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Kumho Fortis

Geländewagenstudie von Kumho Tyres

Kunho Fortis

Womit werden wir in Zukunft ins Gelände fahren? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Automobilhersteller, sondern auch deren Zulieferer. Jetzt hat sich Kumho des Themas angenommen und mit dem Fortis eine sehr futuristische Studie vorgestellt. Diskussionsstoff bietet der Entwurf reichlich.

05.08.2009 Powered by

Bollernde V8-Motoren, rauchende Diesel – das scheint auf lange Sicht ein aussterbendes Konzept für den Geländewageneinsatz zu sein. Ob im Hobby, Wettbewerb oder im gewerblichen Einsatz, Alternativen sind gefragt. Erste Schritte macht vor allem Toyota mit dem Einsatz der Hybridtechnik in einigen Geländewagen, auch bei Herstellern wie Ford oder General Motors sind bereits Hybrid-Geländewagen erhältlich, viele weitere Hersteller stehen vor dem Start solcher Modellreihen, wie  VW Touareg Hybrid,  Mercedes M-Klasse Hybrid zeigen. Der Mix aus Benzinmotor und Elektroantrieb ist allerdings speziell für Geländefahrzeuge nicht frei von Tücken, vor allem wenn starke Traktion im Gelände abgefragt wird, geraten die Steuersysteme mit der Koordinierung von Elektro- und Verbrennungsmotor leicht aus dem Konzept. Ein mechanisch geregelter Allradantrieb ist nach wie vor das Nonplusultra, wenn es offroad hart her geht.

Allrad-Zukunft aus Sicht des Reifenkonzerns

Der koreanische Konzern Kumho Tyres zeigt jetzt, wie man sich bei einem Reifenhersteller den Geländewagen der Zukunft ausmalt. Projektverantwortlicher war der Designer Rob Dolton, der in Kumhos Europazentrale in Birmingham an Zukunftsmodellen arbeitet. Zuvor hatte Dolton, der vor seinem Engagement in Fiats Designabteilung arbeitete, bereits einen einsitzigen Rennwagen mit Bambus-Chassis entworfen. Beim Fortis geht es materialmäßig ähnlich exotisch zu, statt Karosserieblechen soll die Außenhülle des Offroaders aus recycelten Reifen bestehen.

Die Gummikarosserie soll sich über ein rein elektrisches Antriebskonzept stülpen. Statt eines zentralen Motors mit Kraftverteilung sitzen beim Fortis vier Radnabenmotoren mit je 100 PS Leistung direkt an den Rädern. Der Vorteil dabei wäre, dass keine Differentiale, keine mechanische Aufteilung der Antriebskraft nötig wäre. Differentialsperren oder die Traktionskontrolle über Bremseneingriff wären damit natürlich ebenfalls überflüssig. Stattdessen könnten im Extremfall alle vier Räder mit maximaler Kraft angetrieben werden, wohingegen auf der Straße je nach Fahrsituation auch reiner Heck- oder Frontantrieb je nach Fahrerwunsch möglich wäre. Als Energiespender sieht Kumho die Lithium-Ionen-Batterie, wobei diese beim Fortis als kombiniertes System vorgesehen ist: Auf längeren Touren soll sich die Batterie einfach an entsprechenden „Tankstellen“ gegen ein volles Exemplar tauschen lassen, im Normalbetrieb wird sie vom Fortis-Fahrer selbst aufgeladen.

Reifen mit automatischer Traktionskontrolle

Ein weiterer ungewöhnlicher Punkt am Fortis sind die Reifen selbst. Um künftig den Wechsel zwischen Straßen- und Geländereifen überflüssig zu machen, sind in den Fortis-Reifen spezielle Traktionsplatten aus Metall eingelassen. Über den Luftdruck geregelt, treten sie im Geländebetrieb aus dem Reifenprofil heraus, auf der Straße stülpt sich der Gummi über die „metal biter“ genannten Platten.

Was halten Sie von diesen Zukunftsaussichten? Fahren wir künftig elektrisch ins Gelände? Diskutieren Sie doch einfach im Forum mit!

In der Eco-Drive-Rubrik von auto motor und sport finden Sie darüber hinaus weitere interessante Neuigkeiten zum Thema Alternative Antriebstechnologien im Auto.

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