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Kraftstoff-Studie

Noch kein Ende von Benzin und Diesel in Sicht

Zapfsäule Foto: Hans-Dieter Seufert 6 Bilder

Trotz aller Forschungen an alternativen Antrieben wie Elektroautos wird die Autofahrer-Zukunft bis 2030 nach Angaben aus der Mineralölwirtschaft noch von Benzin und Diesel bestimmt sein.

04.03.2009 1 Kommentar

Auch bei enormen Klimaschutz-Anstrengungen werde der Autoantrieb "immer noch zu über 80 Prozent auf konventionellen Kraftstoffen" beruhen nach jetzt 99 Prozent, heißt es in einer am Donnerstag (12.3.) in Berlin vorgelegten Studie des Shell-Konzerns. Spritverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß würden danach stetig sinken. Das Elektroauto werde bis 2030 allenfalls einen Anteil von zehn Prozent an den Neuzulassungen erreichen. Das entspreche zwei Millionen Autos.

Auto-Bestand nimmt zu

Mit Überwindung der Wirtschaftskrise setzt das Unternehmen auf jährlich drei bis 3,5 Millionen neue Pkw, was den Auto-Bestand bis 2030 weiter von jetzt 47 auf 49,5 Millionen wachsen lassen soll. Auf 1.000 Einwohner kämen dann 630 Pkw statt heute 570, erläuterte Jörg Adolf, Chefvolkswirt der Shell Deutschland Oil GmbH.    

Die Hauptgründe dafür lägen - im Gegensatz zur rückläufigen Bevölkerungsentwicklung - vor allem an der zunehmenden Motorisierung von Frauen und Senioren. "Die automobile Emanzipation schreitet weiter voran." Immer mehr Frauen verfügten über den Führerschein und kauften Autos. Ihre Motorisierung werde von heute 340 auf gut 430 Pkw je 1.000 Frauen ansteigen. "Sie erreicht damit etwa 60 Prozent der Pkw-Motorisierung der Männer", die nur noch geringfügig von heute knapp 700 auf 715 Autos in 2030 zunehmen werde. Der Anteil der über 50-jährigen an der Gesamt-Fahrleistung der Pkw werde bis dahin auf 35 Prozent steigen - nach 23 Prozent in 1995.    

Zwei Szenarien

Die Studie enthält zwei Szenarien für Klimaschutz und Technik-Entwicklung. Danach haben bei nur mäßigem technologischen Fortschritt ("Trend-Szenario") Benzin und Dieselkraftstoff im Jahr 2030 einen Anteil von immer noch knapp 75 Prozent - ohne die Sprit-Anteile für Hybrid-Autos, die mit Verbrennungs- und Elektromotor ausgestattet sind. Bei sehr ehrgeizigen technologischen Bemühungen ("Mobilität im Wandel-Szenario") fällt dieser Anteil auf rund 35 Prozent. Der spezifische Kraftstoffverbrauch des gesamten Pkw-Bestandes werde dann von jetzt durchschnittlich 7,8 auf 6,1 Liter je 100 Kilometer im ersten Szenario gesunken sein und auf 5,2 Liter im zweiten.

Hybrid mit Erfolgspotenzial

Biokraftstoffe legten bis 2030 nur noch langsam von jetzt über vier auf zehn bis 15 Prozent der Flüssigkraftstoffe zu. Durchgreifende Erfolge bei alternativen Antriebstechniken gesteht Shell den Hybrid-Fahrzeugen zu. Sie könnten je nach Szenario bis 2030 20 Prozent beziehungsweise 50 Prozent am Neuwagenmarkt erobern. Aber auch dann werde noch immer zu rund 85 Prozent aller Pkw auf das Prinzip des Verbrennungsmotors gebaut. Elektroautos werden Anteile zwischen 2,5 und 10,0 Prozent zugestanden. Zur Wasserstofftechnologie heißt es zurückhaltend, sie "findet über erste kommerzielle Großanwendungen allmählich stärkere Verbreitung".    

Die Zielvorgabe der EU für den Abbau der Treibhausgase in der Industrie, die nicht dem CO2-Handel unterliege, von 14 Prozent CO2-Verringerung im Zeitraum 2005 bis 2020 werde damit vom deutschen Automobil erfüllt, sagte Adolf. Dagegen sei die deutsche Vorgabe von minus 40 Prozent im Zeitraum 1990 bis 2020 "für den Pkw-Bereich eindeutig außer Reichweite", heißt es in der Studie.

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Neuester Kommentar

Na wenn die Erdölindustrie, vornehmlich aus USA, sagt dass bis 2030 kein Ende in Sicht ist dann wirds wohl auch so sein.
Vermutlich ist 2030 endgültig Schluss mit dem Erdöl.

Moto Fan 20. Mai 2016, 12:34 Uhr
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