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VW

Krise holt Autobauer Volkswagen ein

Foto: dpa 71 Bilder

Die schwere Branchenkrise hat Europas größten Autobauer Volkswagen eingeholt. Dennoch schlägt sich der Wolfsburger Konzern immer noch deutlich besser als die Konkurrenz. Beim Absatz konnte VW im dritten Quartal zulegen, allerdings verdienten die Wolfsburger deutlich weniger.

29.10.2009

VW bleibt aber in den schwarzen Zahlen und erwartet für das Gesamtjahr einen Gewinn - auch wenn das Vorjahresergebnis voraussichtlich nicht erreicht werde. VW gehe nach wie vor davon aus, die Krise besser als die Konkurrenz zu bestehen und Marktanteile hinzuzugewinnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag (29.10.) mit. 

Der VW-Umsatz sank um zehn Prozent

Im dritten Quartal musste der Autobauer Einschnitte hinnehmen. Das operative Ergebnis brach um 81 Prozent auf 278 Millionen Euro ein. Der Konzernumsatz schrumpfte um zehn Prozent auf 25,9 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten des Jahres sank das operative Ergebnis deutlich um 69 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 655 Millionen Euro - nach 3,7 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die Auslieferungen blieben mit knapp 4,8 Millionen Autos etwa auf Vorjahresniveau, der Umsatz ging um 9,7 Prozent auf 77,2 Milliarden Euro zurück. VW hatte vor allem von der Abwrackprämie profitiert - die kurbelte aber vor allem den Verkauf von kleineren, günstigeren Autos an - mit geringeren Gewinnmargen.

VW steht trotz der Krise gut da

VW-Chef Martin Winterkorn betonte dennoch: "Der Volkswagen-Konzern behauptet sich trotz aller Widrigkeiten ausgesprochen gut." Während der Weltmarkt um zwölf Prozent sinke, verzeichne VW ein stabiles Auslieferungsniveau. Der Konzern mit seinen vielen verschiedenen Marken sei "auch in schwierigen Zeiten gut aufgestellt." Das Geschäftsklima bleibe aber rau. Auch finanziell ist der Konzern vor der Übernahme des Sportwagenbauers Porsche gut gerüstet. Ende September hatte VW den Angaben zufolge 13,4 Milliarden Euro in der Kasse, 5,4 Milliarden Euro mehr als Ende vergangenen Jahres. Bis Ende 2009 will VW knapp 50 Prozent an Porsche übernehmen und dafür 3,9 Milliarden Euro zahlen.

VW-Tochter Audi war ertragsstark

Bis 2011 soll die Sportwagenschmiede als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert werden. Zur Refinanzierung plant VW eine Erhöhung des Vorzugskapitals im ersten Halbjahr 2010. Bei der Kernmarke Volkswagen drückte die Krise auf das operative Ergebnis - in den ersten neun Monaten sank es um 82,3 Prozent auf 335 Millionen Euro, obwohl der Absatz nur um knapp zehn Prozent auf 2,5 Millionen Autos zurückging. Ertragsstark zeigte sich die Premiummarke Audi, die immer noch ein Ergebnis von fast 1,2 Milliarden Euro vorlegen konnte und damit wesentlich zum Konzernergebnis beitrug.

Skoda, Seat und Bentley mit Verlusten

Der Beitrag der tschechischen Tochter Skoda schrumpfte von 455 auf 162 Millionen Euro. Die spanische Tochter Seat sackte noch tiefer in die roten Zahlen - mit einem Verlust von 228 Millionen Euro. Auch Bentley schrieb Verluste. Die Nutzfahrzeuge konnten sich nur durch den Erlös aus dem Verkauf des brasilianischen Lkw-Geschäfts an MAN von 600 Millionen Euro in der Gewinnzone halten.

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