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Krawattenstreit

Piëch lenkt ein

Foto: dpa

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (68) hat sein Gegendarstellungsbegehren gegen die "WirtschaftsWoche" zurückgezogen. Das bestätigte das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Donnerstag (9.3.) auf Anfrage. Die Berufung sei damit hinfällig und die Sache abgeschlossen.

09.03.2006

Piëch hatte das im Handelsblatt-Verlag erscheinende Wochenmagazin zum Abdruck einer elfteiligen Gegendarstellung zwingen wollen und dabei in erster Instanz am Landgericht vor einem Monat auch einen Erfolg erzielt. Daraufhin hatte der Verlag Berufung eingelegt.

In dem teilweise kuriosen Rechtsstreit ging es auch um die Motive seiner Krawatten und die Zahl seiner Kinder. Nach Angaben des Verlags hatte das Oberlandesgericht in einzelnen Punkten Bedenken signalisiert, bevor Piëchs Anwalt Matthias Prinz seine Anträge zurückzog. Prinz war am Donnerstag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Piëch hatte unter anderem bestritten, "grelle Krawatten mit Jagdmotiven" zu tragen und die Zahl seiner Kinder nicht zu kennen. Der Verlag hatte daraufhin ein Foto von Piech mit einer Krawatte präsentiert, auf der ein Mann mit Gewehr und ein Elefant zu sehen ist. Piechs Anwalt Matthias Prinz hatte behauptet, dass es sich eher um ein Kriegsmotiv handele.

Ausgangspunkt für den Streit war ein längeres Porträt des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden in der Ausgabe vom 13. Oktober 2005. Nach der Rücknahme der Anträge muss die "WirtschaftsWoche" keine Gegendarstellung drucken. Die Kosten des Verfahrens trage Piëch.

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