6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Was wusste Audi-Chef im Abgas-Skandal?

Aufsichtsrat spricht Stadler Vertrauen aus

Audi Logo 17 Bilder

Der Audi-Aufsichtsrat hat Rupert Stadler während seiner Sitzung am Freitag sein Vertrauen ausgesprochen. Zuvor war während vor Gericht eine Mail bekannt geworden, die den Audi-Chef in der Abgas-Affäre belastet.

24.02.2017 Holger Wittich 4 Kommentare

Der Aufsichtsrat von Audi hat sich in seiner Sitzung am Freitag hinter Rupert Stadler gestellt und dem Vorstandsvorsitzenden sein Vertrauen ausgesprochen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, früher als bisher bekannt von der Abgas-Affäre gewusst zu haben, wies das Gremium zurück. Man habe die Vorwürfe durch die Rechtsanwaltskanzlei Gleiss Lutz prüfen lassen, teilt das Unternehmen mit.

Matthias Müller, VW-Chef und Audi-Aufsichtsratsvorsitzender, sagte dazu: "Die dem Arbeitsgericht in Heilbronn vorgelegten Dokumente sind seit längerer Zeit bekannt und belegen die Vorwürfe nicht." Die Vorwürfe gegen Stadler wurden in einem Prozess vor dem Arbeitsgericht Heilbronn bekannt, in dem die Kündigung des ehemaligen Leiters der Motorenentwicklung verhandelt wurde.

Brisanter Prozess für Audi

Am Dienstag, 21.02.2017 wurde vor dem Arbeitsgericht Heilbronn die Weiterbeschäftigung eines Audi-Mitarbeiters verhandelt, dem im Zuge des Diesel-Abgasskandals bei VW fristlos gekündigt wurde.

Das Brisante an dem Prozess: Der Anwalt von Ulrich Weiß, damals Leiter der Motorenentwicklung, kündigte nach Angaben des SWR neue Beweise an, in denen Audi-Chef Rupert Stadler belastet wird. Demnach soll Stadler länger als bisher bekannt über die Abgasmanipulationen Bescheid gewusst haben. Er zitierte nach Angaben des Spiegels vor Gericht eine Unterhaltung zwischen seinem Mandanten und dem Vorstandsboss von Audi: "Stadler betont, dass alles auf Druck von VW und dem VW-Aufsichtsrat geschehen ist". Weiß sagte weiter vor Gericht aus, man habe ihn für Vorstand und Aufsichtsrat geopfert. Stadler habe geantwortet: "Da ist was Wahres dran."

Audi A6 und A7 sollen dreckig anlaufen

Zuvor legte der Anwalt des ehemaligen Chefentwicklers Dokumente vor, die belegen sollen, dass Audi-Chef Stadler schon im Jahr 2012 von dem Dieselbetrug erfahren habe. Das geht wohl nach Angaben der Bild-Zeitung aus einer E-Mail vom 18. Juli 2012 hervor, in der ein Mitarbeiter den Beschluss des Audi-Steuerungskreis vom 24. April 2012 erklärt. Stadler führte zu dem Zeitpunkt den Steuerungskreis. In der E-Mail heißt es, dass unter anderem die Audi-Modelle A6 und A7 "erstmal dreckig bezüglich RDE anlaufen" sollen. Die Audi-Anwälte pochten bei besonders heiklen Passagen darauf, die Öffentlichkeit auszuschließen, da Betriebsgeheimnisse verletzt würden.

Weiß selbst soll nach Meldung der Bild Mitarbeiter beauftragt haben, Beweise zu löschen. Dem widerspricht Weiß. Er habe zwei Tage nach dem Bekanntwerden des Dieselskandals an einer Krisensitzung in Wolfsburg teilgenommen. Dort trafen sich Ex-Konzernboss Martin Winterkorn, Aufsichtsratschef Hans-Dieter Pötsch, Ex-VW-Vorstand Heinz-Jakob Neußer und der damalige VW-Chefjustiziar Michael Ganninger. Letzterer soll allen Anwesenden gesagt haben: „Seid vorsichtig. Verschickt keine Mails und keine Dokumente. Wir erwarten eine externe Untersuchung.“ Nur das habe nach Bildzeitungs-Darstellung Weiß an seine Mitarbeiter weitergegeben.

Audi prüft Strafantrag gegen Unbekannt

Bereits seit Tagen wird darüber spekuliert, dass Dokumenten zufolge Rupert Stadler früher als 2015 informiert gewesen sei, Audi dementiert dies. Der SWR zitiert einen Unternehmenssprecher, der angab, man prüfe einen Strafantrag wegen Falschaussage und Verrats von Betriebsgeheimnissen gegen Unbekannt.

Der Ingenieur, der nun gegen seine Kündigung prozessiert, wurde im November 2015 nach der Aufdeckung der Schummel-Software bei Audi-Dieselmotoren zunächst bezahlt freigestellt und inzwischen gekündigt. Im März wird über eine Wiedereinstellung entschieden.

Neuester Kommentar

@autoguy

Sicher, und Wasserstoff wächst auf den Bäumen...

Wenn Sie bei Elektroautos mit Akkumulatoren die bescheidene Gesamtenergiebilanz kritisieren (in diesem Punkt stimme ich Ihnen zu), dann vergessen Sie bitte nicht die hohen Energiemengen, die für die Wasserstoffproduktion benötigt werden. Und eine Brennstoffzelle hat einen besseren Wirkungsgrad als ein Ottomotor, wäre, wenn man überhaupt diesen Weg beschreiten möchte, dann die bessere Wahl.

Da die Atmosphäre der Erde zu 78 Volumenprozent aus Stickstoff besteht, kommt aus dem Auspuff eines Verbrennungsmotors als Hauptbestandteil immer Stickstoff heraus, egal ob Öl, Benzin, Methangas oder Wasserstoff verbrannt werden.

Der richtige Weg ist: Energie einsparen, Ressourcenverbrauch eindämmen. Öfters zu Fuß gehen, Erdbeeren müssen nicht aus Spanien stammen, die Jeans nicht aus Asien, Elektrogeräte kaufen, die länger als zwei Jahre halten (mein Mobiltelefon ist von 2012, Rechnerbildschirm von 2004, Auto von 2009).

Berndili 31. Mai 2017, 19:56 Uhr
Neues Heft
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden