Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Kunden-Chassis

Williams droht erneut

Foto: dpa

Während die Saison 2007 kommt mit schnellen Schritten näher kommt, und die Teams Toro Rosso und Super Aguri weiter an ihren kopierten Chassis von Honda und Red Bull arbeiten, rasselt Frank Williams zunehmend laut mit dem Säbel. Der Williams-Chef droht weiterhin mit einer Klage. Die Betroffenen und die FIA sehen den Fall dagegen deutlich lockerer.

29.01.2007 Powered by

Renault-Chefingenieur Pat Symonds ist gegen die Verwendung von Kunden-Chassis in der Formel 1. Red Bull-Designchef Adrian Newey sieht die Sache positiv (Schließlich hat er gerade den Red Bull RB3 entworfen, der auch als Toro Rosso fahren soll). Auch Neueinsteiger David Richards hält es für eine gute Idee, Formel 1-Autos zu kaufen, statt selbst zu bauen. Ihm fehlt nämlich noch die Infrastruktur für ein selbst entwickeltes Chassis. BMW-Sportchef Mario Theissen dagegen hält den Einzug von Kunden-Autos für den Untergang des Abendlandes.

Die härteste Front gegen die Kunden-Chassis-Fraktion bilden immer noch Spyker-Teamchef Colin Kolles und Frank Williams. "Ich bin strikt gegen das Teilen von Chassis, und wir glauben nicht, dass es unter den gegebenen Regeln legal ist," sagt der Williams-Teamchef und bekräftigt seine Drohung, er werde vor Gericht ziehen, sollten Toro Rosso und Super Aguri am 18. März in Melbourne mit kopierten Red Bull- oder Honda-Rennern an den Start gehen.

Gerhard Berger: "Bin entspannt"

Super Aguri-Teammanager Daniele Audetto versichert dagegen unermüdlich, er habe alles mit seinen Anwälten geprüft, und das in der Honda-Entwicklungsabeteilung in Tochigi gebaute Chassis entspreche den Regeln des Concorde-Abkommens.

Ins gleiche Horn stößt ToroRosso-Mitbesitzer Gerhard Berger: "Williams und andere Mitbewerber sind nicht diejenigen, die der FIA vorschreiben können, wie sie ihre Regeln zu machen hat. Ich bin entspannt," sagt der Österreicher.

Max Mosley: "Kein McLaren-Frontflügel am Williams"

Auch bei der Sport-Behörde ist der Pulsschlag in der Kunden-Chassis-Affäre eher gemäßigt. "Wenn die Komponenten von einer Fremdfirma entworfen und gebaut werden, und Du besitzt die geistigen Eigentumsrechte daran, ist es völlig legitim. Was Du nicht tun kannst, ist einen McLaren-Frontflügel an einen Williams schrauben. Aber sowohl McLaren als auch Williams könnten einen Lola-Frontflügel verwenden", stellt FIA-Präsident Max Mosley klar.

Ob es dennoch zu einer Klage kommt, entscheidet sich frühestens kurz vor Saisonbeginn. Toro Rosso und Super Aguri sind die einzigen Teams, die für ihre neuen Autos keinen Präsentationstermin bekannt gegeben haben.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige