dieses Risiko lasse sich durch eine Restschuldversicherung (RSV) aus der Welt schaffen.

Den komfortablen Schutz gibt es nicht zum Nulltarif

Diese Police springt ein, wenn der Kreditnehmer stirbt oder arbeitsunfähig wird. Bei manchen Verträgen – etwa bei der VW-Bank – hilft sie auch im Falle von Arbeitslosigkeit. So muss man sich rund ein Jahr lang keine Sorgen um die Monatsraten machen und kann das Auto behalten. Eine tolle Sache eigentlich, doch den komfortablen Schutz gibt es selbstverständlich nicht zum Nulltarif. Ein Kunde zahlt beispielsweise bei einem VW Golf über eine Laufzeit von 36 Monaten 576 Euro mehr als bei einem Darlehen ohne Restschuldversicherung – bei VW heißt sie Kreditschutzbrief. Pro Monat sind das immerhin 16 Euro. Und je teurer das Auto, desto höher fällt der Aufschlag aus. Bei einem Passat sind es schon 32 Euro und bei einem Multivan rund 50 Euro im Monat. Macht über 36 Monate immerhin 1.152 beziehungsweise 1.800 Euro Mehrkosten.

Restschuldversicherung ist verhältnismäßig zu teuer

Je niedriger die Anzahlung, desto höher fällt die Rechnung für die RSV aus. Bei einer klassischen Finanzierung ist sie in der Regel höher als bei einer Drei-Wege-Finanzierung.
Doch braucht man diesen Schutz wirklich? Wer bereits mit einer Lebens- oder Risikolebensversicherung vorgesorgt hat, kann vermutlich auf die Restschuldversicherung verzichten, zumal sie verhältnismäßig teuer ist. Einzig der Schutz bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit kann da noch ein Argument sein.

Doch selbst wenn eine Restschuldversicherung nicht obligatorisch ist, versuchen viele Banken, sie dem Kunden mit Nachdruck anzudrehen. Dabei ist eine verbindliche Koppelung mit dem Kreditvertrag nicht zulässig, da die Kosten der Assekuranz dann in den effektiven Jahreszins mit einkalkuliert werden müssten.

Es geht aber auch anders: Im Rahmen von Sonderzinsaktionen offerieren viele Autobanken die Restschuldversicherung als kostenlose Dreingabe.

Finanzierungskunden sollten nicht auf den GAP-Schutz verzichten

Gut rechnen heißt es bei einer weiteren Masche: Da werden günstige Kreditkonditionen an den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung gekoppelt. Wer ablehnt, muss mit einem Anstieg der Verzinsung rechnen. Dann muss genau geprüft werden, welches von beiden Angeboten preiswerter ist. Unter Umständen kann die vermeintlich günstigere Offerte mit RSV am Ende teurer sein.

Übrigens: Nicht verzichten sollten Finanzierungskunden auf den sogenannten GAP-Schutz in der Kfz-Versicherung. Er deckt bei Totalschäden die Lücke zwischen Restwert und den noch offenen Raten. Gerade bei teuren Fahrzeugen kann das einen hohen Betrag ausmachen.

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