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Lack- und Chrompflegetipps

Kosmetik-Studio

Foto: Frank Herzog 14 Bilder

Dem Fotomodell sieht man seine Laufleistung von knapp 400.000 Kilometern nicht an. Damit Lack und Chrom auch Ihres Klassikers wieder erstrahlen, gibt es hier Tipps zur richtigen Pflege.

08.08.2009 Alf Cremers Powered by

Der Rolls-Royce Silver Spur, also ein Silver Spirit mit langem Radstand, hat 398.000 Meilen auf dem Tacho. Das ist immerhin eine Taxi-Laufleistung von weit über halben Million Kilometer.

Man sieht sie ihm nicht an. Der Unilack glänzt verführerisch, die Chromteile sind bestens in Form, das cognacfarbene Leder zeigt nur leichte Patina. Ein gepflegtes Auto aus den Neunzigern – noch nicht wirklich alt, aber mit very high mileage, wie es der Engländer ausdrücken würde.

Okay, unser Fotomodell hat gerade eine Swizöl-Kur hinter sich, doch das Ergebnis zeigt keinen Phoenix aus der Asche. Curt Bloss, Geschäftsführer von Swizöl Deutschland, stellt fest: "Der Wagen zeigte sich keinesfalls heruntergekommen, nur etwas "neglected", wie der Brite sagen würde. Wir haben mit einer professionellen Swizöl-Aufbereitung alles gegeben und aus einem zwölfjährigen Gebrauchtwagen einen fünfjährigen gemacht."

Pflege zahlt sich aus - spätestens beim Wiederverkauf

Pflege zahlt sich eben aus, das zeigen nicht nur die vielen Stempel im Maintenance-Book. "Bei einer stark angegriffenen, über Jahre hinweg vernachlässigten Substanz von Lack, Chrom und Leder wäre ein solcher Zustand auch mit Swizöl nicht machbar gewesen", ist sich Anwendungstechniker Steffen Mielke sicher. Der besessene Perfektionist und Autoenthusiast hat auch nach Dienstschluss stets ein Poliertuch parat.

Mielke agiert auf den Fotos und zitiert aus seinem Erfahrungsschatz. Ein gepflegtes Auto ist stets Blickfang, erzielt beim Kauf einen höheren Preis und erhält die heute so beliebte leichte Patina über Jahrzehnte. Motto: Neu lackiert? Nein, wieso? Nur frisch gewachst.

Für dieses zweite Pflege-Spezial hat sich Motor Klassik der Übersicht halber auf das Thema Lack und Chrom beschränkt. Schließlich ist glänzender, makelloser Lack der Schlüsselreiz eines Automobils. In dieser Übersicht, die kein Test ist und auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, stellen wir zehn empfehlenswerte Produktreihen vor - jede für sich in der Praxis überzeugend, weil sie das Erwartete leistet. Ob Politurflasche für 12 Euro oder Wachs-Tiegel für 240 Euro. Konfektion vom Abfüllband oder von Hand gemischte Zutaten. Naturprodukte oder Chemikalien.

Kosmetikstudio für den Mann

Der Preis entscheidet auch über die Sinnlichkeit des Produktes und damit über die Philosophie des Pflegens. Denn auf das Wachs kommt es an. Das letzte Glied in der Lackpflegekette von der Handwäsche bis zur Schlusspolitur mit dem Baumwolltuch gibt den Ausschlag.

Will man seinen geliebten Porsche 911, die Pagode, den Mark II oder E-Type zweimal im Jahr mit Poliermitteln von der Stange aufbereiten wie einen sechsjährigen Gebrauchtwagen vor dem Verkauf oder will man ihn veredeln und versiegeln? Pflegeserien wie Aristoclass, Swizöl und Zymöl sind teures Balsam für den wohlgeformten Autokörper.

Alle drei Hersteller liegen mit ihren Produkten, eine fein aufeinander abgestimmte Systempflege, im dreistelligen Bereich. Ein Starter-Set kostet zwischen 130 und 400 Euro. Dafür wird aber auch Einiges geboten. Autopflege wird zum Ereignis, die einst Schweiß treibende Pflicht verwandelt sich plötzlich in einen Akt der Muße.

Feine Pads, Mikrofaser- oder Baumwolltücher zum Auftragen, duftende Wachse und edel geformte Tiegel mit Schraubverschlüssen erlauben jetzt endlich auch dem Mann ein Kosmetikstudio, wenn auch in der beheizten Doppelgarage.


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