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Kovalainen auf Bewährung

Foto: dpa 69 Bilder

Flavio Briatore kritisiert seinen Schützling Heikki Kovalainen heftig für sein GP-Debüt in Melbourne. Auch Giancarlo Fisichella bekommt sein Fett weg. Der Teamchef macht klar, dass seine Geduld mit der aktuellen Fahrerpaarung Grenzen hat.

19.03.2007 Powered by

Eine Minute und sechs Sekunden verlor der von Rang sechs gestartete Giancarlo Fisichella beim Australien-GP auf Sieger Kimi Räikkönen - zwei Zehntel weniger als der vom 22. Rang gestartete Felipe Massa. Teamkollege Heikki Kovalainen rodelte mehrmals durch die Wiese und war dabei nicht einmal schnell. In seiner besten Runde war er allein sieben Zehntel langsamer als Fisichella.

"Das war absoluter Müll", sagt Flavio Briatore, der zwar einerseits Kovalainens Manager ist, andererseits aber auch Renault-Teamchef, der jedem Gerücht, er betreibe Protektionismus aus dem Weg gehen will. "Ich schütze niemanden", warnt der Italiener.

Flavio Briatore: "Das war Heikkis Bruder"

Doch auch Giancarlo Fisichella kommt nicht ungeschoren davon: "In der zweiten Rennhälfte war er schon im Hotel", kommentiert Briatore die mäßigen Rundenzeiten des Römers.

Briatore räumt ein, dass Schwierigkeiten mit den Bridgestone-Reifen und ein schwer abzustimmendes Auto ihren Beitrag zu den durchwachsenen Leistungen seiner Fahrer beitrugen, aber gerade über Kovalainen herrscht Unverständnis: "Das war nicht der richtige Heikki heute, das war vielleicht sein Bruder", flachste Briatore und fuhr fort: "Wir wissen, dass der Junge gut ist. Wir versuchen, den richtigen Heikki beim nächsten Rennen an den Start zu bringen."

Nelsinho Piquet: Lebende Drohung

Ein defekter Sensor kostete Kovalainen am Samstagmorgen wichtige Trainingszeit, die Eigenheiten in Melbourne sind nicht nur für Neulinge problemantisch. Vor dem Rennen im für Kovalainen ebenfalls unbekannten Sepang kann der Finne immerhin zuvor testen.

Allerdings darf er nur an zwei von drei Testtagen ans Lenkrad. Zum Auftakt wird Nelson Piquet jr im R27 sitzen. Der Brasilianer ist eine lebende Drohung für die Stammfahrer. Während des Rennens in Melbourne saß der Sohn des dreifachen Formel 1-Weltmeisters mit gleichem Namen am Renault-Kommandostand.

Piquet gilt nicht nur als schnell, sondern beeindruckt Briatore auch durch seinen Einsatz. So zog er unlängst von Brasilien ins kalte England. Täglich schaut er in der Team-Fabrik vorbei und hält sich auf dem Laufenden. Dass sich Piquet für höhere Aufgaben bereit macht, ist klar. Die Frage ist nur, welcher der Stammfahrer für ihn möglicherweise über die Klinge springen muss.

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